natürlichfrausein hat geschrieben:
Das Archiv im Institut für Natürliche Empfängnisregelung ist wesentlich größer, als das der AG NFP. Außerdem gibt es einen ärztlichen Beirat und laufende Forschung. Das die Regeln von Sensiplan also wissenschaftlich fundierter sind als die der NER ist so nicht richtig.
! Ah, das wusste ich gar nicht, danke – ich glaube, das ist im Forum allgemein nicht bekannt! Kann man das irgendwo nachlesen?
Dass Sensiplan fundierter ist hab ich ja auch nicht behauptet. :) Die laufende Forschung gibt es da ja auch … aber das mit dem ärztlichen Beirat verstehe ich nicht (ist da ein Unterschied zu den forschenden Mediziner:innen?).
natürlichfrausein hat geschrieben:
Und nein. NER Beraterinnen bekommen natürlich eine Schulung über andere Verhütungsmethoden und -mittel. Empfehlen werden wir sie aber nicht. Im Sinne der Gesundheit, des Lebensschutzes und der Selbstbestimmtheit der Frau.
Meine Frage zielte aber eher darauf ab, ob man sich immer noch NER-Beraterin nennen
darf, wenn man zu anderen Verhütungsmitteln auch berät. Ob das dann individuell anders entscheidet, ist ja eine andere Sache. Oder anders: ist dieser Aspekt des Lebensschutzes unverzichtbarer Teil der Qualifikation?
Zur Frage, ob man überzeugt von seiner Methode ist … Überzeugung hat da vielleicht verschiedene Aspekte.
Ich bin sehr überzeugt von der Wirksamkeit der Methode, aber nicht davon, dass man unter allen Umständen nur diese Methode als Verhütungsmittel nutzen darf. Ich finde, es gehört durchaus zur Selbstbestimmung der Frau, sich aus Gründen für Pille oder Spirale oder Kondom oder CI oder Diaphragma zu entscheiden. Meine Aufgabe als Beraterin sehe ich darin, der Frau das nötige Wissen für eine selbstverantwortliche, aufgeklärte Entscheidung an die Hand zu geben – anstatt sie im Zweifelsfalle mit gefährlichem Halbwissen alleine zu lassen.
Gerade das Kondom ist hier ein schönes Beispiel, dessen PI besser wird und die Anwendung unter sehr sicher eingestuft wird (siehe Studien), wenn ebenfalls Sensiplan angewandt wird.