sk.bine hat geschrieben:
Manch Eine macht sich eher einen Kopf darüber, ob sie nun die ASS Tablette gegen ihre Kopfschmerzen nehmen soll, als darüber, ob sie auch weiterhin nach Jahren oder gar Jahrzehnten die Pille schlucken soll.
genau so ist es

ich seh das genauso
ich geb dir vollkommen recht, dass die FA/FÄ das alles absolut verharmlosen. es sagt dir ja auch keiner wirklich, welche nebenwirkungen auftreten können

... mich stört auch die tatsache, dass sie vieles verleugnen, als panikmache abtun, so in die richtung "du dummchen, lass mich nur machen- schließlich hab ich das studiert, mach das seit jahren, ich kenn mich da aus..."

. nur von NFP haben die meisten keine ahnung- viele wissen nicht, wie es genau funktioniert, wissen nicht, was der aktuelle wissenschaftliche stand dazu ist, wissen nicht, wie sicher NFP wirklich ist (wenn richtig angewendet), viele meinen aber nach wie vor, dass man- wenn man natürlich verhütet- ja eh nur so eine art kalendermethode mache.
ich finde, diese einstellung so mancher FA/FÄ sagt schon sehr viel darüber aus, wieviel eigenverantwortung sie frauen zu trauen- nämlich so gut wie gar keine!! ich gebe zu, NFP ist definitiv nicht für jede frau geeignet, weil es einfach diszipliniert betrieben werden muss, um sicher zu sein und eben ein bisschen "rechnerei" nicht ausreicht, aber es sooo schwierig, umständlich, aufwendig... wie manche leute das hinstellen, ist es definitiv auch nicht.
wie auch immer- ich hoffe, dass die anzahl der vernünftigen, gut informierten ärzte zunimmt und dass ihr mut steigt, sich gegenüber manch starker pharmafirma (stichwort schering, wyeth...) hinwegzusetzen und hormonelle kontrazeptiva so verschreiben, dass sie zumindest die wenigsten nebenwirkungen hervorrufen- sprich gut erforschte pillen, deren gestagenkomponenten nicht gerade erst erfunden wurden und nun an den frauen ausgetestet werden (siehe evra oder auch yasmin- das drospirenon ist ja auch nicht gerade ohne). ich finde, als arzt muss man einfach dazusagen, was wie wirkt, warum und wieso. warum man sich für dieses präperat entschieden hat, warum dieses genau zu der patientin passt. die patientin hat ein recht darauf zu erfahren, welche möglichkeiten prinzipiell bestehen.
aber wahrscheinlich ist das alles reines wunschdenken meinerseits, denn leider erfolgt die medikation in vielen fällen vollkommen anders. allein einer raucherin eine pille zu verschreiben ohne sie darauf aufmerksam zu machen, dass es zu komplikationen kommen kann

... das sind dann meistens auch noch die fälle, die dir dann- darauf angesprochen, dass rauchen und pille nicht wirklich gut zusammenpassen- erklären, dass das ja alles nur panikmache ist, denn sonst hätte ihr ach so toller FA ihnen ja schließlich was davon gesagt...
lg
fanny