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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 15:15 
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Mila Ayuhara hat geschrieben:
Könnt ihr die Studie vllt. mal verlinken?
*SteffiHerz* hat geschrieben:
Die Studie wurde hier mal im Forum verlinkt, weiß aber leider nicht mehr wo.
Meint ihr diese hier??

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Uschi --> unterwegs mit #1 (6/2018) und #2 (6/2022)


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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 15:58 
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Kurven-Rätslerin

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ja, genau *daumenhoch*

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 16:12 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 819
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Ah Uschi vielen Dank. :-) Habe hier auch eine ZF der "postkoitalen Kontrazeptiva" gefunden, die in demselben Thread verlinkt war. Werde mir das heute mal durchlesen und dann weiter überlegen, wie ich in Zukunft verfahren möchte.

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Mila kurvt verhütend nun schon im 9. Frauenjahr: Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 16:45 
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Hochlagenjunkie

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Genau die, Uschi. Danke! *sonne*


Mich wundert immer wieder, dass die ellaOne den Levonorgestrel-Präparaten in vielerlei Hinsicht so haushoch überlegen sein soll - diese aber bis max. 36 h vor dem ES noch was ausrichten können sollen, während bei der ellaOne diesbzgl. schon (24-)48 h vorher Schluss sein soll! :shock:
Gehn wir mal sicherheitshalber von 48 h aus.
Das sind zwar erstmal "nur" 12 h ... aber ich wage zu behaupten, dass gerade diese paar Stunden immer wieder mal entscheidend sein werden ...

Wenn man auf der sicheren Seite sein will, müsste man mit Levonorgestrel 2, mit der ellaOne 2,5 Tage vom ES entfernt bleiben, damit die noch was ausrichten können.
Genau deshalb meide ich die hochfruchtbare Zeit, was GV betrifft. Manche halten es sicher für total übertrieben, aber vielleicht kann man´s in Anbetracht dieser Studie besser verstehen. *ko*

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 16:53 
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Das original Zitat aus dem Thread ist ja:
Marie36 hat geschrieben:
Levonorgestrel (PiDaNa) hemmt die LH-Ausschüttung, allerdings nur dann, wenn das LH noch nicht angestiegen ist. Sie wirkt also nur wenn man sie mind. 36 Stunden vor dem Eisprung nimmt, Ulipristal (EllaOne) hemmt die LH-Ausschüttung auch noch dann, wenn der Anstieg bereits begonnen hat aber der Spiegel noch gering ist. 24-48 Stunden vor dem Eisprung ist aber auch sie wirkungslos ("In contrast, in the cycles in which the UPA treatment took place on the day of the LH peak, when a significant rise in P had already occurred, follicle rupture followed within 24–48 h").
http://dx.doi.org/10.1093/humrep/deq157

Ich hab mir jetzt den verlinkten Artikel noch mal genauer angeguckt und ich glaube, dass die Schlussfolgerung, die hier gezogen wird schlichtweg falsch ist und die Übersetzung des Zitats nicht richtig ist *kopfkratz* Der ganze Abschnitt heißt so:
http://dx.doi.org/10.1093/humrep/deq157 hat geschrieben:
Our results show that the ability of UPA to interfere with follicular rupture appears to depend on when the drug is administered in relation to LH levels. When administered before the onset of the LH surge, UPA delayed the LH peak and follicular rupture in all cycles; when administered after onset of the LH surge but before the LH peak, the magnitude of the effect was still significant. In contrast, in the cycles in which the UPA treatment took place on the day of the LH peak, when a significant rise in P had already occurred, follicle rupture followed within 24–48 h with the exception of one woman who exhibited a luteinized unruptured follicle.

Die Aussage über Levonogestrel stimmt, das wirkt nur, wenn LH noch nicht steigt. Ulipristal kann noch bis zum LH-Peak "eingreifen", danach nicht mehr. Und die zitierte Aussage aus dem Artikel gibt eben das wieder: Wenn EllaOne am Tag des Peaks genommen wird, findet trotzdem innerhalb von 24-48h ein Eisprung (follicle rupture) statt. Da steht aber nirgendwo, dass die Gabe von EllaOne 24-48h vor dem Eisprung wirkungslos ist! NFP heute sagt, dass der Eisprung 9-24h nach dem LH peak stattfindet, der erste signifikante Anstieg des Hormons ist 24-36h vor Eisprung (Seite 20, 5. Auflage). Heißt, dass Ulipristal theoretisch noch 12h länger einen Eisprung verhindern kann als Levonorgestrel. In der Anwendung helfen einem diese 12h vermutlich vermutlich auch nicht sooo viel, weil man nicht auf die Stunde genau den LH Peak kennt, aber die Aussage über die ihr hier redet beruht echt auf einem bösen Übersetzungfehler :!:

Edit:
Cellissima hat geschrieben:
Mich wundert immer wieder, dass die ellaOne den Levonorgestrel-Präparaten in vielerlei Hinsicht so haushoch überlegen sein soll - diese aber bis max. 36 h vor dem ES noch was ausrichten können sollen, während bei der ellaOne diesbzgl. schon (24-)48 h vorher Schluss sein soll!
Genau so ist es eben nicht, sondern anderes herum - siehe meine Ausführung oben :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 17:03 
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Kurven-Rätslerin

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So hatte ich das auch verstanden :-)
Allerdings ändert das für mich nichts daran, dass ich mich nie auf die PD verlasse würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2014 17:06 
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Hochlagenjunkie

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Uschi2407 hat geschrieben:
Die Aussage über Levonogestrel stimmt, das wirkt nur, wenn LH noch nicht steigt. Ulipristal kann noch bis zum LH-Peak "eingreifen", danach nicht mehr. Und die zitierte Aussage aus dem Artikel gibt eben das wieder: Wenn EllaOne am Tag des Peaks genommen wird, findet trotzdem innerhalb von 24-48h ein Eisprung (follicle rupture) statt. Da steht aber nirgendwo, dass die Gabe von EllaOne 24-48h vor dem Eisprung wirkungslos ist! NFP heute sagt, dass der Eisprung 9-24h nach dem LH peak stattfindet, der erste signifikante Anstieg des Hormons ist 24-36h vor Eisprung (Seite 20, 5. Auflage). Heißt, dass Ulipristal theoretisch noch 12h länger einen Eisprung verhindern kann als Levonorgestrel. In der Anwendung helfen einem diese 12h vermutlich vermutlich auch nicht sooo viel, weil man nicht auf die Stunde genau den LH Peak kennt, aber die Aussage über die ihr hier redet beruht echt auf einem bösen Übersetzungfehler :!:



Ich hatte nur die Übersetzung in dem verlinkten Thread gelesen. :oops:
Hm, aber in der Anwendung hilft es einem, wie Du schon sagst, sehr wenig. *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 00:51 
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Kurven-Rätslerin

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Hmm, also ich hab mir jetzt mal das oben verlinkte Paper Postkoitale Kontrazeption - Gemeinsame Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF) e.V. und des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF) e.V. angeschaut.

1. Warum ist das bunt eingefärbt? ^^

2. Gar nicht schlecht geschrieben, ich habe schon schlimmeres gesehen, die fehlenden Quellen an manchen Stellen sowie die Färbungen wundern mich aber schon.

3. Zum Thema Übergewicht und PiDaNa zitiere ich mal den wichtigen Abschnitt:
Zitat:
4.5 Übergewicht
Bei Frauen mit einem erhöhtem BMI nimmt die kontrazeptive Sicherheit ab, wie die Studie von Glasier et al., (2011) 135 zeigte (Tab. 6). Danach ist das Risiko einer Schwangerschaft für übergewichtige Frauen mehr als dreifach erhöht im Vergleich zu Frauen mit einem normalem Body Mass Index (odds Ratio (OR), 3,60, 95% Konfidenzintervall (CI), 1,96-6,53; < 0.0001), unabhängig davon ob sie Levonorgestrel (LNG) oder Ulipristalacetat (UPA) eingenommen hatten. Für übergewichtige Frauen lag das Risiko unter Levonorgestrel höher (OR, 4,41; 95% CI, 2,05-9,44, p = 0,0002) als unter UPA (OR 2,62, 95% CI, 0,89-7,00; ns). Für LNG und UPA steht das Schwangerschaftsrisiko im Zusammenhang mit dem Zyklustag, an dem der Geschlechtsverkehr stattfand. Frauen, die GV am Tag vor dem geschätzten Tag des Eisprungs hatten, haben ein vierfach erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaft (OR, 4,42; 95% CI, 2,33-8,20; < 0,0001), verglichen mit Frauen, die Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Fenster hatten. Bei beiden Methoden wurden Frauen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr nach der Anwendung von ECs hatten, häufiger schwanger als jene ohne weiteren ungeschütztem GV im gleichen Zyklus (OR, 4,64; 95% CI, 2,22-8,96, p =0.0002).

Fazit: Obgleich Glasier et al. (2011) in England empfiehlt, dass man Frauen, die GV zum Zeitpunkt des Eisprung haben, idealerweise eine Kupfer-Intrauterinpessar anbieten sollte (Cave: "off-label; siehe "Spirale danach"), glauben die Autoren dieser Stellungnahme für Deutschland, dass man bei GV innerhalb des fertilen Fensters eher Ulipristalacetat als Levonorgestrel einsetzen sollte. Das gleiche trifft für adipöse Frauen mit einem BMI > 25 kg/m2 zu, denen die o.g. Autoren eher ein Intrauterinpessar oder UPA anbieten würden. Die "off-label" Anwendung von 2 Tabletten UPA (a 30 mg) bei stark adipösen Patienten muss man im Einzelfall in Erwägung ziehen. Bis 200 mg/Tag wurde UPA bei toxikologischen Untersuchungen ohne wesentliche zusätzliche Nebenwirkungen toleriert (Literatur ??). Eine Ausnahme stellen vielleicht übergewichtige Multipara (ohne Kontraindikationen für eine IUD-Einlage) mit dem Wunsch nach einer Langzeitkontrazeption dar, die zum Zeitpunkt des Eisprungs GV hatten. Alle Frauen sollten angewiesen werden, eine wirksame Empfängnisverhütung unmittelbar nach der Anwendung der "Pille danach" zu beginnen.

Mich stört die fehlende Literaturangabe an genau der wichtigen Stelle *ko* .

Ich hab ja schon 4kg abgenommen, aber zaubern kann ich leider auch nicht :-(

Mal abgesehen von dem Übergewichtsproblem würde ich für mich persönlich ein "IUP danach" ausschließen, die PiDaNa habe ich mit 16 schonmal genommen und hatte nur Zwischenblutungen als Nebenwirkungen und ich bin nicht schwanger geworden, deshalb wird das vermutlich mein Notanker sein, sollte mal wirklich was passieren. Allerdings sind meine Eisprünge relativ gleichmäßig und auch meine Zykluslänge ist recht stabil, sodass ich das je nach Situation und Zyklustag entscheiden werde.

Bisher fahren wir aber mit den MySize Gummis sehr gut und hatten erst eine Panne, die wir sofort bemerkten, dass ich gar nicht sooo große Befürchtungen habe, dass das Gummi reißt ( *daumendrücken* ), aber man muss sich ja am besten schonmal vorher Gedanken machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 01:15 
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Ich hab jetzt noch folgenden Link gefunden bzgl Notfallverhütung.

Ich lese aber erst morgen genauer rein, bin gerade von der Arbeit gekommen und werde mich ins Bett begeben - eventuell gucke ich noch mal ob in irgendeinem meiner Bücher was dazu steht (was ich aber nicht glaube, da eher allgemein gehalten)

EDIT: wo ist mein Post hin?! naja egal: ich werde wohl auch zu Enthaltsamkeit in der hochfruchtbaren Zeit (so ungefähr 8 Tage vor der frühesten ehM) übergehen.... IUP will ich momentan einfach nicht und das Risiko einer nicht wirkenden PiDaNa will ich nicht eingehen. *angst*

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Liebe Grüße von Samson, die seit Zyklus 131 wieder zur Verhütung durch die Gegend kurvt. *messen*


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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 07:42 
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Honigkatze hat geschrieben:
Warum ist das bunt eingefärbt? ^^
Honigkatze hat geschrieben:
Mich stört die fehlende Literaturangabe an genau der wichtigen Stelle
Für mich sieht es so aus, als ob das eine "Arbeitsversion" des Artikels ist (Dokumentname heißt ja auch "final"), der tatsächlich veröffentlichte ist nämlicher dieser. Und da fehlen genau die Abschnitte, die farbig markiert sind. Zum Übergewicht steht gar nichts mehr drin. Wahrscheinlich ist zu dem Zeitpunkt, als der Artikel geschrieben wurde (ist ja auch schon 3 Jahre alt) nicht genug über den BMI/Pille-Zusammenhang bekannt, so dass sie das wegen der fehlenden Quellen nicht mit aufgenommen haben....

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 09:45 
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Hochlagenjunkie

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Honigkatze hat geschrieben:
Zum Thema Übergewicht und PiDaNa zitiere ich mal den wichtigen Abschnitt:
Zitat:
4.5 Übergewicht
Bei Frauen mit einem erhöhtem BMI nimmt die kontrazeptive Sicherheit ab, wie die Studie von Glasier et al., (2011) 135 zeigte (Tab. 6). Danach ist das Risiko einer Schwangerschaft für übergewichtige Frauen mehr als dreifach erhöht im Vergleich zu Frauen mit einem normalem Body Mass Index (odds Ratio (OR), 3,60, 95% Konfidenzintervall (CI), 1,96-6,53; < 0.0001), unabhängig davon ob sie Levonorgestrel (LNG) oder Ulipristalacetat (UPA) eingenommen hatten. Für übergewichtige Frauen lag das Risiko unter Levonorgestrel höher (OR, 4,41; 95% CI, 2,05-9,44, p = 0,0002) als unter UPA (OR 2,62, 95% CI, 0,89-7,00; ns). Für LNG und UPA steht das Schwangerschaftsrisiko im Zusammenhang mit dem Zyklustag, an dem der Geschlechtsverkehr stattfand. Frauen, die GV am Tag vor dem geschätzten Tag des Eisprungs hatten, haben ein vierfach erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaft (OR, 4,42; 95% CI, 2,33-8,20; < 0,0001), verglichen mit Frauen, die Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Fenster hatten. Bei beiden Methoden wurden Frauen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr nach der Anwendung von ECs hatten, häufiger schwanger als jene ohne weiteren ungeschütztem GV im gleichen Zyklus (OR, 4,64; 95% CI, 2,22-8,96, p =0.0002).

Fazit: Obgleich Glasier et al. (2011) in England empfiehlt, dass man Frauen, die GV zum Zeitpunkt des Eisprung haben, idealerweise eine Kupfer-Intrauterinpessar anbieten sollte (Cave: "off-label; siehe "Spirale danach"), glauben die Autoren dieser Stellungnahme für Deutschland, dass man bei GV innerhalb des fertilen Fensters eher Ulipristalacetat als Levonorgestrel einsetzen sollte. Das gleiche trifft für adipöse Frauen mit einem BMI > 25 kg/m2 zu, denen die o.g. Autoren eher ein Intrauterinpessar oder UPA anbieten würden. Die "off-label" Anwendung von 2 Tabletten UPA (a 30 mg) bei stark adipösen Patienten muss man im Einzelfall in Erwägung ziehen. Bis 200 mg/Tag wurde UPA bei toxikologischen Untersuchungen ohne wesentliche zusätzliche Nebenwirkungen toleriert (Literatur ??). Eine Ausnahme stellen vielleicht übergewichtige Multipara (ohne Kontraindikationen für eine IUD-Einlage) mit dem Wunsch nach einer Langzeitkontrazeption dar, die zum Zeitpunkt des Eisprungs GV hatten. Alle Frauen sollten angewiesen werden, eine wirksame Empfängnisverhütung unmittelbar nach der Anwendung der "Pille danach" zu beginnen.



Das ist heftig. Ich würde mir nicht 2 dieser Hormonbomben auf einen Schlag geben wollen. :shock:
Ich hatte bei der 1 Pille schon alle möglichen Nebenwirkungen und möchte mir nicht ausmalen, wie die bei doppelter Dosis ausgefallen wären...

Also unterscheiden die Autoren zw. der doppelten Gabe zur selben Zeit und sonstiger zweimaliger Einnahme? -Denn es heisst ja bspw. immer, dass man sie nicht 2x im selben Zyklus nehmen sollte.
Schade, dass da an der entscheidenden Stelle Nachweise fehlen.

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 17:34 
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Kurven-Rätslerin

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Uschi2407 hat geschrieben:
Honigkatze hat geschrieben:
Warum ist das bunt eingefärbt? ^^
Honigkatze hat geschrieben:
Mich stört die fehlende Literaturangabe an genau der wichtigen Stelle
Für mich sieht es so aus, als ob das eine "Arbeitsversion" des Artikels ist (Dokumentname heißt ja auch "final"), der tatsächlich veröffentlichte ist nämlicher dieser. Und da fehlen genau die Abschnitte, die farbig markiert sind. Zum Übergewicht steht gar nichts mehr drin. Wahrscheinlich ist zu dem Zeitpunkt, als der Artikel geschrieben wurde (ist ja auch schon 3 Jahre alt) nicht genug über den BMI/Pille-Zusammenhang bekannt, so dass sie das wegen der fehlenden Quellen nicht mit aufgenommen haben....
Ahh, ich hätte vielleicht auch mal googlen sollen :oops: . Danke für die Aufklärung! Dann sollte man den Abschnitt vermutlich mit Vorsicht genießen...

Cellissima hat geschrieben:
Das ist heftig. Ich würde mir nicht 2 dieser Hormonbomben auf einen Schlag geben wollen. :shock:
Ich hatte bei der 1 Pille schon alle möglichen Nebenwirkungen und möchte mir nicht ausmalen, wie die bei doppelter Dosis ausgefallen wären...

Also unterscheiden die Autoren zw. der doppelten Gabe zur selben Zeit und sonstiger zweimaliger Einnahme? -Denn es heisst ja bspw. immer, dass man sie nicht 2x im selben Zyklus nehmen sollte.
Schade, dass da an der entscheidenden Stelle Nachweise fehlen.
Hast du also mal eine UPA PiDaNa genommen? Ich hatte mit LNG keinerlei Beschwerden, wie gesagt.

Ich muss aber sagen, dass mich die Angabe von der von Samson zitierten NEWS MESSAGE in kg gewaltig nervt. Man kann doch nicht pauschal eine absolute Gewichtsangabe als Grenze nennen, unabhängig von Körpergröße und Körperfettanteil. Wie gesagt, mit 1,90m Körpergröße hat man bei 80 kg einen super BMI von 22. Das haut doch überhaupt nicht hin! *zunge* Zudem wiegen Muskeln mehr als Fett, also haben Sportlerinnen laut der "Warnung" auch die A***karte? Irgendwie ist mir das zu unwissenschaftlich ...

Was mich auch stört ist, dass mein *mann* sich das alles gar nicht genau durchlesen will. Er meinte zwar, dass das ziemlich schlecht ist, aber sonst nur "wieso wurde das nicht schon viel früher rausgefunden?? Das ist komisch!". Das hilft mir aber auch nicht weiter,... und ich finde, das Argument zieht nicht *ko* .

Ich frage mich nur, ob ich in der Fruchtbaren Zeit, also rund um den ES überhaupt noch Sex haben kann, ohne mir tausend Gedanken zu machen *angst*

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 17:55 
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Honigkatze hat geschrieben:
Hast du also mal eine UPA PiDaNa genommen? Ich hatte mit LNG keinerlei Beschwerden, wie gesagt.



Ja, Mitte Dezember musste ich sie wg. ner Verhütungspanne nehmen.
Vor Jaaaahren 1x die mit Levonorgestrel, da hatte ich auch keinerlei Nebenwirkungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 19:25 
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Honigkatze hat geschrieben:
ch muss aber sagen, dass mich die Angabe von der von Samson zitierten NEWS MESSAGE in kg gewaltig nervt. Man kann doch nicht pauschal eine absolute Gewichtsangabe als Grenze nennen, unabhängig von Körpergröße und Körperfettanteil. Wie gesagt, mit 1,90m Körpergröße hat man bei 80 kg einen super BMI von 22. Das haut doch überhaupt nicht hin! Zudem wiegen Muskeln mehr als Fett, also haben Sportlerinnen laut der "Warnung" auch die A***karte? Irgendwie ist mir das zu unwissenschaftlich ...
Ich kann dir da nur zustimmen. Ich habe gerade auch noch mal auf der von Samson verlinken Seite gesurft und muss sagen, dass ich überhaupt nicht verstehe, auf welchen Studien genau diese Aussage basiert. Sie beziehen sich ja auf eine Metaanalyse von 2011, die ist aber nicht verlinkt oder als konkrete Quelle angegeben. Das findet sich auch nicht auf den ursprünglichen französischen Seiten, die angegeben sind. Metaanalysen sind ja eigentlich dafür da unterschiedliche Studien miteinander zu vergleichen. Heißt, es muss entsprechend viele Originalpaper geben, die auch schon diesen Zusammenhang absolutes Gewicht versus PiDaNa Wirkung untersucht haben *kopfkratz*
Ich habe eine Nachricht in amerikanischen Medien gefunden, die sich mit der gleichen Info beschäftigt. Interessant sind auch die Kommentare drunter. Wir sind nicht die einzigen, die sich über die absolute Gewichtsangabe wundern ;-) Die geben diese Studie an, in der mit keinem Wort absolutes Gewicht erwähnt wird, sondern immer nur BMI. In dem ursprünglichen Bericht sagen sie:
Zitat:
HRA Pharma began investigating the need to change Norlevo's label after Anna Glasier, a professor of obstetrics and gynecology at the University of Edinburgh, published research in 2011 showing emergency contraceptive pills that use levonorgestrel are prone to fail in women with a higher body mass index. In an email, Karina Gajek, a spokeswoman for HRA Pharma, says that by December 2012, the company had reviewed clinical data on its own and requested permission from a European Union governing body to update its product information.
Das hört sich für mich so an, als ob das Unternehmen, das die besagte PiDaNa herstellt auf eigene Faust Studien (die womöglich noch gar nicht veröffentlicht sind) zusammengefasst/analysiert hat und daraus die Schlussfolgern über das absolute Gewicht zieht.

Unterm Strich würde ich mich durch die Information nicht so sehr verunsichern lassen *freunde* Dass hormonelle Präparate bei sehr übergewichtigen Menschen anders/abgeschwächt wirken können, ist bestimmt richtig. Aber der Verstand sagt uns doch allen, dass die absolute Gewichtsangabe eine schwer nachvollziehbarer Parameter ist und oben drauf sind die Quellen irgendwie undurchsichtig.
Honigkatze hat geschrieben:
Ich frage mich nur, ob ich in der Fruchtbaren Zeit, also rund um den ES überhaupt noch Sex haben kann, ohne mir tausend Gedanken zu machen
Kommt für dich denn eventuell ein Dia als doppelte Absicherung zum Kondom in der hochfruchtbaren Phase in Frage? (die Diskussion gab's in diesem Thread ja immer wieder, weiß aber nicht mehr wie deine Meinung dazu war)

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: CDV - Club der Verhüterinnen
BeitragVerfasst: 4. Februar 2014 20:38 
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Kurven-Rätslerin

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Vermutlich bin ich im Moment aber trotzdem zu speckig, aber ich arbeite daran... ist ja auch allgemein gesünder, ohne Extrakilos und Fettröllchen rumzulaufen ;-)

Anfangs hatte ich über ein Dia nachgedacht, aber irgendwie sagt es mir doch nicht so richtig zu. Erstmal ist das ja schon aufwändiger als einfach kurz n Gummi abzurollen und außerdem stößt mein *mann* beim Sex an meinen Mumu, was vor allem in der Zyklusmitte ein ziemlich gutes Gefühl für mich ist ;-) Darauf möchte ich eigentlich nicht verzichten. Und dann sind da noch Sachen wie Unbequemlichkeit, dass das Dia halt noch länger nach dem Sex in mir bleiben muss und ich nicht genau weiß, ob ich mit den Diagelen gut klar komme...

Keine Ahnung, mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie, dass es zu umständlich für mich ist *nixweiss*

Außerdem sind Gummis ja eine an sich sichere Barriere und die zwei Mal, die mir in den vergangenen 10 Jahren ein Gummi gerissen ist, waren Anwendungsfehler:

Einmal durch absolute Billigkondome der Marke Vulkan von Schlecker...so dünn, dass man die kaum aufblasen konnte. Ich war dumm und 16...nie wieder! Das war dann auch das LNG PiDaNa Mal...

Und dann letztes Jahr dank WeVibe in mir beim Sex, da reichte meine Feuchtigkeit wohl nach ner Zeit nicht mehr ganz aus und *mann* rieb mit seinem besten Stück am WeVibe und so riss das Gummi. Das bemerkten wir aber sofort und er war noch weit vom Orgasmus entfernt, deshalb keine PiDaNa. War auch IMHO nicht sehr nahe am ES.

Ansonsten klappt es wunderbar mit Kondomen. Mein *mann* hat auch keine Probleme mit Gummis... ich vertraue denen eigentlich schon sehr. Man sieht ja vor allem, wenn es versagt und kann sofort die PiDaNa besorgen.

Wir nehmen den WeVibe jetzt halt nur noch außerhalb der heißen Zeit und im Falle eines Falles wird die PiDaNa genommen und gehofft, dass sie auch mit Speckrollen wirkt. *yoga*

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