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 Betreff des Beitrags: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 15:35 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Januar 2016 17:41
Beiträge: 70
Wohnort: Mittelhessen
NFP seit: 22. Februar 2016
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

ich hoffe, dass ich die richtige Rubrik für meinen Thread gewählt habe.

Ich schreibe, weil ich denke, dass ich mich für die NFP-Methode zur Verhütung entschieden habe. Mit Kondom natürlich! Das "ich denke" schreibe ich, da ich mir trotzdem noch irgendwo unsicher bin. Aber ich habe die Pille so satt und will einfach keine Hormone mehr nehmen. Ich habe nie Nebenwirkungen der Pille (Maxim-Valette-Violette in der Reihenfolge) gehabt, aber je mehr ich darüber nachdenke und auch lese, fallen mir immer mehr Sachen auf. Die Pille nehme ich seit 6 Jahren, jetzt bin ich 28, das heißt, mit 22 habe ich damit angefangen. Der Grund war mein erster richtiger Freund. Vor der Pille hatte ich immer einen sehr unregelmäßig Zyklus und gefühlt ein paar Mal im Jahr meine Tage. Meine Haut und Haare waren teenager-mäßig. Dazu kommt noch, dass ich einen guten Haarwuchs habe. Was mir auf dem Kopf zu Gute kommt, stört mich anderswo extrem, so dass ich als Teenager selbst im Hochsommer immer lange Kleidung getragen habe. Die Pille hat dies natürlich eingedämmt.
Unter der Pille fühle ich mich grau. Die Tage sind weder weiß noch schwarz sondern eben grau. Ich fühle mich nicht mehr selbst und habe es so was von leid, jeden Abend dieses kleine weiße Ding zu schlucken. Sex ist natürlich wunderbar; man brauch sich mit Pille keine Gedanken mehr machen - Sex? Wo? Wie? Ich hab gar keine Lust mehr. Und es liegt definitiv nicht an meinem wundervollen Partner. Keine Gedanken machen beim Sex heißt auch für mich, trotzdem ein Kondom zu verwenden. Damit fühle ich mich noch sicherer. Des Weiteren bin ich übergewichtig mit fast 20 Kilo. Bei Einnahme der Pille hatte ich ein straffes Sportprogramm bei normalem Essverhalten. Nach einem Sportunfall durfte ich einige Zeit nichts machen und muss gestehen, dass ich mich habe gehen lassen. Allerdings habe ich seit einigen Monaten ein normales Essverhalten. Klar, etwas mehr Sport und etwas weniger Süßigkeiten wären noch besser. Fakt ist, ich nehme nichts ab. Bei diesem Thema will ich nicht alle Schuld auf die Pille schieben, aber ich denke, eine Teilschuld trägt sie mit.
Ich habe mir die Interseite von myNFP durchgelesen und das Buch und das Arbeitsheft von Natürlich und Sicher liegen schon im Warenkorb, bereit zur Bestellung. Ich habe Phasen in denen ich mir sicher bin, dass ich NFP nutzen will (mit Kondom), aber es gibt auch Phasen in denen ich mir nicht sicher bin. Mein nächster Frauenarzttermin bei einem anderen FA steht bald an, aber ich mache mir da keine so großen Hoffnungen, dass ich mit ihm richtig darüber reden kann. Aber: Über myNFP habe ich einen Arzt gefunden in meiner Nähe, der dies wohl unterstützt. Allerdings habe ich erst Anfang Juni einen Termin bei ihm. Des Weiteren habe ich überlegt, mal zu einer Heilpraktikerin/Homöopathin zu gehen. Im gleichen Moment frage ich mich aber selbst warum. Einfach nur zum Reden wegen einem evtl. unregelmäßigem Zyklus den ich vor Jahren hatte? Wegen der "Angst" wieder Pickel, Hautunreinheiten und viele Haare an unmöglichen Stellen zu bekommen? Oder gar Haarausfall!? Auch wenn ich bei diesen Themen selber, ich nenne es mal "Hand anlege", habe ich schon Schiss davor. Hand anlegen bedeutet bei mir, dass ich mir meine Reinigungsprodukte selber mache bzw. handgesiedete Naturseifen verwende. Des Weiteren gehe ich zum Body-Sugering. Aber das sind wieder andere Themen, die hier ausführlich aufgeführt denke ich nicht so richtig hin gehören. Wer möchte, dem kann ich natürlich Tipps und Hinweise geben.
Wie ihr seht oder lest bin ich zur Zeit hin und er gerissen. Mein Partner unterstützt mich und bei einem Gespräch hat er eingeworfen, dass ihm die anderen Verhütungsmethoden (Spirale, Kupferkette etc) nicht zusagen. Er hat auch nichts gegen Kondome.
Ein langer Text und gleichzeitig eine Vorstellung meinerseits in diesem Forum. Und ein großes "Luft los werden lassen".

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Der Kuss ist ein liebenswerter Trick der Natur, ein Gespräch zu unterbrechen, wenn Worte überflüssig werden.
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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 15:50 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 28. Januar 2013 01:56
Beiträge: 785
NFP seit: 04/2013
Hallo Eva *winke* !

Ich hab aus deinem Text nicht ganz rausgelesen, was für dich die Seiten an NFP sind, die dich hindern das Ganze mal zu versuchen. Die "Haarproblematik"? Oder was meinst du genau :-)?

LG
Treibholz

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 16:20 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 15. November 2015 22:25
Beiträge: 89
Hallo Eva 87!

Von der Pille weg ist immer eine gute Entscheidung, gerade, wenn du selber ja irgendwie nicht glücklich damit bist. Dieses "alles grau" kenne ich auch aus Pillen-Zeiten, dazu dann Heulanfälle wegen Kleinigkeiten, keine Lust mehr auf Sex, auf meinen Partner allgemein...war alles keine Option mehr.
Ich führe jetzt im zweiten Zyklus meine Kurve und werte brav aus...allerdings nutze ich es nicht zur Verhütung. Grund ist, dass mein Partner der Sache nicht traut aber dem auch nicht durch Wissenserweiterung aufhelfen will - anderes Thema. Was ich damit sagen will ist: Du kanst ja auch ganz normal Kondome verwenden und trotzdem deine Temperatur und den Zervixschleim notieren. Und wenn du dir sicher bist, kannst die Gummies weglassen, wenn nicht, hast du eine gute Übersicht, wann eine Panne Folgen haben könnte und wann ziemlich sicher nicht. NFP ist ja nicht friss-oder-stirb.

Zum Gewicht: Ich hab in meinem "Pillenjahr" fast 20kg abgenommen, aber eher wegen einer ausgewachsenen Essstörung als wegen den Hormonen. Jetzt ohne Pille schwanke ich im Zyklus sowieso ein bisschen und muss zugeben, ich werde wieder undisziplinierter was das Essverhalten angeht :-( aber da bin ich nicht repräsentativ, ich hab einfach ein sehr gestörtes Verhältnis zu meiner Nahrungsaufnahme.
Haare fallen mir keine aus, im Gegenteil! Es ist viel weniger im Duschsieb und im Kamm wie noch mit der Pille. Die Haut ist fettiger, die Haare auch, aber alles im Rahmen. Ich suche noch das perfekte Shampoo *pfeif*
Meine Körperbehaarung wächst wieder schneller, ärgerlich aber so ist das halt.
Alles in allem hat mich die Pille psychisch so runtergedrückt, dass ich schon allein deshalb nicht wieder damit anfangen würde. Von zu hohem Blutdruck, komischen Kreislaufaussetzern und Ohnmachtsanfällen ganz zu schweigen.

Und JA! Geh zu einer Heilpraktikerin deines Vertrauens und erzähl ihr von deinen Sorgen. Zumindest meine ist da eine großartige Zuhörerin, hat ein gutes Gespür, wann ich wirklich ein homöopathisches Mittel brauch und wann ein Denkanstoß in die richtige Richtung das Mittel der Wahl ist.

Hoffentlich konnte ich dir ein bisschen weiterhelfen. Schönen Nachmittag!


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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 16:39 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Januar 2016 17:41
Beiträge: 70
Wohnort: Mittelhessen
NFP seit: 22. Februar 2016
Hallo Treibholz,

Wenn ich ehrlich bin, kann ich die Frage gar nicht so recht beantworten. Meine Gedanken springen da immer hin und her. Auch wenn sich dies blöd anhört. Aber gut das du die Frage stellst. Ich will keine Hormone, aber ich kann auch nicht so einfach sagen, dass nach dem Blisterpäckchen jetzt aus und vorbei ist mit der Pille. Ich bin ein Typ, der sehr viel überlegt und auch schnell mal zweifelt. Vielleicht ist es die Gewohnheit oder der Gedanke, dass die Pille doch sicherer ist. Aber es liegt ja auch immer am Anwender bzw. in dem Fall an der Anwenderin, welche Methode sicher ist und welche nicht. Ich habe auch im Kopf, dass ich mit jemanden reden sollte, aber ich wüsste (bis auf das Forum) eben niemand. In meinem Kopf drängt sich dann immer der Frauenarzt. Mal abgesehen von Partner und Mutter, mit denen ich darüber sehr gut reden kann. Mit Papa natürlich auch, wobei er da schnell an seine Grenzen stößt :lol: Wobei mich meine Mutter auf der einen Seite versteht, aber insgeheim denke ich, dass sie davon nicht überzeugt ist und das macht eine Diskussion wieder etwas schwerer.
Kann auch sein, dass ich über meinen eigenen Schatten springen muss, bei diesem "heiklen" Thema, um mich selbst komplett neu kennen zu lernen.
Die "Haarproblematik" macht mir schon zu schaffen, wenn ich ehrlich bin. Für eine junge Frau ist das nicht schön. Da ich aber weiß, dass mein Partner mich nimmt wie ich bin und er die Problematik aus Gesprächen her kennt, wäre dies einer der Schatten, den ich zu überspringen bereit bin.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 16:44 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 785
NFP seit: 04/2013
Ganz blöd gefragt: Warum kannst du nicht einfach sagen, dass es nach dem Blisterpäckchen jetzt aus und vorbei ist mit der Pille? :-) Du musst dadurch ja nicht gleich NFP voll vertrauen. So wie ich das verstanden habe, verhütet ihr zusätzlich auch jetzt schon mit Kondom, und es ist noch nie was passiert. Warum nicht mal eine Übergangszeit "nur" mit Kondom? Und währenddessen kannst du dich an das Thema "NFP" ja rantasten.

Ich würde auch versuchen auf den springenden Punkt zu kommen, der dich tatsächlich "hindert". Ist es wirklich die Sicherheit? Ist es die vermeintlich viele Arbeit die das macht? Ist es die Verantwortung, dass du zuständig bist, dass die Auswertung richtig ist? Es kann ja sehr unterschiedliche Gründe haben, weshalb man irgendwie noch kein eindeutiges "Ja" zu der Entscheidung für NFP hat.

Was würdest du denn den Frauenarzt fragen wollen? :-)

Alles Liebe,
Treibholz.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 17:01 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 3. April 2014 23:05
Beiträge: 342
NFP seit: April 2014
Hallo Eva,

ich habe auch länger gezögert und bin einige Monate um Pille absetzten und alternative Verhütungsmethoden herumgeschlichen. Und dann hat der Zufall mir quasi die Entscheidung abgenommen: mein letztes Pillenblister war alle, die Abbruchblutung durch und ich hätte eine neue nehmen müssen - aber dann hatte meine FA zu. Naja. Da ich ja eh absetzen wollte, war ich dann auch nicht weiter dahinter und habe es als Startzeitpunkt für NFP genommen. *lach*

Aber jedenfalls.. Nur Mut!
Wenn es dir ganz ganz schrecklich ergeht und du überhaupt nicht mit den Veränderungen in deinem Körper klar kommst (jetzt bezogen auf z.B. die Körperbehaarung, die dich stört), dann steht dir ja immer noch frei, wieder mit der Pille anzufangen. Das Absetzten muss ja keine Entscheidung für immer sein,sondern sie ist wunderbar reversibel und anpassbar wie es dir passt. *sonne*

Was soll schon groß passieren?

Deine Behaarung hast du ja mit Sugaring eh im Griff, ich kann mir nicht vorstellen, dass das ohne Pille jetzt so groß anders werden soll, wenn du da eh schon dran bist. Und ansonsten gibt es soooo viele Frauen, bei denen nichts schlimmes passiert nach dem Absetzten. Warum sollte es bei dir anders sein. *sonne*

Was die Verhütung angeht schließe ich mich Treibholz an. Das war nämlich auch mein erster Gedanke: wenn ihr jetzt eh schon zusätzlich mit Kondom verhütet, macht doch erstmal einfach damit weiter und seht ob ihr dann irgendwann mit NFP freigeben wollt oder nicht. Kondome sind richtig angewendet ja auch sehr sicher. *daumenhoch*

Liebe Grüße

_________________
Mit Traummann und Oktobermädchen (10/20) total verliebt in den Novemberjungen (11/25) :verliebt:


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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 17:07 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 10. Januar 2016 00:06
Beiträge: 325
Hi Eva,

oh, ich musste gerade schmunzeln, ich kenne (bis auf die Haar-Geschichte) deine Gedankengänge von mir selbst. Daher möchte ich dich auf zwei Sachen hinweisen, die ich bei dir rauslese und die mich selbst so erschreckt haben, als ich sie mir bewusst gemacht habe:

1. Meinst du wirklich, die Pille ist sicher? Vertraust du ihr?

Ich glaube nicht, wenn du immer noch zusätzlich ein Kondom verwendest. Habe ich auch einige Jahre so gehalten, weil ich der Pille einfach nicht vertraut habe. Weil ICH nicht die Kontrolle hatte, weil ICH nicht wusste, ob sie tatsächlich wirkt, ob ich am nächsten Tag meine Pille nehmen kann oder mich übergeben muss (dann kann ich z.T. 24h nicht mal eine Anti-Brech-Tablette schlucken und drin behalten),...
Aber ich bin sicher, ich vertraue MIR. Ich weiß, wann ich zuverlässig gemessen/beobachtet habe und wann nicht. Ich weiß, wie gut ich meine Methode verfolge und habe die vollständige Kontrolle über meine Verhütung (und auch in Zyklus #4 bin ich immernoch mit Kondomen unterwegs. Auch wenn ich grüble, ob ich - falls dieser Zyklus gut auswertbar ist, dann regelkonform freigeben soll.).

2. Was bringt dir die Pille tatsächlich?

Für mich liest sich bei dir nicht raus, dass du sicher bist, einen positiven Effekt von der Pille zu haben. Klar, du warst "schon" 22 als du damit angefangen hast. Aber wer sagt dir, dass sich dein Haut/Haar-Problem nicht tatsächlich auch ohne Pille gegeben hätte? Wer sagt dir, dass deine Hormone das nicht auch könnten? - Unabhängig jetzt davon: Ist dein Haarproblem mal von einem entsprechenden Arzt untersucht worden, so mit Hormon-Status und so? Von der Pille als "Allheilmittel" halte ich überhaupt gar nix. Zudem gibt es gegen Haare ja doch noch ne ganze Menge mehr Methoden, die eventuell was bringen könnten (finanziell kommt das wohl aufs gleiche raus, wenn man das gegen den Pillen-Preis rechnet - auf längere Zeit gesehen).
Ich hatte auch ein wenig Schiss, dass meine Haut jetzt alles durchlebt, was sie nie hatte, hab aber auch 4 Monate nach dem Absetzen keinen Effekt gesehen. Ich hab mit 18 angefangen, die Pille zu nehmen und mit 25 aufgehört, hatte vorher nie Pickel und habe sie hinterher auch nicht, während der Pille genauso. Keine Änderung. Ok, 2 Stellen mit Stresspickeln hab ich, die aber wirklich und einzig und allein Stress als Ursache haben (hab ich Stress, kann ich sie förmlich wachsen hören).

Ich habe mich irgendwann für NFP entschieden und diese Entscheidung praktisch instantan umgesetzt und nie bereut. Ich habe nicht abgewartet, bis die Pille alle war (hab sie aber auch durchgenommen und einfach mittendrin abgesetzt), sondern sofort Nägel mit Köpfen gemacht, als die Entscheidung stand. Hab allerdings auch ne Weile an der Idee geknabbert, vorher.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 19:01 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Januar 2016 17:41
Beiträge: 70
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NFP seit: 22. Februar 2016
So viele Antworten in so kurzer Zeit *knutsch*

@dina90
Das mit deinem Essverhalten tut mir leid. Dabei kann Essen auch was sehr schönes sein. Das perfekte Shampoo zu suchen, kannst du gleich aufgeben. Sorry für die harten Worte, sie sind nicht so gemeint. Du kannst mir gerne mal eine PN schicken, dann kann ich dir mehr dazu sagen :-) Meine Gedanken liefen darauf hinaus trotzdem weiter mit Kondom zu verhüten und Schleim und Temperatur zu beobachten und aufzuzeichnen und zu lernen. Der Aspekt mit Friss-oder-stirb ist gut. Vielleicht muss das in meinen Kopf rein, dass die Verhütung alleine mit Kondom ja auch sicher. Was heißt vielleicht...
Du schreibst zu dem Punkt mit den Haaren, dass es eben so ist, dass sie schneller wachsen. Ich habe bzw. tue mich nicht wirklich akzeptiert, so wie ich bin und das ist einer der größten Fehler, die ich begehe. Das merke ich immer mehr. Morgen schreibe ich mal zwei Heilpraktikerinnen, die ich ins Auge gefasst habe. Mal sehen wie die auf die gleiche Mail reagieren.

@Treibholz
So wie du es in deinem ersten Absatz schreibst war es von mir angedacht. Ich muss natürlich noch die Bücher lesen und mich weiter hier durchs Forum wälzen um zur Sicherheit was sagen zu können. Die Arbeit ist es definitiv nicht. Ich werde immer zur gleichen Zeit gegen 6 Uhr morgens wach-ein herzliches Danke an meine geliebte Katze :verliebt: Das die Auswertung nicht richtig sein könnte, gibt mir schon zu denken. Klar ist, dass man nicht beim ersten Mal alles kann, wo ist das schon. Ich denke, ich traue mir selber nicht so ganz, dass ich dem nicht gewachsen bin. Immerhin hängt ja schon was dran. Was ich den FA fragen würde? Ich würde ihm sagen, was ich vorhabe und was er davon hält und mich wahrscheinlich über die Antwort ärgern. Das sagt mir mein Bauchgefühl. Aber ich gehe ja im Juni zu dem Arzt der bei myNFP verzeichnet ist, vielleicht ist die Welt ja da etwas anders (zumal ich eh auf der Suche nach einem guten FA-Arzt bin).

@mme_maxime
Ich bekomme heute meine Abbruchblutung, habe allerdings noch einen Blister da. Ich hatte ursprünglich meinen FA-Termin so gelegt, dass der in dem Zeitraum liegt, wo ich das letzte Pillenblister nehme. Aber auf Grund meiner Arbeit musste ich den nach hinten verschieben. Ich hatte es so geplant, so lange die Pille zu nehmen bis zum FA-Termin. Jetzt müsste ich mir ein neues Rezept holen...Oder es sein lassen...Oder das letzte Pillenblister nehmen, so lange mir Wissen anlesen und es dann sein lassen...Zu deiner Frage was schon passieren soll: Das das ungewollte wahr wird. Ich bin einem Kind gegenüber nicht abgeneigt, aber definitiv nicht jetzt. Es wäre fast ein Katastrophe, zumal ich mich eh dafür noch nicht bereit fühle.

@misssofie
Nein, da hast du recht. Ich vertraue der Pille nicht zu 100 %, deshalb das Kondom. Aber vertraue ich während der Übergangsphase dem Kondom? Vertraue ich mir selbe, dass ich NFP richtig handhabe? Und ich möchte den Sex doch genießen ohne Panik zu haben. Kontrolle über seinen eigenen Körper zu haben hört sich richtig und gut an. Die Angst vor dem Verlust der Kontrolle ist aber auch da. Ich kann dies an einem Beispiel beschreiben, wie sich dieser Verlust für mich anfühlt: Vor 14 Jahren hatte ich einen Reitunfall und war schwer verletzt (nicht lebensgefährlich). Ich hatte keine Kontrolle mehr über das durchgehende Pferd. Dieser Unfall hängt mir immer noch nach und zwar so, dass ich mich zum Teil nicht mehr entspannen kann beim Reiten. Ich denke dann, wenn ich die Kontrolle verlieren, passiert was Schlimmes. Mein Selbstvertrauen wieder zu erlangen habe ich bis heute nicht vollständig geschafft. Dabei ist es aber so wichtig im Leben. Ich weiß, dass ich mir oft selber im Wege stehe. Den einzigen positiven Effekt, den ich momentan an der Pille sehe, ist, dass ich weiß wann meine Tage kommen. Ich dachte immer, dass es wenigstens etwas Natürliches ist an der ganzen Hormongeschichte, aber da hat myNFP mich eines besseren belehrt. Das der Zyklus so unregelmäßig sein wird wie vor der Pille stelle ich mir einmal ungewohnt und irgendwie auch nervig vor, da man jederzeit mit der "Erdbeerwoche" rechnen muss.

Ich habe eine Weile gebraucht um den Text zu schreiben, weil ihr mich zum Nachdenken angeregt habt (auch über mich) und dafür danke ich euch. :blumen:

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 19:16 
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hat sich gut eingelebt

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NFP seit: Mai 2015
Hallo Eva

und willkommen im Forum :-). Wie gehabt kann ich mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Und vielleicht wäre es für dich auch eine Idee, Mal mit einer NFP-Beraterin zu sprechen? Hier im Forum sind natürlich auch einige unterwegs. Für mich persönlich ist es immer nochmal was anderes, persönlich mit jemandem zu sprechen. Ich war zwar selbst nicht bei einer NFP-Beratung/Kurs, weil ich bei dem Thema schnell überzeugt war, aber vielleicht könnte es dir ja helfen. Schau mal hier: http://www.nfp-online.com/?page_id=3863 - da sind viele Termine online. Oder einfach Mal googlen für deine Gegend.
Ansonsten sag ich natürlich auch: Einfach ausprobieren. Du kannst ja nicht wissen, was dann mit deinem Körper passiert. Und du wirst es nicht erfahren, wenn du es nicht ausprobierst :-). Genau wie mm_maxime schon sagt, mit der Pille wieder anfangen könntest du später immer noch (aber du wirst es natürlich nicht wollen hehe ;-) )!

Ich seh gerade deinen letzten Beitrag und dazu noch ein paar Gedanken: Ich denke, wenn du dich einmal eingelesen hast wirst du merken, dass du dir wegen deiner "Fähigkeit", die Methode anzuwenden, keine Gedanken machen brauchst. Ihr könnt ja offensichtlich mit einem Kondom umgehen (ich musste erstmal lernen, dass es notwendig ist, auszumessen :-D ) und außerdem stehst du ja mit der Auswertung nicht alleine da. Bei Fragen kannst du dich immer an die netten Damen hier im Forum wenden. Das ist eben das Schöne, man hat es selbst in der Hand. Und wie gesagt, vielleicht bringt dir auch ein NFP-Kurs noch mehr Sicherheit.
Zum Thema wann die Tage kommen: Klar, je nachdem wie deine Zyklen sich entwickeln kann man das dann nicht mehr so genau wissen wie mit der Pille. Aber bei den meisten ist es so, dass sie ja durch den Temperaturabfall trotzdem schon vorher Bescheid wissen. Seitdem ich die Pille abgesetzt habe, komme ich mit meiner Mens (auch wenn sie jetzt "echt" ist) irgendwie auch viel besser klar. Sie ist kürzer und weniger schmerzhaft geworden. Kann auch mit der Meluna zusammen hängen und natürlich ist das bei jeder anders. Aber man bekommt durch NFP einfach eine andere Einstellung zu den natürlichen Prozessen finde ich.

Zum Thema Selbstvertrauen: Ich denke NFP kann durchaus einen großen Beitrag dazu leisten!

Edit: Und auch hier nochmal der Tipp: Nicht zu viel auf die Meinung des FA geben! Dein Körper, dein Leben - deine Entscheidung.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 20:23 
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NFP seit: 22. Februar 2016
Hallo aka90,

danke für deinen Link, aber da ist leider nichts in meiner Nähe dabei. Es gibt aber in der Nähe eine pro familia Beratungsstelle, die als Thema "Fruchtbarkeitswahrnehmung" gelistet hat.
Als Literatur habe ich mir für den Anfang das Buch von Natürlich und sicher und das passende Arbeitsheft ausgesucht.
Was die Sache mit dem Ausmessen für die richtige Kondome angeht hat mein Freund schon mal kurz große Augen gemacht. Aber ich bekomme ihn dazu. Wird sicherlich lustig *lach* Er steht der Sache ja auch offen gegenüber, was mir sehr viel bedeutet *love* Ich finde es erschreckend, wie wenig Ärzte auf sowas eingehen. Ist in anderen Fachbereichen ja auch selbe. Das Thema ist so komplex und jede Frau ist anders...wie kann man da so engstirnig sein. *daumenrunter* *nichtallehaben*
Ich finde es toll, dass ihr mich so zum Nachdenken bringt und dass ihr euch selber so vertraut.
Deswegen mache ich mir auch Gedanken um NFP: Die heutige Zeit ist so schnell-lebend und alles rauscht an einem vorbei. Es herrscht Druck, jeder will der Bessere sein und was vom Kuchen abbekommen, dass man sich keine Gedanken mehr über einen selber macht. Ich erhoffe mir dadurch, mich besser kennen zu lernen.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 20:58 
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Schade, dass nichts in deiner Nähe dabei ist, Eva. Aber ich denke pro familia ist schon Mal eine gute Adresse, und vielleicht können die dich ja auch an eine NFP-Beraterin vermitteln.

Ja, das mit dem Ausmessen fand mein Mann auch lustig - wir sind dann erst Mal zu Ikea und haben uns ein Maßband geholt :-D Von dem Ergebnis war ich dann doch ziemlich erstaunt, wie weit das tatsächlich von der Standardgröße abweicht (allerdings nicht von der Länge her ;-) ). Kein Wunder, dass das mit den Kondomen vorher nie so richtig geklappt hat!! Warum kommt man da nicht von selbst drauf?! :-) Ich find's auch toll dass dein Freund da so offen ist, meiner war nach einmal Pillen-Beipackzettel lesen auch überzeugt! :-D Erst meinte er noch: Nimm doch noch die letzten 3 Monate, das ist doch sonst Verschwendung. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit hieß es auf einmal: Kannst du nicht jetzt schon damit aufhören? Musst du den Streifen unbedingt noch zu Ende nehmen?

Und ja, du hast vollkommen Recht, es ist erschreckend. Aber leider, leider stehen einerseits bei vielen Ärzten kommerzielle Interessen öfter Mal über dem Wohl der Patientin. Oder auch völlig uninformierte Sicherheitsbedenken. Generell täte dem einen oder der anderen eine Fortbildung ab und an wohl gut. Und ich denke im Studium wird an den meisten Unis auch veraltetes Wissen über NFP (wenn überhaupt) gelehrt.
Und deine Meinung zum Zeitdruck, oder Druck generell, teile ich auch. Viele (mich eingeschlossen) machen sich, wenn auch teils unbewusst, auch zu abhängig von der Meinung anderer. Ich denke die Pille ist da ein wunderbares Beispiel. Ich könnte mich eigentlich ziemlich drüber ärgern, dass mir damals niemand von NFP erzählt hat. Ich finde es sollte die Pflicht jeder/s FA sein, einem eine vollständige Übersicht über sichere Verhütungsmethoden zu geben (und anzuerkennen, dass NFP eben genau so sicher ist wie die Pille). Damit man eine informierte Entscheidung treffen kann. So habe ich 7 Jahre meiner Entwicklung als Frau verpasst, was sehr schade ist. Vielleicht wäre Einiges anders gelaufen. Aber die Freude, dass ich jetzt schlauer bin, überwiegt über den Ärger, und ärgern bringt eh nix. Lieber andere an dieser wunderbaren Erkenntnis teilhaben lassen ;-)
Außerdem denke ich, dass Vieles, was bei uns nicht gut läuft, damit zusammenhängt, dass wir natürliche Vorgänge in unserem Körper verdrängen oder zu kontrollieren versuchen. Viele psychische Probleme, Beziehungsprobleme, und auch die meiner Meinung nach merkwürdige vorherrschende Einstellung in unserer Gesellschaft zum Thema Schwangerschaft und Geburt.
Es ist so schön, sich kennen zu lernen. Und zu wissen, dass es unnormal wäre, immer einen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an ZT 14 zu haben, und nicht andersherum! ;-) Durch NFP weiß man auch viel schneller, wenn wirklich Mal etwas nicht in Ordnung ist. Du kannst damit sicher erkennen, ob du schwanger bist, dazu brauchst du keinen SS-Test und keinen FA. Das nur Mal ein paar der vielen Vorteile.
Und ich find's einfach cool, wieder Eisprünge zu haben!! :-D Ich hab mich einfach so gefreut, als ich gemerkt hab, dass der Teil meines Körpers funktioniert! Das geht ja leider, leider nicht allen so (habe da einige Beispiele in meiner Familie).

So, wieder ein kleiner Roman :-) Aber ich find das Thema einfach wichtig. Und leider komm ich im realen Leben so selten dazu, jemanden von NFP zu überzeugen, da muss ich das hier Mal ein bisschen ausleben :-D

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Nach ★★ (2017+2018) mit Sohn (10/2019) und Babysohn (04/2023)


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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 21:39 
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Inventar

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Beiträge: 2477
Wohnort: vor den 7 Bergen
Zitat:
Das der Zyklus so unregelmäßig sein wird wie vor der Pille stelle ich mir einmal ungewohnt und irgendwie auch nervig vor, da man jederzeit mit der "Erdbeerwoche" rechnen muss.

Erstens muss es nicht unbedingt wieder so sein, dass die Zyklen wieder (dauerhaft) so unregelmäßig sind. Am Anfang kommt es als Nachwirkung der Pille bei etwa der Hälfte der Frauen zu verlängerten Zyklen, da hab Geduld, falls es bei dir so ist. Das kann noch werden.

Zweitens kannst du die Zeit, wann die Mens kommt, schon anhand des Zeitpunktes des Temperaturanstiegs ungefähr eingrenzen, wenn auch nicht auf den Tag genau. Nach einer Weile kennst du deine üblichen HL-Längen und kannst dich schon drauf einstellen.

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alternative Tabelle 2.0 für die Schleimzuordnung *klick*
Übrigens kannst du im Kurvenreich mit der Strg-Taste mehrere Schleimeigenschaften pro Rubrik auswählen!


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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016 22:25 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 10. Januar 2016 00:06
Beiträge: 325
@"doppelt hält besser":
Ich weiß nicht so richtig, wie ich es erklären soll, aber für mich macht die "doppelte Boden-Theorie" keinen Sinn (mehr): Entweder ich vertraue der Pille, dann brauche ich kein Kondom, oder nicht, dann nehm ich eins dazu. Dann ist die Pille aber auch überflüssig, weil ich (!) mir dann bei einer Kondom-Panne trotzdem die PD holen würde.
Ich habe ausschließlich mit Kondom gar keine Panik, auch nicht in der fruchtbaren Zeit. Das liegt nicht daran, dass ich einen latenten KiWu hätte, den hab ich nämlich nicht, nie gehabt.
Irgendwie zieht "doppelt hält besser" in meiner Vorstellung einfach nicht mehr. Muss man nicht unbedingt verstehen, ist mehr so ein Gefühl, das zu erklären, schaffe ich irgendwie nicht richtig.
Mit Kondomen hatte ich aber zum Glück noch nie ein Problem, die Größe, die wir haben, passt ihm gut, das hat Ausmessen aus Interesse einfach so bestätigt. Wir haben in 7 Jahren nie ein Problem damit gehabt.

@Kontrollverlust:
Ich habe selbst so eine Situation, in der ich keine Kontrolle mehr hatte über ein Geschehen, das mir buchstäblich die Füße weggezogen hat. Ich habe in den wenigen Sekunden, in denen ich akzeptiert hatte, dass ich am Ende mit 2 gebrochenen Beinen im Krankenhaus läge, soweit loslassen können, dass ich keine Angst davor hatte, dass es mich in wenigen Sekunden erwartet. Weder vor dem Schmerz, noch vor der Situation, noch vor sonst etwas. Daran erinnert mich dein Unfall gerade etwas. Bei mir ist es äußerst glimpflich ausgegangen, weil ich doch noch die Kurve bekommen habe, die ich eigentlich nicht hätte bekommen können, ich hab nicht mal Kratzer davon getragen. Das ist inzwischen viele, viele Jahre her (ca. 10?) und in manchen Situationen möchte ich dieses Gefühl gern wieder haben. Fallen, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben. (Deswegen würd ich auch gerne Bungee-springen, wenn sich mir die Möglichkeit bietet. Und ich würde springen.)
Das hat nichts mit Risiko-Freudigkeit zu tun, ich bin im restlichen Leben ein sehr bedachter Mensch, der vielen Risiken aus dem Weg geht. (Und eine SS ist ein Risiko, das ich nicht im Traum eingehen würde.)

Trotzdem empfinde ich NFP eben gerade nicht als Kontrollverlust, sondern gerade umgekehrt: Ich weiß ja, ob ich (z.B. beim Beobachten) "losgelassen" habe und dass ich diese Werte dann nicht ganz so ernst nehmen darf (Störfaktoren, Notizen). "Kontrollverlust" ist für mich die Vorstellung, diese Steuerung meines Körpers einer Pille zu überlassen, deren Wirkung ich nicht kontrollieren kann außer diese unsägliche, dämliche Abbruchblutung, die niemand wirklich braucht.
Ich WEIß, wann ich eine Panne ernst nehmen muss, mir die PD besorgen muss und wann sie eigentlich "nicht so schlimm", weil in der unfruchtbaren Zeit ist. Da hab ich meinen doppelten Boden.

@Planbarkeit:
Meine Zyklen waren vor der Pille auch wahnsinnig unregelmäßig, meist deutlich länger als diese häufig propagierten 28 Tage, zum Teil auch einfach doppelt so lang und dann wieder irgendwas dazwischen. Aktuell bin ich erst im 4. Zyklus pp, aber ich kann die aktuelle Tendenz momentan schon ausmachen: Temperaturanstieg um den 20.-25. ZT, HL von 13-14 Tagen - das ist doch schon schön berechenbar, finde ich (Falls du gucken magst, hab ich die verlinkt, Zyklus #2 nicht beachten, der passt da überhaupt nicht rein, der ist durch eine Krankheitsphase ziemlich beeinträchtigt). Genauer muss ich es nicht unbedingt wissen. Viel planbarer war ich unter der Pille auch nicht. Und das ist mir das restliche Drumherum einfach nicht wert, dieses bisschen an zusätzlicher Planbarkeit. (Ich muss aber auch sagen, dass ich inzwischen mit den Menstassen ein erheblich besseres Ergebnis erziele als mit den typischen Wegwerfartikeln, sodass mir meine Periode deutlich weniger ausmacht, als noch vor einem halben Jahr...)
Ja, ich muss vmtl. meinen FA-Termin nächsten Monat absagen, weil ich da vermutlich mitten drin in meiner Periode sein werde. Aber hey, das kanns echt nicht sein, dass ich deswegen Medikamente nehme, oder?
Und wer sagt denn, dass die Zyklen zwangsweise unregelmäßig bleiben?

Sorry ist lang geworden, ich wollte nur versuchen, dich an meinen Gedankengängen teilhaben zu lassen. Diese sind mir in den letzten paar Monaten plötzlich ganz klar geworden, das waren sie vor einem Jahr überhaupt nicht, da hab ich noch ähnliche Dinge überlegt, wie du jetzt. Vielleicht hilfts dir ja...

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 26. Januar 2016 20:40 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. Januar 2016 17:41
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NFP seit: 22. Februar 2016
Guten Abend zusammen,

ich komme jetzt erst zu schreiben, da ich dreimal die Woche in einem Großraumbüro arbeite und da mir jeder über die Schulter schauen kann, und das muss nicht sein. Die anderen zwei Tage habe ich ein eigenes Büro, da geht es dann besser.

@ aka90
Ich habe meinem Freund das mit dem Ausmessen heute per SMS geschrieben. Die Antwort war ein "ok". Aber auf der Arbeit kann er immer schlecht schreiben ;-) Er wird es schon machen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis (in Bezug auf die Kondome 8-) ) Wie dein Mann reagiert hat ist auch toll. Vor allem, dass er sich ein paar Tage Gedanken drum gemacht hat. Leider ist heute alles eine Kosten- und Zeitfrage. Aber wie du schreibst, ärgern bringt nichts. Lieber das Gute daran gesehen. Aber auch das kann durchaus ein Lernprozess sein. Ich glaube auch, dass viele Probleme die man hat mit dieser Schnelllebigkeit und dem Druck zusammen hängen. Das Natürliche wird verdrängt und man passt sich einem Leben an, dass man vielleicht so gar nicht führen will-und irgendwann fängt es im Unterbewusstsein ein Feuer an zu schwelen. Bourn out, Depressionen und Übergewicht mal nur am Rande genannt. Und dann kommen noch die Hormone dazu...Das ein normaler Zyklus nicht immer 28 Tage lang ist muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und wie viele wissen das nicht, vielleicht gibt auch Frauen, denen es egal ist. Wie sich ein Eisprung anfühlt weiß ich nicht :shock: Danke für deinen Roman. Ich finde es schön, wenn man so darüber berichtet und ein Austausch statt findet. Treibholz hat nur zu treffend geschrieben, dass ich mal auf den Punkt kommen soll, was mich denn nun daran hindert an NFP. Das meine ich damit, dass man sich dann noch mehr Gedanken darüber macht und auch ehrlich zu sich sein muss.

@ Sopherl
Da hast du recht, wer weiß, ob ein unregelmäßiger Zyklus wieder zurück kommt. Ich hoffe nicht. Ich weiß auch gar nicht mehr, ob die Tage stark, normal oder wenig waren...Ich hoffe halt nur, dass ich mit der Temperatur- und Schleimauswertung nicht falsch liege, auch wenn ich weiß, dass es eine Sache der Übung ist. Gestern hatte ich ein kleines Erfolgserlebnis unter der Dusche :oops: Ich habe versucht meinen Muttermund zu ertasten (steh ja so auf myNFP wegen der Schleimauswertung) :oops: Und ich denke, ich habe ihn ertasten. Es hat sich jedenfalls so angefüllt, wie es auf den Bildern aussieht. Ein erstes Erlebnis mich besser unten rum kennen zu lernen.

@ missofie
"Doppelt hält besser" ist die richtige Aussage zu meinen Gedankengänge. Ich habe die Posts von euch mal kurz in der Mittagspause quer gelesen und frage mich jetzt auch, ob es Sinn macht. Der Gedanke, der mir noch kommt ist: Was ist wenn das Kondom reißt? Aber dafür hab ich ja die Pille noch...Ich stelle die Aussage einfach mal so in den Raum. Ich verstehe was du meinst, wenn du nicht so recht weißt, wie du deine Gedankengänge auf Papier bringen sollst. Mir ging es gerade im ersten Post auch so. Fallen ohne Angst vor den Konsequenzen hat für mich, wenn ich drüber nachdenke, zwei Richtungen. Einmal weil man eben mutig ist. Dann weil man befürchtet etwas Schlimmes passiert, so wie bei mir. Im gleichen Gedankengang habe ich überlegt, wann ich das letzte mal richtig losgelassen gelacht habe. Lange ist's her. Danke Hormone *nichtallehaben* Ich bin ebensfalls ein sehr, wie du sagst, bedachter Mensch, der eher lieber dreimal als einmal nachdenkt, aber wie sehr ist man sich dann eigentlich selber im Weg?! Respekt vor deiner Entscheidung mit dem Bungee-Sprung. Ich könnte es nicht. Zumal ich, je älter ich werde, Probleme mit der Höhe bekomme. Den Absatz mit NFP und dem Kontrollverlust musste ich mehrmals lesen und brauche, denke ich, auch noch eine Weile bis ich es verinnerlicht habe. Es gibt einen Punkt den ich nicht ganz verstehe: Sollte was schief gehen, dann kann man sich die PD (ich nehme an, das heißt die Pille dachen) besorgen. Aber das ist doch auch nicht gut oder Sinn der Sache, dass man sich dann darauf verlässt oder eine Panne wieder gut macht. Nicht falsch verstehen, sollten die Worte hart rüber. Das Argument, dass die Pille ein Medikament ist, ist gut. Das macht man sich gar nicht bewusst. Ich habe es jedenfalls nicht gemacht. 6 Jahre jeden Tag ein Medikament geschluckt. Ich stelle mir grad vor, wie 6 Jahre lang jeden Tag Aspirin, Ibo oder Antibiotika nehme, äh, die Leber bedankt sich *angst* Du musst dich nicht dafür entschuldigen wegen der langen Texte *daumendrücken* Mir hilft es meine Gedanken zu ordnen, wenn ich andere Erfahrungsberichte und Meinungen lese. Dadurch kann einiges klarer werden. *sonne*

Im Laufe des Tages habe ich mir eine Art Fahrplan zusammen gedacht. Mit meinem Freund muss ich darüber aber noch sprechen. Ausschließen mag ich ihn nicht. Ich habe jetzt meine Abbruchblutung (das hört sich schon ganz anders an wie Tage oder Periode, aber es IST eine, dass muss man sich auch mal klar machen) und noch ein Blisterpäckchen in meiner Schublade. Die werde ich noch nehmen. Während dieser Zeit informiere ich mich weiter (bin besonders gespannt auf das Arbeitsheft) und wenn meine Gedanken weiter in diese Richtung gehen ist Schluss damit. Den Frauenarzt setze ich vor vollendete Tatsachen anstatt zu fragen "Was meinen Sie" und muss dabei gleichzeitig über meinen eigenen Schatten springen. Denn ich bin jemand, der gerne alles richtig macht und sich verschiedene Meinungen einholt. Der FA wird mir nach meinem Bauchgefühl bestimmt sagen oder nahe legen, dass ich es mir überlegen soll. Aber zu dem Zeitpunkt nehme ich dann nicht mehr die Pille (wenn es bei dem Fahrplan bleibt) *ätsch* Und was der "neue" FA im Juni sagt, sehe ich ja dann. Bei dem habe ich irgendwie ein besseres Bauchgefühl. Warum weiß ich nicht, kann auch sein das es ganz anders kommt. Ich muss ganz vorsichtig und leise gestehen, dass mir der Gedanke gefällt. Aber zu viel rein interpretieren, bevor ich mehr Wissen angeeignet habe, möchte ich auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: NFP als Verhütung - Ich bin hin- und hergerissen
BeitragVerfasst: 26. Januar 2016 21:07 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 10. Januar 2016 00:06
Beiträge: 325
Huhu,

meine Einstellung zur Pille Danach vs. Pille ist die: Ja, WENN etwas daneben geht, dann habe ich dort den doppelten Boden. Für mich kommt eine SS oder ein Kind generell einfach nicht in Frage, wenn du mich heute fragst, ist meine Antwort: Nie. Vielleicht ändert es sich, aber ich werde alles tun, etwas dergleichen zu verhindern.
ABER (und hier ist der große Unterschied): Ich nehme ja auch nicht Jahrelang Tagein Tagaus eine Kopfschmerztablette (danke für den Vergleich), nur weil ich mal welche bekommen KÖNNTE. Ich nehme eine Tablette, wenn es nötig ist.
Genauso mit der Pille: Ich habe sie bzw. vergleichbare Präparate 7 Jahre lang angewendet, ohne je in die Verlegenheit gekommen zu sein, dass mir ein Unfall passiert wäre. (Hatte immer ein Kondom zusätzlich benutzt, bzw. eigentlich andersrum, die Pille war der doppelte Boden.)
Wenn die Statistik jetzt keinen fiesen Ausreißer macht, dann riskiere ich lieber, irgendwann einmal in die Verlegenheit zu kommen, mir die PD zu holen, als noch weitere Jahre womöglich unnötig präventiv die Pille zu schlucken. Und hierfür minimiere ich mein Risiko, indem ich NFP betreibe: Ich weiß dann, wann potentielle Unfälle abgefangen werden müssen und wann nicht und sogar, wann ich ohne Kondom, ohne doppelten Boden seiltanzen kann ohne Risiken zu befürchten (und da ich der Pille nie vertraut habe, war das die ganzen Jahre keine Option)...

Das ist jetzt kein Plädoyer für die PD als "reguläres" Verhütungsmittel, sondern eher eins gegen die "normale" Pille. Eigentlich auch nur eine Darstellung meiner Auffassung.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Medikamente, nur für den sinnvollen Gebrauch und die logische Anwendung. Und diese Kriterien sind für MICH persönlich mit der Pille nicht gegeben.

Ich hoffe, man versteht meine Gedankengänge.

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