Servus,
jetz schreib ich auch mal was, hatte den Thread schon mal gelesen, aber nachdem er jetzt wiederbelebt wurde...

Hatte ab 2005 3x3 Jahre Implanon(s) drin, bis Ende März dieses Jahres.
Ich fand's damals (war 23) endgeil. Die längerfristigen hormonellen Verhütungsmittel (Pflaster, Spritze, Ring usw.) kamen damals, wenn ich mich richtig erinnere, gerade in D sukzessive auf den Markt (jedenfalls war es, glaube ich, ziemlich neu). An nichts mehr denken zu müssen und weil es eben "progressiv" war, fand ich's halt cool (mei, in dem Alter). Alle anderen bleiben bei der old school Pille und ich hatte dieses Aliendings im Arm, hab's auch jedem lachend unter unter die Nase gehalten, draufgedrückt, damit es unter der Haut so rauspiekt. Bin ziemlich offen(siv) damit umgegangen, die meisten hatte das erschreckt und fanden's widerlich (da fand ich das nur umso besser).
War auch die Einzige mit dem Implanon im Bekanntenkreis, es hatte sonst niemand. Machte mir nix, habe all die Jahre auch nie nach Erfahrungsberichten anderer Mädels gegoogelt o.ä. oder sonst irgendwie einen Austausch darüber gesucht.
Dachte immer, ich wäre die Einzige, die das insgesamt 9 Jahre drin hat. Dachte immer, dass sich kaum eine so ein langfristiges Kontrazeptivum, das auch noch semi-chirurgisch eingelegt/entfernt werden muss, öfters als einmal antut, oder jedenfalls nicht mehrfach direkt hintereinander. Jetzt find ich es umso lustiger, hier zu lesen, wieviele das 3x, gar 4x hatten.

Das 1. hatte ich auch super vertragen, oder sagen wir - ich glaube nämlich mittlerweile nicht mehr, dass ich gar keine Nebenwirkungen hatte - diese waren wohl glücklicherweise nur schwach ausgeprägt. Ich blieb fröhlich, hatte Lust und tatsächlich keine Blutung mehr, nicht mal SB, das ganze Jahr, ausser: einmal kurz ca. 3 Tage, und die kamen im 2. und 3. Jahr zum exakt gleichen Zeitpunkt wieder, hätte eine Uhr danach stellen können (das war natürlich der 2. große Pluspunkt).
Klar, dass ich gleich ein 2. Implanon legen ließ. Und da fing dann langsam die Geschichte an, dass sich unregelmäßige SB und diverse Nebenwirkungen entwickelten. Die ich damals, ausser die SB versteht sich, nicht auf das Implanon zurückführte, eben weil diese so schleichend auftreten. Wie man es eben so oft in den PostPill-Threads lesen kann - man stellt im besten Fall fest, oha da stimmt was nicht mit mir, erkennt aber die Ursache nicht; oder man nimmt gar nicht erst nicht wahr, dass mit einem nicht was stimmt. Jedenfalls hab ich da langsam Schlagseite bekommen.
Und im 3. Implanon - ich war so blöd & blind, aber halt eben ein Gewohnheitstier - bin ich quasi gesundheitlich gekentert. Hatte naiv gehofft, dass es wieder so wird wie im 1. Implanon, so ganz ohne Blutung. Stattdessen wurden die SBs stärker und dauerten leicht mal 2-3 Wochen (um dann nach höchstens 3 Wochen wieder so lange zu dauern, total irre). Ausserdem hatten sich Allergien inkl. Kreuzallergien entwickelt, ständig Erkältungen usw. Bin zwar während dieses 3. Implanons endlich "aufgewacht", aber dachte stur, das Ding war so teuer, das bleibt jetzt auch bis zum Schluss drin, das wird jetzt abgewettert.
Dieser Schluss war dann Ende März. Die Abbruchblutung kam prompt, in jenen Tagen hatte ich dann alles fürs NFP/Sensiplan gekauft und gelesen und fing dann zum Ende der Blutung gleich mit dem Messen etc. an. Hatte Glück, schon der 1. Zyklus war auswertbar und dauerte nur ca. 4 Wochen. Mittlerweile bin ich im 7. Zyklus (die sind bei mir wohl eher kurz). Teilweise entwickeln sich schon Muster (zB Schleim); teilweise gibt's immer noch Überraschungen, bspw. war im vergangenen Zyklus das Östrogenhoch total intensiv, kam mir vor, wie durch einen Hawaiiwellentunnel zu surfen, immer knapp davor, dass die Welle über mir zusammenbricht (nein, ich weiß nicht in Echt, wie das sein muss

).
Natürlich gab es auch sonst viele körperliche Veränderungen, wie viele schon in diversen Threads beschrieben haben, eigentlich sind alle positiv. Meine Mens liebe ich auch wieder, ist gottseidank eh relativ kurz, schmerzfrei und mit Cup (danke, Forum!) gleich nochmal "praktischer".
Soweit, so happy!
Yaviel, mein Gyn hatte offen zugegeben, dass er das Herausnehmen eines Implanons hasst, und berichtete von anderen Ärzten, die das einfach verweigern. :-o Er hat sich dem jedoch jedes Mal tapfer gestellt, haha. Beim 1. Mal ging's, glaube ich; beim 2. war's echt ein "Umanandagnaggl" (bay.), um nicht zu sagen Schlachtfeld (weil sich ein ziemlich robustes Gewebe drumherum gebildet hatte), beim 3. ist es ganz leicht rausgeflutscht. Ich war aber auch geduldig und hab ihn einfach machen lassen, Blut macht mir nix, da war er auch froh.
Wünsche Dir alles Gute, dass das mit dem Herausnehmen funzt, und dass Du nach der Abbruchblutung gleich mit dem Messen anfangen kannst und dass Du dann keinen 1. Monsterzyklus hast!
