Zitat:
Und da hab ich die Befürchtung dass die da sehr genau nachfragen worum es sich handelt, eben weil es mit meinem Beruf nichts zu tun hat und sie nicht wissen worum es sich handelt. Oder sie informieren sich selbst und denken sich ihren Teil.
Deswegen würde ich mir vorher sehr genau überlegen, wie ich das am Geschicktesten formulieren könnte & die Leut' frühzeitig in die entsprechende Assoziation lenken.
Also, wenn Du die Ausbildung z.B. anführst, weil Du damit ausdrücken möchtest, dass Du Verantwortung für Dich & Deine Mitmenschen übernimmst, würd' ich das von vornherein entsprechend firmieren lassen. Also z.B. "Tätigkeit im Bereich der Erwachsenenbildung: Ausbildung zur Verhütungsberaterin nach sensiplan (R)." Und dann im Vorstellungsgespräch konsequenterweise auch darauf abheben, dass Du gerne Wissen vermittelst, Gruppen führst & komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich darstellst.
Oder, wenn Du damit eher soziales Engagement unterstreichen möchtest, dann vorneweg gleich "Soziales Engagement:" & dann eben wieder die Verhütungsberatung, nur dann im Vorstellungsgespräch vielleicht eher den Einsatz für das Selbstbestimmungsrecht der Frau hervorheben.
Oder Du zeigst, dass Du Dich auch über den juristischen Tellerrand hinaus z.B. mit medizinischen Dingen beschäftigst. Dann würd' ich's aber auch von vornherein unter "Weitere Qualifikationen" o.ä. laufen lassen & dann im Vorstellungsgespräch betonen, dass die Juristerei zwar Dein Kerngeschäft ist, Du aber "trotzdem" ein waches Auge auf die Welt um Dich herum hast.
Weißt wie ich mein'? Also, zuerst musst Du Dir überlegen, was die Ausbildung für Dich bedeutet & was Du damit einem potentiellen Chef gegenüber aussagen möchtest. Und dann ziehst Du die Bewerbung so auf, dass die nfp-Ausbildung das Ganze logisch untermauert.
Ganz ohne Plan, wie Du das im Vorstellungsgespräch erläutern möchtest, würd' ich das in die Bewerbung nicht aufnehmen. Da wär' mir das Risiko zu groß, dass genau das passiert, was Du befürchtest: dass sich eben jeder vogelwild seinen Teil dazu denkt.
Und ich muss Dir gestehen, dass sogar ich - so ich denn die Ausbildung hätte - vorsichtig wär', das in meine Bewerbung aufzunehmen. Weil ich leider auch in meinen Kreisen die Erfahrung machen musste, dass alles außer Pille & Spirale als nicht wirklich sichere Verhütung angesehen wird. Im Klartext: wenn ich mal in die Gynäkologie wechseln sollte oder für ein Frauenhaus arbeiten möchte, würd' ich's anführen. Und sonst würd' ich's lassen. Ich persönlich find's allerdings auch nicht schlimm, wenn man so kleinere Sachen nicht mehr unbedingt alle aufführt. Meinen Sanitätshelferschein oder meine Tätigkeit als Klassenbuchführerin kram ich z.B. auch nicht mehr hervor. Mir persönlich ist es da wichtiger, dass die Bewerbung insgesamt ein rundes Bild ergibt & dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man Unwichtiges aussortieren kann. Du verheimlichst ja keine Lücke im Lebenslauf oder versuchst sonstwie jemand hinter's Licht zu führen.
Aber vielleicht gibt's hier ja jemand, der das schonmal in einer Bewerbung aufgeführt hat & Dir von ihren Erfahrungen berichten kann

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