So, ich aktualisiere diesen Thread wieder. Dieses Mal ist es kein Erfahrungsbericht zu meiner (letzten) Frauenärztin, sondern zu einem neuen Frauenarzt (bald habe ich wirklich in jedem Bundesland einen Frauenarzt bzw. -ärztin

):
Ich bin nach gut 1 1/2 Jahren wieder zur Kontrolluntersuchung gegangen und war schon gespannt, ob dieser Arzt denn nett und kompetent sei. Er war gelassen-neutral-freundlich. Als erstes ging er die Standardfragen durch, ob ich schon mal schwanger war, Operationen gehabt hätte oder sonstige Vorfälle oder Beschwerden. Das habe ich alles verneint. Dann fragte er mich, ob meine Zyklen regelmäßig wären, das konnte ich auch bejahen, auch wenn ich eine Schwankungsbreite zwischen 35 und 45 Tagen habe. Aber ich habe regelmäßig Eisprünge und die Länge ist auch normal für mich. Dazu hat er sich auch nicht geäußert, dass nur Zykluslängen um die 28 Tage normalen seien. Also diesbezüglich schon mal ein

Soweit so gut. Dann kam die Frage, wann ich meine letzte Periode hatte (ist ja wohl ein Klacks für eine NFPlerin das zu beantworten

).
Dann kam der interessante Teil und Knackpunkt für jede Frau, die nicht-hormonell verhütet:
Arzt: "Wie verhüten Sie?"
Ich: "Nicht-hormonell".
Arzt: "Schleimmethode oder sowas in die Richtung?" (ich hätte ja als Normalsterblicher als erste Assoziation auf Barrieremethoden wie Kondome getippt, aber gut ...)
Ich: "Symptothermal mit Kondomen"
Er hat es richtiggehend abgenickt, notiert, nichts dazu gesagt. Ich glaube, er war nicht mal iritiert oder hatte es für unsicher oder dergleichen gehalten. Es war für ihn eben eine Methode der Verhütung, Notiz gemacht und Thema erledigt. Dann ging es schon zur Untersuchung weiter, die auch komplett anstandslos und unauffällig verlaufen ist: Brustuntersuchung, Ultraschall der Gebärmutter und Eierstöcke, Krebsabstrich und Tastuntersuchung.
Tja, ich denke, das war ein neutraler Arztbesuch, dezent gelassen-freundlich. Kein Bericht zu einem NFP-wissenden Arzt, aber auch kein Arzt, der von hormonellen Verhütungsmethoden begeistert ist und zu überzeugen versucht. Es war für mich also sehr passend. Schade eigentlich, denn irgendwie hätte ich es spannend gefunden, mal auf einen hormonfanatischen Arzt zu treffen, dem ich widersprechen kann
