Alana hat geschrieben:
Nachdem die weibliche Seite in unzähligen Themen beleuchtet wurde würde mich mal interessieren in wie weit die Frauen hier ihren Partner in die Wahl der Verhütungsmethode einbeziehen und was für ihn die ausschlaggebenden Punkte waren.
Und natürlich: War man sich gleich einig oder hat man lange überlegen müssen und vor und Nachteile besprochen?
Hi,
mein Partner und ich waren uns einig, dass immer mehr NW der Pille auf mich einstürzten,
angefangen bei schlimmen Haarausfall über einen schmerzhaften Knoten in der Brust (OP), einer riesigen Zyste, die lange nicht gehen wollte, Stimmungsschwankungen bis hin zu absoluter Lustlosigkeit, depressiven Phasen und gruseligem Libidoverlust.Irgendwann hab ich dann da gesessen und gesagt "ich kann nicht mehr, ich will weder diese Pille weiter nehmen noch wieder eine andere versuchen" ... Mein Freund war sofort damit einverstanden, schließlich war es für ihn mitunter auch nicht schön, mich so leiden zu sehen und unser Liebesleben noch dazu.
Er hat gleich Kondome vorgeschlagen. Aber
IMMER Gummi war für mich keine Alternative. Er würde nach abgeschlossener Familienplanung sogar eine Vasektomie durchführen lassen.
Nun ging es aber um Verhütung im hier und jetzt. Fest stand: Keine Hormone mehr!
Dann erzählte meine Mom davon, dass sie früher nur Basaltemperatur gemessen habe (zeigte mir sogar ihre Kurven) und vllt. wäre das ja was. Meinem Freund war das viel zu heikel (nicht dass ein Baby ein Weltuntergang für uns wäre, aber eben jetzt noch nicht geplant). Ich hatte mich daraufhin gleich im Netz informiert und bin auf NFP gestoßen und war begeistert! "Ich will das machen!" Er: "Du willst also ein Baby...(?)"
Ich fragte ihn ob die Option NUR Kondome zu benutzen ihm besser gefiel? Natürlich "nicht ungedingt".
Also bestellte ich in meiner letzten Woche der Pilleneinnahme vor einsetzender Abbruchblutung
Natürlich & sicher und las mich im Netz schon mal in die STM ein. Er wollte dem Ganzen nicht so recht trauen also sagte ich ihm "Weisst du was, wir benutzen Kondome und ganz nebenbei messe ich einfach Aufwachtemperatur und beobachte ZS und MuMu und dann kannst du dir ja überlegen ob du sobald ich freigeben kann dankend auf's Kondom verzichtest oder nicht!"
Während meines Pp-Z hab ich ihm dann auch das Buch zu lesen gegeben und ihm gezeigt wieviele Frauen damit erfolgreich seit Jahren verhüten. Als ich freigeben konnte hatten wir noch einen Sicherheitstag abwarten wollen und uns dann schließlich einfach fallen lassen. Ich habe ihm quasi nicht wirklich eine Wahl gelassen, ich war von der STM absolut überzeugt und wusste (da er mir immer 100%ig vertraut) ich kann ihn sicher mit meiner Begeisterung anstecken
Er fragt mittlerweile oft nach meiner Temperatur, schaut sich meine Papierkurven an und wollte bspw. meinen MuMu mal ertasten und mir bei der ZS-Abnahme zuschauen - aus reiner Neugier versteht sich.
Diese Art der Verhütung ist somit endlich Verantwortung auf beiden Seiten: Er ist zuständig für die Gummis (obwohl er diesen Zyklus in der fruchtbaren Zeit nur CI praktizieren wollte

) und ich beobachte meinen Körper.
Ich muss sagen, ich mach das gerne! Es ist kein Problem für mich hierbei "mehr Arbeit" bzw. die Hauptverantwortung zu haben, es macht Spaß und ist aufregend meinen Körper neu zu entdecken und endlich so herrlich natürlich! Letztendlich haben wir uns gemeinsam gegen die Hormone entschieden. Ausschließlich nur mit Gummi miteinander schlafen wäre am Ende auch nicht das Wahre für uns beide gewesen, irgendwann wäre dann das Spiel mit dem Feuer daraus geworden und man hätte ständig CI praktiziert. Ein Dia hätte ich womöglich auch noch ausprobiert.
Aber so haben wir beide schnell etwas gefunden womit wir sehr glücklich sind, auch wenn man(n) das vorher vllt. nicht für möglich gehalten hätte.