Ist 16/17 nicht der Durchschnitt für das erste Mal bei Mädchen? Das habe ich zumindest mal einer Statistik entnommen, weiß aber nicht mehr, welcher.
Interessant fand ich das von dir angesprochene Sich-nicht-mit-Verhütung-auseinandersetzen-Wollen. Da bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich eine Altersfrage ist, da ich dieses Phänomen eigentlich in allen Altersgruppen beobachte, genau wie "schludrigen" Umgang mit Verhütung und eine niedrige Frustrationsschwelle, wenn etwas nicht klappt.
Ich hätte wahrscheinlich kein Patentrezept für meine spätere Tochter, da ich einfach nicht weiß, was für ein Mensch sie wird. Auf jeden Fall würde ich versuchen, sie gut aufzuklären, zu vermitteln, dass Sexualität etwas ganz normales ist und man sich dafür nicht schämen muss und ich würde versuchen, sie möglichst neutral über alle (!) Verhütungsmethoden aufzuklären. Also auch z.B. über die Nebenwirkungen der Hormone, die Wichtigkeit von passenden Kondomen und die Fehlerquellen der natürlichen Methoden (Nachlässigkeit, usw.). Sollte meine Tochter Hormone nehmen wollen, würde ich es auf keinen Fall verbieten... wenn sie ein kritisch denkender Mensch ist, der weiß, dass er keine Smarties schluckt, aber trotzdem nicht auf die Vorteile der Hormone verzichten möchte, soll es so sein...
Hätte ich den Eindruck, dass meine Erklärungen nicht fruchten und meine Tochter sich nicht kritisch mit verschiedenen Methoden auseinandersetzen möchte, würde ich ggf. auch zu Gynefix und Kondom-Dauerbenutzung raten... weiß nicht.
