Estreya hat geschrieben:
@ Kalliope, gibts dafür Quellen? Ich hab einen Freund, der steif und fest behauptet, eine Aspirin am Tag wäre nicht schädlich

.
Wie immer gilt auch hier: die Dosis macht das Gift... ich kriege aber auch schon mal von einer ASS Magenschmerzen (naja, aber auch schon mal von nem Kaffee oder zu scharfem Essen...

)
Und ich hoffe, niemand wird sich die ASS täglich wie Smarties reintun, ohne, daß ein *kompetenter* Arzt bei vorliegender Indikation da mitüberwacht.
Hier kann ich grad auf die Schnelle nur auf Wikipedia verweisen,
ASS ist aber so ein häufig gelesener Artikel, das sich da wenig Fehler halten können sollten. Wissenschaftlich korrekte Quellen hab ich grad nicht zur Hand, das was dort steht, deckt sich mir meiner Erinnerung (also keine Gewähr

)zu dem Thema:
Zitat:
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen [Bearbeiten]
Die bei analgetischer Dosierung auftretenden Nebenwirkungen sind meist leichterer Art: Übelkeit, Sodbrennen und Erbrechen werden relativ häufig beobachtet. Bei Asthmatikern kann Acetylsalicylsäure Ursache von Anfällen sein, die sich dadurch erklären, dass durch Hemmung der Cyclooxigenasen ein Überangebot an Arachidonsäure vorliegt, die dann die Bildung von bronchokonstriktorischen (die Bronchien verengenden) Leukotrienen begünstigt. Eine Kreuzreaktion zu anderen Schmerzmitteln wie beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen ist häufig.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist darauf hin, dass Acetylsalicylsäure aufgrund ihrer Reizwirkung bei regelmäßiger Einnahme Schleimhautreizungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre verursachen kann. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) ist Vorsicht geboten, da Acetylsalicylsäure schubauslösend wirken kann.
Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen sollte Acetylsalicylsäure nicht eingesetzt werden, da es (möglicherweise nach einer überstandenen Viruserkrankung) das mitunter tödliche Reye-Syndrom auslösen könnte; es sollte auf alternative Substanzen – wie Paracetamol oder Ibuprofen – ausgewichen werden. In Großbritannien ist die rezeptfreie Abgabe von Acetylsalicylsäure an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus diesem Grund verboten. Dennoch gibt es auch im Kindesalter Krankheitsbilder, bei denen die Behandlung mit Acetylsalicylsäure durchaus angezeigt ist. Dazu gehören das rheumatische Fieber oder das Kawasaki-Syndrom.
In der Schwangerschaft darf Acetylsalicylsäure nur in kleinen Mengen verabreicht werden, da ASS insbesondere im dritten Trimenon zu einem vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus botalli des ungeborenen Kindes führen kann. Außerdem besteht durch die gehemmte Blutgerinnung eine erhöhte Blutungsneigung der Mutter bei der Geburt.
Laut einer Untersuchung der Boston University School of Medicine sterben jährlich 16.500 Amerikaner an Magenblutungen, die durch Aspirin und ähnliche Schmerzmittel verursacht werden; in 170.000 Fällen kommt es zu schwerwiegenden Magenschäden. Gleichzeitig kann eine häufige Einnahme zu Magengeschwüren oder Bauchspeicheldrüsenkarzinomen führen.
Toxizität [Bearbeiten] [...]
Fehlindikationen [Bearbeiten] [...]
Fragt sich also: Herzinfarktrisiko nicht lieber durch Sport als durch ASS reduzieren?!
Ich würde aber auch grade gerne wissen, ob das Beeinflußen der Gerinnung durch ASS nach neustem Stand der Forschung noch immer Mittel der Wahl ist. Hab bei Wiki nur das hier gefunden: "
Long-term Aspirin Use and Mortality in Women" und kann das grad nicht bewerten...