Wir waren im
Popphotel.

Ich möchte euch gerne mit einem (langen

) Bericht an unserem tollen Aufenthalt teilhaben lassen.

Um die 800 km lange Anfahrt zu entzerren, haben wir eine Vorübernachtung in Salzburg eingeschoben. Dadurch waren wir am Anreisetag zeitig vor Ort und konnten den Tag noch komplett nutzen. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten würde. Denn ein Blick auf die Website ließ uns doch erahnen, dass es sich um ein etwas “anderes” Hotel handeln könnte, da ganz offen
über Sex geschrieben wird und die Zimmerausstattung doch “speziell” ist (Stichwort Pole Dance Stange).

Der Empfang im Hotel war sehr freundlich, wir bekamen zur Begrüßung ein Gläschen Sekt mit Maracuja-Aroma und haben die Formalitäten erledigt. Ich habe meine Lebensmittelunverträglichkeit bereits bei der Buchung angegeben, nach der Anreise wurde kurz bestätigt, dass die Küche darüber informiert sei. Da ich in dem Bereich schon einiges - meist negatives - erlebt habe, war ich sehr gespannt auf die Mahlzeiten. Dazu aber später mehr.
Wir wurden auch gleich auf die Superior Suite Deluxe geführt. Die Suite war in mehrere Räume aufgeteilt und mit 80 qm riesig und ich möchte sie genauer beschreiben:
Nach dem Eingangsbereich mit Garderobe schloss sich der Wohnraum mit großer, tiefer, lümmeliger Couch an (da es sich um eine Stoffcouch handelte, lag ein Bettlaken daneben, soll ja nix reinsiffen

). Ein großer Fernseher mit DVD-Player stand gegenüber der Couch - DVDs konnte man an der Rezeption ausleihen. Neben einer Sammlung regulärer Spielfilme gab es auch eine Liste mit erotischen Filmen, unterteilt in diverse Kategorien, von soft über fetisch bis anal. Ein Balkon mit gemütlicher Rattancouch lud ein, einen Kaffee in der Sonne zu genießen - eine Nespresso Maschine mit Kapseln stand zur Verfügung. Zur Begrüßung war auch eine Flasche Sekt im Kühler bereit gestellt.
Rechts vom Wohnraum ging es in den Nass-Spaß-Bereich: Hier gab es eine große Duschzelle und eine riesige freistehende Badewanne, in der wir bequem zu zweit nebeneinander Platz hatten. Eine Infrarot-Wärmekabine, ein Wasserbett und ein weiterer Balkon rundeten den Bereich ab. Den Haken an der Decke entdeckten wir erst beim zweiten Rundgang, nachdem ich eine Kiste unter dem Sideboard hervorgezogen hatte, in dem sich eine Liebesschaukel mit Deckenbefestigung befand. Eine Spaßkiste mit hochwertigen Produkten von Lelo, Tenga und Fun Factory (und My Size Kondomen) war im Preis nicht inklusive, aber eine witzige Idee und preislich völlig im Rahmen. Im Bad standen Pflegeprodukte zur Verfügung, meistens ignorieren wir die in Hotelzimmern angebotenen Produkte, da wir unsere eigenen benutzen und auf Inhaltsstoffe achten. Aber hier trennte sich zum ersten von vielen Malen die Spreu vom Weizen, denn statt übelriechender Billigseife mit fragwürdigen INCIs (wie leider in vielen anderen Hotels) gab es hier paraben- und silikonfreie Pflegeprodukte, die selbst von meiner empfindlichen Haut vertragen wurden.
Links vom Wohnbereich lag das Schlafzimmer, ebenfalls mit einem Fernseher ausgestattet und dem dritten Balkon mit Sitzmöglichkeit. Und hier im Schlafbereich war eine Pole Dance Stange befestigt. Ein Handbuch mit Workout Tipps stand ebenfalls zur Verfügung und wurde neugierig von uns beäugt. Pole Dancing ist jedoch ganz schön anstrengend, hätte ich so nicht gedacht, und für mehr als ein paar Schwünge rund um die Stange fehlte leider die Kraft. Aber wir haben viel gelacht und hatten unseren Spaß mit der Stange.
Hinter dem Schlafbereich folgte der begehbare Kleiderschrank und dahinter die Toilette mit Bidet.
Alles war sehr hochwertig eingerichtet, bis ins kleinste Detail liebevoll und stylisch dekoriert und blitzeblank sauber.

Das galt auch für den Spa-Bereich des Hotels. Hier standen 3 unterschiedliche Saunen zur Verfügung und viele bequeme Liegemöglichkeiten, dezent voneinander abgeteilt, und schöne Duschbereiche mit Rainshower etc. Der Pool und der Whirpool im Garten sind leider nur in den Sommermonaten geöffnet.
Das Hotel selbst hat keinen Fitnessbereich, man kann aber nach Voranmeldung das kleine Fitnessstudio des Schwesternhotels, das fußläufig erreichbar ist, nutzen. Das haben wir am zweiten Tag auch gemacht und das Love-Dinner abgestrampelt.
Auf das Essen waren wir sehr gespannt. Am ersten Abend bekamen wir ein 4-Gänge Kuschel-Love-Dinner serviert. Nach dem Gruß aus der Küche (Melone mit Prosciutto) folgte eine Vorspeise (Fein aufgeschnittene Barbarieentenbrust an Orangen-Trauben-Chutney, Kleines Anti-Pasti mit gegrilltem Gemüse, für

mit gehobeltem Parmesan), danach eine Suppe (Kräftige Tafelspitzessenz mit Ricotta-Grießnockerln für

, für mich mit Gemüse), der Hauptgang (wählbar aus 2 Gerichten, wir entschieden uns für die in Butter gebratene Maishuhnbrust an Rosmarinjus, für

mit sämigem Parmesanpolenta, für mich Polenta ohne Parmesan, und Prinzessbohnen im Speckmantel) und das Dessert (Rosenblüten Panna Cotta mit Bourbon Vanille, Bananencremetürmchen überzogen mit Zartbitterschokolade). Eine Karte auf dem Tisch zeigte die Menüfolge an, beim Blick Richtung Dessert fragte ich mich bereits, ob man mir die allseits beliebte “Fruit Platter” (aka ein aufgeschnittener Apfel an einer Handvoll Träubchen) servieren würde, denn milchfreie Desserts auswärts zu bekommen ist auch heutzutage noch leider ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden und auch hier trennte sich Spreu von Weizen: mir wurde ein milchfreies Tiramisu und Sorbet, garniert mit frischen tropischen Früchten serviert. Ich war im Desserthimmel angekommen.
Am zweiten Abend wurde uns ein Luxus-Love-Fondue serviert. Die Idee fanden wir richtig klasse. Nach dem Gruß aus der Küche (Datteln im Speckmantel mit Grissini) folgte eine Vorspeise (Roastbeef vom Weiderind an Sauce Cumberland, Wan Tan Röllchen gefüllt mit Asiagemüse und süß-saurem Chilidip) und anschließend das Fondue Chinoise mit dreierlei Sorten Fleisch (Puten-, Rind- und Schweinefilet), Garnelen, jede Menge frisches Gemüse, Tofu, Nussbraten, Beilagen bestehend aus Ofenkartoffeln, Reis und noch mehr Gemüse sowie 6 verschiedene Soßen und Dips. Davon waren 4 extra angepasst auf meine Bedürfnisse, bei den beiden anderen entschuldigte sich der Kellner ganz lieb, dass ich das nicht essen könnte, aber sie hätten leider keine schmackhafte Möglichkeit zum Anpassen gefunden. Nach dem Fondue folgte wieder ein Dessert und auch heute wurde ich nicht enttäuscht. Ich bekam statt des Curcuma Grießflammerie ein Schokoküchlein, die mit Johannesbeermousse garnierte Schokoladenmousse wurde mir in einer milchfreien Variante angeboten.
Das Frühstücksbuffet, zum größten Teil in Bio-Qualität, war so ausgiebig und mit allem bestückt, was das Herz begehrt. Viele Sorten Brot und Gebäck, viele Sorten Wurst und Käse, frisches Obst und Gemüse, selbst gemachte Aufstriche, Joghurt (auch Soja), Sekt, Lachs, viele Sorten Marmelade, frisch gepresste Säfte etc. pp. Diverse Eispeisen waren auch im Angebot, auch hier wieder Spreu und Weizen, denn diese wurden nicht in Wärmebehältern auf dem Buffet dargereicht, sondern frisch in der Küche nach Wunsch zubereitet und serviert. Ebenso die Kaffeespezialitäten, die in einer Siebträgermaschine bereitet wurden und nicht per Knopfdruck aus dem Automaten sudelten.
Das Ambiente im Hotel war sehr freundlich und offen. Die allgemeinen Bereiche sind wie in jedem anderen Hotel gehalten, die Unterschiede liegen klar in der individuellen Zimmerausstattung. Wir haben uns sehr wohl und Willkommen gefühlt, alles ausgiebig ausprobiert und genutzt.

Es war schon Luxus pur, und wir haben an den Tagen die Seele baumeln und es uns einfach gut gehen lassen, den Stress des letzten Jahres für ein kleines Weilchen vergessen und einfach nur eine kuschelige Zweisamkeit genossen.

Wir können das Hotel sehr empfehlen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich für diese tollen und entspannten Tage bei allen bedanken, die den Aufenthalt möglich gemacht haben.
Danke für das Gewinnspiel und diesen phantastischen Gewinn, liebe Jasmin und lieber Holger, vielen Dank an das komplette Team vom NFP-Forum, lieben Dank an Mr.MY.SIZE und an das Team vom Kuschelhotel.
Hier noch ein paar Fotos, die

gemacht hat. Ein *klick* drauf vergrößert das Bild.


