Ich entstaube mal diesen Thread, da genau zu diesem Thema bei mir grade eine Frage aufgekommen ist.
Bin gerade am Durchforsten von
"NFP Heute" (5. Auflage, S. 110 f.) auf folgende Passage gestoßen:
Zitat:
Ovulationszeitpunkt und Temperaturkurve
In der Untersuchung von Gnoth et al. fand der Eisprung in 53% der Fälle 1 oder 2 Tage vor dem Temperaturanstieg statt, in weiteren 27% am Tag der ersten höheren Messung selbst. Barbato und Pravettoni bestätigten diese Schwankungsbreite mit 84% der Ovulationen in diesem Zeitraum. In beiden Untersuchungen fanden sich auch noch einige Ovulationen am Tag der 2. höheren Temperaturmessung.
[zwei neuere Studien wurden von den Autoren aufgrund methodischer Fehler/Unzulänglichkeiten ausgeschlossen].
Es folgt eine Abb. "
Wo liegt die Ovulation auf der Basaltemperaturkurve" (bzgl. o.g. Studien).
Dabei zeigt sich, dass die meisten Ovulationen auf den Tag vor der 1. hM fallen (33% bzw. 29%), gefolgt vom Tag der 1. hM (31% bzw. 27%), 2. hM (7% bzw. 11%). Bei beiden Untersuchungen finden 0% aller Ovulationen am Tag der 3. hM statt.
Die restlichen % fallen auf die restlichen 3 Tage vor der 1. hMDies ist ja insofern nur logisch, da der nach der Ovulation kollabierte Follikel sich in den Gelbkörper umwandelt, der nun verstärkt Progesteron abgibt, was wiederum den Temperaturabstieg herbeiführt. Dessen Intensität ist wiederum von der Menge an abgegebenem Progesteron abhängig.
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So, nun meine Fragen:
- kennt jemand weitere seriöse Studien, die den Zusammenhang von Basaltemperatur und Ovulation untersuchen?V.a. würde mich dabei interessieren, ob das
Verhältnis der Menge an Progesteron vor und nach der Ovulation im Zusammenhang damit steht, ob einzelne Ovulationen auch am Tag der 3.hM stattfinden (könnte mir das z.B. bei einem flachen Temperaturanstieg gut vorstellen).
-
Wertet hier jemand nach den Regeln der Temperaturmethode aus? (den Thread von Staubwolke habe ich nicht gefunden)Der Logik von oben folgend sollte das alleinige Symptom der Temperaturveränderung TL zu HL (beruhend auf dem Verhältnis der Progesteronmenge) bei genügend großem Unterschied der Temperaturniveaus auch allein sicher auswertbar sein, oder?
(Regel: Anstieg < 48h UND 3 aufeinanderfolgende Werte mind. 0,2° über den Werten der vergangenen 6 Tage
-Nfp Heute, S.129)
- Kennt ihr Studien oder Erfahrungsberichte bzgl. des Auswertens mit alleinigem Beobachten der Basaltemperatur (ohne Schleim- und Zervixbeobachtung), wobei sich die Regeln für die Temperatur nach der STM richten?_______________________
So, ich würde mich tierisch freuen, wenn ich ein paar Gedankenansätze/Meinungen/Erfahrungen/Studien von euch bekomme!
Um Fragen vorzubeugen: ich möchte weiterhin regelkonform nach der STM auswerten und keine Werbung für unkonformes Auswerten machen, mich interessiert einfach der Zusammenhang! Und für die Zukunft (abhängig davon, was ich mir noch an Infos diesbezüglich aneigne) könnte ich mir auch die Auswertung nach der Temperaturmethode vorstellen... Desweiteren bin ich mir darüber im Klaren, dass man aus 2 Studien noch keine allgemeingültige Regel herleiten kann, deswegen meine Fragen hier.
