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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 07:31 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 22. März 2008 16:10
Beiträge: 502
NFP seit: März 2008
Manchmal finde ich noch welchen - und habe mich eine Weile darüber immer erschrocken. *lach*
Mittlerweile ist es nicht mehr so, dass ich fürchte, dass doch noch einmal eine Blutung kommt. Das war meine größte Sorge...

Ab und an taucht dann auch etwas auf, was ich aber nicht mehr als Lust oder Libido bezeichnen würde. Es kann dann auch mal vorkommen, dass ich meinen Vibrator rauskrame, aber ich habe überhaupt keine Lust mehr auf Sex in Form von körperlicher Aktivität mit meinem Mann.
Es ist vielleicht ein Stück weit den Umständen geschuldet - Depression vor einem Jahr, zwei Umzügen in der Zeit, Stress und körperliche Problemchen und Einschränkungen - aber die Vorstellung davon ist mir so fremd.

Meine Oma ist mit Anfang 60 Witwe geworden und hat in der Zeit danach einen neuen Partner gehabt. Ich kann mich daran erinnern, dass sie meinte, dass sie auf Sex nicht verzichten wolle, und ich bin mit jetzt 55 völlig erstaunt darüber, dass sie das so erlebt hat.

Ich glaube, ich habe mich damit ziemlich abgefunden, bedauere es jedoch für meinen Mann.
Früher war ich ein sehr körperlicher Mensch und das ist völlig verschwunden.

_________________
Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.
(Jean-Paul Sartre)
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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 12:32 
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NFP-Königin

Registriert: 28. Januar 2005 09:52
Beiträge: 9081
Wohnort: Bayern
Kitty, ich sehe mich zu 100% bei dir.

Ich hab in letzter Zeit ab und an sowas wie gelben, zähen Schleim gefunden und bin auch sehr erschrocken, weil ich seit Jahren eher strohtrocken bin. Ich denke dann schon fast immer an das Schlimmste! :-(
Aber offensichtlich ist das doch nicht ganz so ungewöhnlich *kopfkratz*
Ich hatte im Januar Krebsvorsorge mit US und alles war gut, darum gehe ich jetzt einmal von komischen Hormongedöns aus.
Von sowas wie ES ist es aber definitiv weit entfernt, reicht aber für eine Anflug der Verunsicherung!

Alles immer wieder herausfordernd irgendwie.

By the way:
Ich beneide euch schon ein bisschen um sowas wie Feuchtigkeit und Erregungsschleim, auch wenn es nicht viel davon ist.

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Schnecke
Nach weit mehr als 20 Jahren und 3 Wunschkids, Dank Menopause , in Nfp-Pension.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 14:03 
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Registriert: 27. November 2014 19:34
Beiträge: 41
Libido ist bei mir recht stabil vorhanden, Sexualität mit Partner findet statt und ist auch sehr schön, Soloaktivität auch regelmäßig vorhanden. Das ist jetzt eigentlich seit Jahren auf dem selben Level, halt weniger als früher in Eisprungzeiten. Ich vermute, dass das vaginale Östrogen hier auch eine Wirkung zeigt, selbst wenn die Dosis so niedrig ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 16:30 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Bei mir ist nix mit Östrogen, weil ich ja Tabletten dagegen nehme, (Letrozol, das ist eine Antihormontherapie wegen des Brustkrebs) Muss ich 5 Jahre nehmen und hab auch schon seit Jahren keine Libido, bin aber erregbar.

_________________
Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 19:08 
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Wobei vaginales Östrogen auch für Überlebende von Brustkrebs infrage kommt, da es sehr niedrig dosiert ist und nicht systemisch wirkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 19:25 
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Noch als Anmerkung: Ich denke, die generelle Libido wird bei mir wahrscheinlich unabhängig vom vaginalen Östrogen vorhanden sein (logisch macht das sonst keinen Sinn, wenn die vaginale Östrogengabe nur lokal wirkt), aber es macht das Ganze mit dem GV einfacher, dass die vaginale Schleimhaut elastisch und gut durchblutet ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 22:35 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
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Lost hat geschrieben:
Wobei vaginales Östrogen auch für Überlebende von Brustkrebs infrage kommt, da es sehr niedrig dosiert ist und nicht systemisch wirkt.


Mir wurde von meiner Gyn und meinem Onkologen gesagt, das ( Hormoncreme) sei nicht möglich in meinem Fall und ich will das auch nicht, da ich eben diesen Hormonrezeptor positivem Brustkrebs mit maximalen Östrogenrezeptoren nun schon das 2. Mal habe. Es geht ja auch so mit unserem Sexleben. Wieso sollte ich da was daran ändern?

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 16. Mai 2026 23:04 
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Das war jetzt nicht unbedingt die Aufforderung, dass Du etwas ändern solltest, eher eine allgemeine Anmerkung für alle, die sich hier informieren, dass vaginales Östrogen auch bei Personen anwendbar ist, die mal Brustkrebs hatten. Die Dosierung ist ein absoluter Bruchteil dessen, was bei der systemischen Therapie verwendet wird, und es verändert nichts am im Blut messbaren Östrogenspiegel. Das ist wahrscheinlich vielen Gyns nicht bewusst, dass Brustkrebs keine Kontraindikation für die vaginale Östrogengabe ist. Vaginales Östrogen kann die Häufigkeit von Harnwegsinfekten reduzieren, nächtlichen Harndrang verringern und den Beckenboden stabilisieren, abgesehen von der vulvovaginalen Atrophie, der entgegen gewirkt wird.

Ich selbst habe mich gegen systemische HET entschieden, weil ich das aus diversen Gründen für mich nicht passend fand. Mit der lokalen Therapie bin ich sehr zufrieden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 06:38 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Mai 2012 14:08
Beiträge: 238
Lost hat geschrieben:
Das war jetzt nicht unbedingt die Aufforderung, dass Du etwas ändern solltest, eher eine allgemeine Anmerkung für alle, die sich hier informieren, dass vaginales Östrogen auch bei Personen anwendbar ist, die mal Brustkrebs hatten. Die Dosierung ist ein absoluter Bruchteil dessen, was bei der systemischen Therapie verwendet wird, und es verändert nichts am im Blut messbaren Östrogenspiegel. Das ist wahrscheinlich vielen Gyns nicht bewusst, dass Brustkrebs keine Kontraindikation für die vaginale Östrogengabe ist. Vaginales Östrogen kann die Häufigkeit von Harnwegsinfekten reduzieren, nächtlichen Harndrang verringern und den Beckenboden stabilisieren, abgesehen von der vulvovaginalen Atrophie, der entgegen gewirkt wird.

Ich selbst habe mich gegen systemische HET entschieden, weil ich das aus diversen Gründen für mich nicht passend fand. Mit der lokalen Therapie bin ich sehr zufrieden.


Frau Schaudig sagt das explizit in der Folge zu Wechseljahren und Brustkrebs. Brustkrebs ist keine Kontraindikation bezüglich vaginaler Östrogen Anwendung. Damit will ich dich nicht von deinem Weg anbringen, Tuscany, aber den Einwurf von Lost bestätigen.

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J. Sully sendet liebe Grüße von Pandora :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 07:28 
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NFP-Gräfin

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Es gibt ja die verschiedenste Formen von Brustkrebs. Nicht jeder ist so hochgradig Hormonrezeptor positiv wie meiner. Ich folge da ehrlich gesagt lieber meinem Onkologen der mir sehr gut informiert erscheint und meiner Gynäkologin, die beide meinten jedes kleine bisschen Östrogen kann das Wachstum meiner Krebszellen anregen. Ich nehme auch ein Medikament mit unangenehmen Nebenwirkungen, um auch nach der Menopause jedes Östrogen im Körper auszuschließen. Zumal ich mit der Situation, auch der Schleimsituation wie sie ist gut leben kann.

Kann ja jede so halten, wie sie es richtig findet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 08:18 
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Hochlagenjunkie

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Ja, vermutlich muss man das - wie so vieles - individuell entscheiden. Ich würde vermutlich auch kein Risiko eingehen wollen, wenn ich diese Empfehlung hätte und finde die Information trotzdem wichtig.

Schnecke, genau diese Gedanken hatte ich auch. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und erschrecke nicht mehr. *lach*

Ich habe bisher auch auf Therapien in jeglicher Form verzichtet.
Meine Beschwerden waren nie so einschränkend, dass ich das Gefühl hatte, etwas unternehmen zu müssen.
Hitzewallungen gibt es ganz selten noch, wobei ich mir immer mehr unsicher werde, ob es hormonell bedingt ist oder mir einfach mal nach Bewegung warm wird. Allerdings kommt es oft noch plötzlich und dann eben intensiv (wenn auch wesentlich abgeschwächter als früher).
Ich schlafe halbwegs normal und empfinde keine Trockenheit.
Vielleicht wäre meine Stimmung mit Hormonen anders, aber auch da habe ich keinen Leidensdruck und nutze andere Strategien. Ich glaube auch nicht, dass ich damit Grundsätzliches ändern würde...

Alles andere erkläre ich für mich persönlich als natürlichen Prozess, der zum Altern dazugehört. Wenn es mir damit schlecht gehen würde, wäre ich sicher auch auf der Suche nach Lösungen. *zustimm*

Was positiv ist:
Ich habe knapp 10 Kilo abgenommen, seitdem mein Hormonhaushalt so ist, wie er jetzt ist, und ich habe keine Probleme, das Gewicht zu halten. Ich glaube, dieses Gewicht hatte ich vor ungefähr 10 Jahren zuletzt und musste dafür wirklich kämpfen. Jetzt ist es einfach gewesen und gleichzeitig stabil. *daumenhoch*
Vermutlich aber auch, weil Muskeln sich gleichzeitig abgebaut haben - aber ich arbeite daran. *lach*

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 09:41 
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Tuscany, ich kann das gut verstehen! Jede muss sich mit ihren Entscheidungen sicher fühlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 10:49 
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NFP-Königin

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Meine Gyn ist hinsichtlich meiner familiären Vorgeschichte (Oma und Schwester Brustkrebs) sehr vorsichtig was Hormone jeglicher Art betrifft. Dennoch hat sie mich darüber informiert, dass sie örtlich angewendet rein medizinisch theoretisch bzg Krebsrisiko keinen Einfluss haben sollte/ dürften.
Die Entscheidung überlässt sie mir, was es nicht einfacher macht.

Gerade diese arge Trockenheit in der Scheide ist doch sehr unangenehm und mit anderen Präparaten nicht zu kompensieren. Da merkt man schon es ist quasi nix Oberflächliches.
Ob ich dann auch mehr Lust hätte?! Mittlerweile ist mir dieser Punkt tatsächlich eigentlich egal!

Hitzewellen kenne ich nicht und seit einer homöopathischen Mittelgabe schlafe ich auch richtig gut/ durch und wache endlich auch nicht mehr um 4 Uhr auf. :applaus:

Gewicht hält sich auch bei mir stabil und unaufgeregt einfach derzeit.
Allerdings baue ich eher Muskeln auf als ab, da ich mindestens 3x wöchentlich Krafttraining mache - mit ganz viel Spaß und Freude.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 11:16 
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DHEA kann man auch vaginal anwenden, das ist die Vorstufe für die Produktion von Östrogen und Testosteron. Wäre vielleicht eine Variante. Hat ähnliche Wirkung wie vaginales Östrogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben in der Postmenopause
BeitragVerfasst: 17. Mai 2026 12:54 
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NFP-Gräfin

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Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
*daumenhoch* Es ist auf alle Fälle gut, so viele Infos, wie möglich hier aufzuschreiben, damit jede dann entscheiden kann.

Falls ich noch ein Rezidiv bekomme, würde ich mich immer fragen, was dazu geführt hat.

Scheidentrockenheit, Schleimhautschwund und häufige Blasenprobleme stelle ich mir tatsächlich sehr, sehr belastend vor und dass man gerne daran was verbessern will. *zustimm* Ich hab zum Glück noch nie Scheidentrockenheit gehabt, und Blasenprobleme das letzte mal vor 12 oder 13 Jahren.

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