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Hallo in die Runde!
Vielleicht erinnert sich nur wer an mich: ich war hier vor einigen Jahren recht häufig anzutreffen. Dass ich jetzt in diesem Unterthema aufschlage, ist für mich etwas schwer zu verkraften. Es wird etwas länger und ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen so gründlich bin, dass ihr euch ein Bild machen könnt und mit eigenen Erfahrungen abgleichen könnt, so dass ich ein Gespür dafür bekomme, was bei mir los ist.
Los geht´s: Mittlerweile bin ich 38, kinderlos und habe bislang auch noch nie versucht, Kinder zu zeugen - trotz tollem Partner. Irgendwie haben wir jetzt aber wohl den Zeitpunkt verpasst, denn ich soll angeblich in den vorzeitigen Wechseljahren sein. FSH (war im langen Zyklus bei über 60) und AMH (unter 0,2) sprechen dafür, außerdem die extrem schwankenden Zyklen. (Die ich ehrlicherweise schon seit 3 Jahren habe, aber mir keine Gedanken machen wollte. 20 ZT ohne Eisprung bis 50 ZT mit und ohne Eisprung, dazwischen 24-31; früher Uhrwerk mit 25 ZT.) Wenn es zur Hochlage kommt, ist sie ok von der Länge.
Im März wurde eine Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto diagnostiziert. Zum Arzt bin ich überhaupt nur, weil mein Zyklus schon über 100 Tage lang wurde. Ich habe mich aber bis auf kühle und trockene Haut sehr wohl gefühlt, meine Gesichtshaut war super und darum habe ich lange keinen Arzt aufgesucht. Keinerlei Stimmungsschwankungen... Nach 4x Akupunktur kam es dann zur Mens und im Anschluss mit Akupunktur, chinesischen Kräutern und Thyroxin (25, dann 50 mg) zu vier Eisprüngen und Zyklen mit einer recht normalen Länge. Jetzt bin ich schon wieder bei Zyklustag 50 - ohne absehbaren Eisprung. Natürlich wollen wir nun doch ein Kind. Ich wohl eigentlich schon länger als ich zugestehen will. Hätte mir die 170 dokumentierten Zyklen vorher mal einfallen können...
Mein Endokrinolge schreibt bei jeder Blutuntersuchung "vorzeitige Menopause" als Diagnose und mein chinesischer Arzt meint, das sei nicht korrekt, ich sei zu jung. Aber auch er macht sich jetzt beim 50 Tage Zyklus Sorgen. Beide sind aber sehr verwundert darüber, dass ich keinerlei Hitzewallungen habe. Im Gegenteil: Früher habe ich echt furchtbar geschwitzt die ganze Zeit und jetzt erfreue ich mich daran, dass ich nicht ständig meine Sachen waschen muss. Jetzt glaube ich, dass das der Vorbote der Unterfunktion war und meine Schilddrüse im Vorfeld etwas hyperaktiv war.
Ich will auch noch nicht in eine Kinderwunschklinik, da wir ja noch nicht 1x ernsthaft eine Befruchtung probiert haben. Die letzten 4 Eisprünge waren extrem kurzfristig angesagt (nur 1 Tag S+; im Vergieich zu früher ein Witz) oder wir waren in zwei verschiedenen Städten. Außerdem hat mir ein befreundeter Kinderwunscharzt schon gesagt, dass ich mit den FSH-Werten ohnehin nicht stimuliert werden kann und eigentlich nur eine Eizellspende in Frage kommt. Was ich jetzt angesichts der 4 Eisprünge auch etwas extrem fände. Leider habe ich außer beim chinesischen Arzt das Gefühl, dass sich bei den besuchten Ärzten die Kompetenz nur auf Blutwerte oder Einzelaspekte bezieht und daher weiß ich auch nicht, bei wem ich noch Rat suchen soll. Auch die Blutwerte wurden nie ideal in Bezug auf den Zyklustag genommen: Nach dem Eisprung waren die Werte ok, aber auf meine Frage, dass sich die Referenzwerte doch auf den Zyklusbeginn beziehen, hieß es nur, dass alle Werte im Referenzbereich in Ordnung sind. Dass mein FSH aber nach endlich erfolgtem Eisprung deutlich niedriger ist, kann doch noch nicht als Therapieerfolg gelten? Östrogen und Progesteron sind laut selbem Arzt ok. AMH kann laut einigen Studien von den Schilddrüsenhormonen abhängig schwanken, Endokrinologe sagt, das sei nicht so. Ich habe beschlossen, den AMH Wert zu ignorieren. Er wurde am Zyklustag 95 gemessen.
Daher an euch die Frage, ob euch irgendetwas an meiner Sache bekannt vorkommt. Einfach eine Tendenz zur Einschätzung: Sind das die Wechseljahre, ist es die Schilddrüse, ohne Hitzewallung keine Prämenopause? Ich schlafe super und immer durch. Ich habe aber auch kaum Zervixschleim. Ich fühle mich eher wie vor der Pubertät als man noch keinerlei Slipspuren kannte. Ich könnte meine Slips 3 Tage tragen und früher eher 3x täglich wechseln. Auch ansonsten bin ich sehr sanftmütig geworden, ich vermute, das liegt am fehlenden Testosteron zur Mens?
Insgesamt bin ich etwas bis sehr verzweifelt und würde meine Lage gerne besser einschätzen können.
Ich habe hier die letzten 15 Seiten gelesen und an die Bluterinnen: Wollt ihr mir was abgeben, damit ich wieder mit einem frischen Zyklus durchstarten kann?
LG Mirabelle
Edit: Zur Blutung kann ich noch was sagen. Übrigens sehr schön, dass sich der chinesische Arzt auch sehr dafür interessiert. Ich glaube, es hat sich außerhalb des Forums noch nie jemand so sehr für die Blutung interessiert. Die letzten Jahre war meine Mens immer in 3 bis max 5 Tagen rum und das Blut zuletzt sehr bräunlich und mager. Seit der Akupunktur und den Kräutern ist es viel frisches, schönes Blut mit S+-Schleim, aber ohne Klumpen und Verschmierungen und dauert auch ca. 3-5 Tage. Außerdem hatte ich immer schon Schmerzen und seit der Akupunktur ist das auch viel beser geworden. Ich komme aber immer mit Tampons super und normal aus. Zu Beginn muss ich sie alle 2-3 Stunden wechseln. Ich würde sagen, die letzen Blutungen waren bilderbuchreif.
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