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 Betreff des Beitrags: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kopf
BeitragVerfasst: 9. März 2017 10:56 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 12. Mai 2014 14:38
Beiträge: 78
NFP seit: 27. April 12
Ich wage es mal, meine Gedanken hier zusammenzufassen, in der Hoffnung auf regen Austausch.

Ich habe nie die Pille genommen, anfangs aus dem diffusen Gefühl heraus, dass Sexualhormone für körperliche ebenso wie psychische Erscheinungen im Körper zuständig sind und ich die gerne so lassen möchte, wie sie sind. Im Verlauf des Lebens kamen viele rationale Argumente hinzu, die mich in dieser Annahme eigentlich stärkten. So war ich immer froh, ohne Hormone verhüten zu können, auch dass meine Partner das akzeptierten und dankbar um all das Wissen um meine Weiblichkeit, welches der Umgang mit NFP mit sich brachte.

So weit so gut. Nun habe ich eine zu starke Regelblutung, niedrige Hb-/Ferritinwerte und eine Grunderkrankung, die das verursacht. Nun legen mir Ärzte verschiedener Fachrichtungen nahe, doch mal die Pille zu probieren. Ich habe einige Tage darüber nachgedacht und gemerkt, dass meine innere Schranke so riesig ist, dass es mir schwer fällt, eine Pille überhaupt als Möglichkeit für mich in Betracht zu ziehen.
Die Hauptgründe sind
- Angst, anders auf meinen Partner/Männer zu wirken, sowie ihn anders wahrnehmen
- das wunderbare Körperbewusstsein, das mir das Zyklusbeobachten gibt, nicht verlieren zu wollen
- all die Auswirkungen auf die Sexualität, die im Forum so beschrieben werden (Libidoverlust, weniger Feuchtigkeit, Schmerzen beim Sex, Orgamusschwierigkeiten)
- der ebenfalls hier beschriebene Käseglockeneffekt/Scheiß-egal-Stimmung
- alle Nebenwirkungen, die unter sehr häufig bis häufig in den Packungsbeilagen genannt werden (sei es Brustspannen, Zwischenblutungen, Depressionen, Mirgäne/Kopfschmerzen (hab ich so schon genug :roll: ), Libido, Gewicht, Übelkeit, usw.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich stelle fest, meine Abneigung ist so groß, dass selbst ein Therapieversuch von 3 Monaten nicht in Frage kommt. Vor den Ärzten als auch vor manchen Freunden fühle ich mich so, als hätte ich ein total verschrobenes Weltbild. Wie geht es euch anderen NFP-Anwenderinnen (auch insbesondere denen, die nie fremde Hormone nahmen) denn damit? Habt ihr für euch das Gefühl, dass die Pille unter gewissen Umständen in Ordnung ist? Gibt es noch jemanden, der die Pille so "vergiftend"und "erniedrigend" begreift wie ich? Mich verunsichert, dass ich es nie ausprobiert habe, vielleicht hätte ich ja gar keine großen Nebenwirkungen...
Ich würde mich einfach über ein paar Sichtweisen freuen, zu einem Thema, das mich gerade ziemlich stark umtreibt ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 11:42 
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wohnt hier

Registriert: 11. Oktober 2016 10:54
Beiträge: 1736
NFP seit: September 2016
Hallo Felicitas,

ich gehöre zu denen die jahrelang (etwa 18) die Pille genommen hat.
Was ich mich als allererstes frage ist, was genau ist der Vorteil für dich der so groß sein müsste damit all die Nebenwirkungen tatsächlich weniger schlimm sind? Also was versprechen sich die Ärzte? Ich hab das so verstanden dass deine Blutung zu stark ist. Und das ist nun so negativ für dich dass was daran getan werden muss? Da helfen keine Eisentabletten? Geht es dir denn richtig schlecht damit? Ist es gefährlich für dich?
Ist deine Blutung wirklich so stark? Du hast durchschnittlich 2 Tage starke Blutung angekreuzt. Von wievielen Tampons oder ml sprechen wir hier?

_________________
Seit April 16 pp, happy Mitglied in diesem tollen Forum und mit NFP unser absolutes Wunschkind 08/19 bekommen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 11:54 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 22:03
Beiträge: 10333
NFP seit: März 2006
Ich bin eine von denen, die gut 10 Jahre die Pille genommen hat und - auch im Nachhinein betrachtet - keinerlei NWs hatte. Abgesetzt habe ich sie damals nur mangels Partner (ich wollte Geld sparen ;-) ) und weil ich mit ü30 und als Raucherin ein erhöhtes Thrombose-Risiko hatte.
Insofern würde ich sie nicht generell so sehr verteufeln. Wie es bei Dir klappt oder auch nicht müsstest Du halt auf Dich zukommen lassen. *freunde*

Vergiss bitte nicht, dass sich hier vorwiegend Frauen tummeln, die ihre Pille aufgrund von Beschwerden abgesetzt haben, die, denen es gut damit geht findest Du halt hier nicht. ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 11:59 
Obwohl ich mit der Pille sieben Jahre lang gut klar kam, würde ich sie dennoch nicht gerne nochmal nehmen wollen - ich möchte lieber meinen natürlichen Zyklus haben.
Man muss also noch nicht mal schlechte Erfahrungen mit künstlichen Hormonen haben, um diese meiden zu wollen...

Dabei hatte ich lange eine Hypermenorrhoe, diese wäre für mich aber kein Grund für die Pille. Stattdessen supplementiere ich kontinuierlich Eisen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 12:05 
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Moderatorin

Registriert: 26. Juli 2004 12:01
Beiträge: 12828
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Ich habe auch nie hormonell verhütet und stehe vor der Entscheidung, die Pille zu nehmen (wegen Endometriose). Deinen Widerwillen kann ich zum Teil verstehen und bin auch dabei, alle Alternativen auszuloten.

Allerdings kommt die Pille für mich als Option auf jeden Fall in Frage. Ich möchte sie nicht vorschnell nehmen, aber ich schließe sie auch nicht aus. Ich sehe das wie Püppi: Hier im Forum haben wir überdurchschnittlich viele Frauen mit NW-Erfahrungen. Viele meiner Freundinnen kommen gut mit der hormonellen Verhütung klar.
Die Pille ist eben ein Medikament - als gesunde Frau kommt sie für mich nicht in Frage, aber falls nötig, würde/werde ich sie nehmen.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 13:20 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 22. März 2014 20:12
Beiträge: 221
NFP seit: Januar 2014
Hallo Felicitas,

erstmal *trösten*
Ich kann deine Abneigung total gut verstehen. Für mich kam es auch nie in Frage, die Pille zu nehmen. Zum einen aus Angst vor Nebenwirkungen, aber auch weil ich das Gefühl habe, dass ich meinen Körper nicht so manipulieren will. Und außerdem mache ich wahnsinnig gerne NFP *love*

Ist mit Eisentabletten nichts zu machen?
Ich glaube, dass die Pille nicht grundsätzlich schlecht ist, und es bei bestimmten Beschwerden (Endometriose, sehr starke Regelschmerzen, starke Blutungen, starke Akne usw.) aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, Hormone zu geben, und die Vorteile die Nachteile aufwiegen.
Aber: meine persönliche Abneigung ist so stark, dass ich nicht weiß, ob ich sie nehmen würde, wenn es medizinisch angezeigt wäre.

Ich fürchte, dass du auf jeden Fall Nebenwirkungen hättest, wenn du die Pille trotzdem irgendwann mal probieren würdest. Nur aus der Angst vor Nebenwirkungen und der Ablehnung heraus (Nocebo-Effekt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 14:24 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich habe die Pille auch sehr lange genommen ca 15 Jahre und bin glühende Verfechterin des natürlichen Zyklus.
Allerdings kann ich inzwischen auch die individuellen Umstände mitbetrachten und lehne die Pille nicht mehr grundsätzlich ab.

Gegen die Angst vor den Nebenwirkungen würde ich sagen:
Du kennst dich und deinen Zyklus und wirst Nebenwirkungen sofort bemerken, sollten sie auftreten. Dann kannst du sie auch besser gegen deine aktuelle Baustelle abwägen.
3 Monate sind eine kurze Zeit … man könnte sagen: 3 Monate nur Hochlagen-Feeling. Will ich das?
Selbst wenn du Veränderungen in deiner Beziehung oder dem Sex erleben solltest, ist das zeitlich absehbar. Libidoverlust kann zwar manche plötzlich treffen (ich denke da an ein paar Berichte zu MöPf), aber ich vermute, dass das eher ein schleichender Prozess ist (und auch davon abhängt, wie stark die Libido in der natürlichen Hochlage ist).
Auch kann man bestimmt gegen einige Nebenwirkungen gut gegenarbeiten und die Nähstoffe, die durch die Pille besonders belastet werden, supplementieren. Ich denke an Vitamin B und Magnesium zum Beispiel, da lohnt es sich vermutlich, sich noch mal speziell mit auseinanderzusetzen.

Am Ende ist es immer ein Wagnis, denke ich. So wie auch eine Schwangerschaft den eigenen Hormonhaushalt nachhaltig verändern kann.
Und: Ärzte sind nunmal erfahrungsgemäß mit der Pille schnell an der Hand, ohne alle Alternativen auszuloten.
TCM und Akkupunktur oder Basics in Sachen Vitamine werden oft als Möglichkeiten außer acht gelassen.

Ich glaube nicht, dass du die Nebenwirkungen auf jeden Fall haben wirst. :) Du redest ja selbst von einer Schranke und nicht von Angst. Für mich fühlt sich dein Post eher an, als ob die Pille als Möglichkeit nicht in dein Selbstbild passt, aber durchaus offen bist, dich damit auseinanderzusetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 20:25 
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Inventar

Registriert: 22. Dezember 2013 21:02
Beiträge: 2477
Wohnort: vor den 7 Bergen
Ich habe nie die Pille genommen und würde sie bei med. Indikation wenn überhaupt, dann eher als eine der letzten als eine der ersten Möglichkeiten versuchen, wenn überhaupt. Ich habe mich nie ernsthaft mit der Möglichkeit befasst/befassen müssen, das zu tun, aber schon seit jungen Jahren eine Abneigung dagegen. Passt nicht zu mir und meinem Verständnis/Gefühl von Körperlichkeit. Ich glaube, ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich wahrscheinlich viele Nebenwirkungen hätte. Mein Körper reagiert generell überdurchschnittlich stark auf Fremdeinflüsse.

In deiner Situation sehe ich es so, dass der 3-Monatsversuch nur dann Sinn macht, wenn du überhaupt bereit bist, sie langfristig zu nehmen. Da sie nur für die Zeit der Einnahmedauer wirkt, hat andernfalls das Wissen, dass sie die Blutung bei dir verringert, wenig Wert. Und falls sie das nicht tut, genauso wenig.

Hast du deine Ärzte, die dir das empfohlen haben, schon konkret nach Alternativen dazu befragt? Oder hast du schon einiges probiert, was nicht funktioniert hat? Hast du den Eindruck, dass die Ärzte es einfach vorschlagen (weil es in ihren Augen nichts Tragisches ist, sondern eine elegante Lösung), oder dass sie darauf fixiert sind, die vielleicht Druck machen und nicht für andere Möglichkeiten zu haben sind?

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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 22:04 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 12. Mai 2014 14:38
Beiträge: 78
NFP seit: 27. April 12
Danke für eure vielen unterschiedlichen Antworten!
@Sopherl: Es gibt noch ein anderes Medikament, welches ich probieren kann und das ist auch der Plan vorerst.
@sabschi: Wir reden von 200 ml pro Menstruation, davon ca. 2/3 an den ersten 1-2 Tagen. Diese Zeit ist schon sehr nervig. Ich bleib möglichst zu Haus und stehe nachts trotz großem Cup 2-3 mal auf *augenverdreh* Aber wenn ich weiterüberlege: Das ist alles, was mich stört. Meinen Hb merke ich nicht.
@Eisentabletten: Der Arzt meinte, so viel Eisen könnte ich gar nicht aufnehmen, wie benötigt *kopfkratz* Das muss ich nochmal recherchieren.
@Thoe: Immer Hochlagenfeeling? *kopfkratz* Die Frage ist eher: Möchte ich auf Eisprungfeeling verzichten? ;-)
Danke fürs Erwähnen mit den Vitaminen, war mir schon wieder entfallen.
@Püppi/Akelei: Ja, da habt ihr Recht, dass sich hier die Frauen sammeln, die Probleme mit der Pille haben. Trotzdem muss ich sagen, dass auch im RL meine engsten Freundinnen fast alle nicht oder nur relativ kurz hormonell verhütet hatten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 22:24 
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NFP-Königin

Registriert: 21. Oktober 2006 10:07
Beiträge: 7588
Hallo felicitas,

ich habe noch nie hormonell verhütet und würde es auch nicht tun. Grund war glaub in aller erster Linie, dass ich keine Eingriffe in meinen Körper mag, später erst hab ich von den NW der Pille erfahren. Ich verstehe die Pille als Medikament und als solches würde ich sie vermutlich auch erwägen, wenn es einen wichtigen Anlass gäbe. Das würde ich sehr ungern tun, aber es kommt ja auf die Alternativen an, wie bei allen Behandlungen: wie geht es Dir ohne, welche anderen Medikamente kommen in Frage, wie lange wäre der Zeitraum, wie stark schlägt es an / wirken sich mögliche NW aus...

Interessant ist ja, wofür die Pille bei Dir steht, vielleicht steht noch mehr dahinter - weil Du ja ziemlich kategorisch bist (was ich sehr gut nachempfinden kann). Bei mir könnten das so Motive sein wie Kontrolle behalten wollen, unabhängig sein, (vermeintlich) selbstbestimmt bleiben (eine Erkrankung ist ja auch nicht gerade Selbstbestimmtheit)... Nur so als Idee *nixweiss*

Zu dem Ferritin: Gibt ich es nicht auch Eisen-Infusionen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 22:46 
Also ich habe eine sehr ähnlich starke Blutung, 200 bis 250ml. Und es ist zwar nicht möglich, das über die Ernährung auszugleichen, aber sehr wohl mit Eisentabletten. 80mg am Tag nehme ich.
Wenn man bei der Geburt zwei bis drei Liter Blut verloren hat, dann würde ich davon reden, dass es mit Tabletten schwierig wird, aber doch nicht bei 200ml/Mens!
Selbst wenn man 500ml Blut spendet, geht das mit Tabletten.
Und wenn man die nicht verträgt, kann man Eisen als Infusion geben.

Alles kein Grund für die Pille, für mich zumindest nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 23:01 
Zu spät für Edit: Es gibt Menschen, die eine Eisenresorptionsstörung haben, also sehr schlecht Eisen im Darm aufnehmen können. Dies lässt sich mit einem Test feststellen. Dann wären Infusionen die Lösung.

Ich verstehe es rein sachlich nicht, wie man behaupten kann, einen durch Hypermenorrhoe bedingten Eisenmangel nicht adäquat behandeln zu können und daraus eine Empfehlung für die Pille ableitet. Vor allem, wenn die Patientin Fremdhormone eigentlich ablehnt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 23:11 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich bin mir nicht sicher, ob es „nur“ um Hyermenorrhoe geht, das klang mir im Eingangspost anders.
edit:
Zitat:
und eine Grunderkrankung, die das verursacht

Vielleicht beziehen sich die Ärzt:innen ja darauf und nicht auf den niedrigen Ferritinwert?

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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 9. März 2017 23:19 
Ich beziehe mich direkt auf die Aussage des Arztes, man könne den aus einer Hypermenorrhoe entstandenen Eisenmangel nicht mit Tabletten behandeln - da ich eine sehr ähnlich starke Blutung habe, kann ich diese Aussage aus eigener Erfahrung widerlegen. Und da beschleicht mich der Verdacht, dass aus Unkenntnis die Pille empfohlen wird, weil das die vermeintlich leichtere Lösung ist, als Eisen zu supplementieren.
Wäre nicht das erste Mal, dass einE Gyn einen solchen Gedankengang hat...


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 Betreff des Beitrags: Re: Schon immer fremdhormonfrei / Die Schranke in meinem Kop
BeitragVerfasst: 10. März 2017 14:56 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 12. Mai 2014 14:38
Beiträge: 78
NFP seit: 27. April 12
Bess hat geschrieben:
Und da beschleicht mich der Verdacht, dass aus Unkenntnis die Pille empfohlen wird, weil das die vermeintlich leichtere Lösung ist, als Eisen zu supplementieren.
Ich denke, dass du mit der Vermutung richtig liegst, denn er hat mir einen langen Votrag gehalten, wie Eisen richtig zu supplementieren sei und das meist nicht beachtet würde...
Ich hab auch die Rechnung nochmal überprüft. im Netz fanden sich etwas positivere Zahlen (2 ml Blutverlust entsprichen 1 mg Eisenverlust, die Eisenresorptionsrate beträgt bei Eisenmangel 3-5 mg tgl., insofern wäre ein Decken knapp möglich bei vorbildlicher Einnahme.
Mosaik hat geschrieben:
Interessant ist ja, wofür die Pille bei Dir steht, vielleicht steht noch mehr dahinter - weil Du ja ziemlich kategorisch bist (was ich sehr gut nachempfinden kann). Bei mir könnten das so Motive sein wie Kontrolle behalten wollen, unabhängig sein, (vermeintlich) selbstbestimmt bleiben (eine Erkrankung ist ja auch nicht gerade Selbstbestimmtheit)... Nur so als Idee *nixweiss*
Sehr kategorisch bin ich diesbezüglich (und leider auch sonst oft im Leben ;-) ) und genau deswegen wollte ich ja nochmal in die Diskussion kommen und reflektieren. Ich glaube, die Kontrolle behalten wollen, trifft es nicht. Eher so eine Grundannahme, dass die Natur die Dinge schon gut regelt und das die nicht immer zutrifft, ist mir rational betrachtet, auch bewusst.


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