Ich bin grade über ein Buch gestolpert, das sich sehr interessant anhört:
Sweetening the Pill: Or How We Got Hooked on Hormonal Birth Control von Holy Grigg-Spall. Eine deutsche Übersetzung scheint es (noch) nicht zu geben.
Hier ist der Klappentext von Amazon:
"Millions of healthy women take a powerful medication every day from their mid-teens to menopause - the Pill - but few know how this drug works or the potential side effects. Contrary to cultural myth, the birth-control pill impacts on every organ and function of the body, and yet most women do not even think of it as a drug. Depression, anxiety, paranoia, rage, panic attacks - just a few of the effects of the Pill on half of the over 80% of women who pop these tablets during their lifetimes. When the Pill was released, it was thought that women would not submit to taking a medication each day when they were not sick. Now the Pill is making women sick. However, there are a growing number of women looking for non-hormonal alternatives for preventing pregnancy. In a bid to spark the backlash against hormonal contraceptives, this book asks: Why can't we criticize the Pill?"
Deutsch (meine Übersetzung):
"Millionen von gesunden Frauen nehmen jeden Tag ein hochwirksames Medikament ein – von den Teenagerjahren bis zur Menopause: die Pille. Und nur wenige wissen, wie dieses Medikament wirkt oder kennen die möglichen Nebenwirkungen. Entgegen geläufiger kultureller Mythen beeinflusst die Pille alle Organe und Funktionen des Körpers, und dennoch betrachten die meisten Frauen sie nicht einmal als Medikament. Depression, Angstzustände, Paranoia, Wutanfälle, Panikattacken – dies sind nur ein paar der Nebenwirkungen der Pille, die die Hälfte von den 80 % aller Frauen erleiden, die diese Tabletten während ihres Lebens für eine gewisse Zeit jeden Tag schlucken. Als die Pille zugelassen wurde, konnte man sich nicht vorstellen, dass Frauen jeden Tag ein Medikament einnehmen würden, ohne krank zu sein. Nun macht die Pille Frauen krank. Es gibt jedoch eine wachsende Zahl von Frauen, die nach nicht-hormonellen Verhütungalternativen suchen. Dieses Buch möchte dazu aufrufen, hormonelle Verhütungsmittel kritisch zu hinterfragen, und geht der Frage auf den Grund: Warum ist es in unserer Gesellschaft so schwer, die Pille zu kritisieren?"
Hier ist ein Blog-Artikel, der sich mit dem Buch beschäftigt:
smashesthep über Sweetening the Pill, darin erfährt man auch noch ein bisschen mehr zum Inhalt. Außerdem wird dort auch der Blog der Autorin des Buches verlinkt:
Sweetening The Pill. Who am I when I'm not on the Pill?.
In den Kommentaren zum Blog-Artikel verlinkt eine Besucherin die Bachelor-Arbeit ihrer Tochter:
Ill-conceived History: An Analysis of the Fiftieth Anniversary of the Pill. Sie untersucht darin, wie im Zuge des 50. Jahrestags der Erfindung der Pille (2010) eine bestimmte, stark verengte historische Sicht auf diese Erfindung genutzt wurde, um in der öffentlichen Darstellung der Pille Kontroversen zu unterdrücken.