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 Betreff des Beitrags: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 3. November 2012 17:34 
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NFP-Gräfin

Registriert: 29. Mai 2007 11:57
Beiträge: 3548
Wohnort: Weißwurst-Äquator
NFP seit: August 2008
habe leider momentan keine bessere Quelle:
http://web.de/magazine/gesundheit/krankheiten/16572658-magazin-600-frauenaerzte-betrug-verwickelt.html#.A1000107

Da bleibt einem wirklich mal wieder die Spucke weg :shock: jetzt verkaufen sie schon nicht hormonelle Verhütungsmittel, die in Deutschland nicht zugelassen sind.

_________________
Miriam mit ✪ (11/2015) im Herzen und Mini-Jungen (11/2016, 31. SSW)
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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 3. November 2012 20:28 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 4. Juli 2011 20:25
Beiträge: 110
NFP seit: Juli 2011
http://www.focus.de/gesundheit/news/medikament-nicht-zugelassen-millionen-betrug-frauenaerzte-verkauften-illegal-verhuetungsspritzen_aid_852462.html

Ist glaube ich der Originalartikel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 3. November 2012 22:54 
Ob allen bewusst war, dass sie was illegales tun? *kopfkratz*


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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 3. November 2012 23:45 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
Beiträge: 13085
Wohnort: Wien
NFP seit: Dezember 2005
Wie ist das in DE geregelt, wie Ärzte zu den Medis kommen, die sie in der Ordi verwenden? Wenn da die Rechtslage vorsieht, dass sie über eine reguläre deutsche Apotheke gekauft werden müssen, dann wird ihnen schon bewusst gewesen sein, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen...

Die Depocon hatte ich auch, ein gestagen-only-Präparat und ich hatte permanent Schmierblutungen *zunge*.

_________________
Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
Es ist schwer, gegen einen Feind zu kämpfen, der sich in deinem Kopf eingenistet hat. Sally Kempten


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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 10:51 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 17. Oktober 2012 19:35
Beiträge: 163
Vielen Ärzten ist es einfach egal was mit den Patienten passiert. Sie haben die Probleme ja nacher nicht.
Ich bekomme immer wieder mit, wie leichtsinnig mit Medikamenten und hormonellen Verhütungsmitteln umgegangen wird.
Man kann aber nicht immer den Ärzten die Schuld geben, die Patienten vertrauen auch zu schnell.
Gesundes Misstrauen ist da angebracht.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 10:58 
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Inventar

Registriert: 4. April 2011 22:06
Beiträge: 2067
NFP seit: 05/2011
Florence hat geschrieben:
Man kann aber nicht immer den Ärzten die Schuld geben, die Patienten vertrauen auch zu schnell.

Aber wem soll man denn sonst vertrauen, wenn nicht dem eigenen Arzt? *hä*
oder anders gesagt: ich finde es traurig, wenn man nicht mal mehr dem Fachmann vertrauen kann!

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Mariechen

Mit (2018) im Herzen. Mit MärzKäfer (2020) an der Hand. Guter Hoffnung. Kurven nicht regelkonform.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 11:40 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. August 2010 21:30
Beiträge: 435
Hmm sehn wirs mal aus den anderen Gesichtspunkten (lassen wir den Fakt mal weg das die Ärzte gegen deutsches Recht verstoßen haben) ... was ist passiert? Tausende von Frauen wollten sparen... Das liegt an der allgemeinen Geldknappheit... und hunderte von Ärzten haben scheinbar auch Geldnot .... was wohl an unserem gesundheitssystem liegt.

Den Fakt das es in Deutschland ein nicht zugelassenes Präperat ist würde ich jetzt mal nicht so aufpuschen (macht die Presse ja gern), betrachten wir es nüchterner... es gibt 100derte von Präperaten die in Deutschland nciht zugelassen sind und dennoch gekauft und auch verschrieben werden. Es ist sogenannter Off-Label-Use ein gängiges Verfahren. Diese Präperate werden sehrwohl Patienten verabreicht mit deren Einverständnis. Das einzige was ein Arzt in dem Fall tun muß ist den Patienten aufzuklären das es sich um ein in Deutschland nicht zugelassenes Präperat handelt. Dazu kommt der Unterschied zwischen Nicht zugelassenen Wirkstoff und nicht zugelassenen Präperat! Das hat sehr oft mit den Geldern riesiger Pharmaunternehmen in Deutschland zu tun.

Ein Beispiel (hier im Forum oft erwähnt) Agyrax... ist in Deutschland nicht mehr zu haben, keine Chance. Die Herstellung von Vomex bringt einfach mehr ein! Von daher ist Agyrax in Deutschland nicht zu bekommen, man wird so gezwungen das teurere zu kaufen oder auch in anderen Fällen zu verschreiben.
Oder zum Beispiel Methylphenidat (Ritalin hier exblizit Concerta gemeint) war bis vor einiger zeit für Kinder zugelassen in Deutschland nicht aber für (haltet euch fest) Erwachsene!!! Irrsinn, ja aber so ist es.. die KLeinen durften es schlucken die Großen aber nicht. ABER die Großen haben es trotzdem geschluckt, denn sie haben sich dieses (unter dem Betäubungsmittelgesetz stehende Medikament) verschreiben lassen und privat bezahlt. Das war nämlich der einzige Punkt was man tun mußte, die Krankenkasse / Das Gesundheitssystem nicht belasten! Und schon ist dieses Verfahren durchaus legal! Unterdessen ist dieser Wirkstoff auch für Erwachsene zugelassen, aber das war ein Kampf der viele Jahre ging.

Und nun zurück zum Thema:
Depocon ist in Österreich ein gängiges Präperat und somit bestimmt nicht fahrlässig eingesetzt... einzig die Art der Beschaffung war wohlweißlich kriminell.... ein Risiko das wohl manche eingehn wollen und andere nicht.
Ich glaube nicht das die Patienten wußten das die Ärzte sich das Medi illegal beschafft haben, und ich denke es war Ihnen auch egal, sie vertrauen ihren Ärzten und ich denk das sie das auch weiterhin können, denn der Punkt war nicht das sie ihre Patienten damit geschädigt haben, sonder sie haben sich nur einen Vorteil verschafft und den zum Teil an ihre Patienten weitergegeben.

Auch wenn es die Presse aufbauscht; war NUR die BESCHAFFUNG Kriminell.


Plädoyer beendet *lol*

Eure Pappy --> die manchmal viel zu viel tippselt, und auch manchmal einfach nicht die KLappe halten kann - ich hoffe ihr verzeiht mir. ;o)

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Papillon ist Patin von Arinas kleinem Prinzchen und Danys kleinen Wonneproppen.
Meine Chaosbande C. 01´2002; B. 06´2003; Krümelchen 07´2011; Bruchpilot 03'2014 und Mika 9.10.2015


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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 12:17 
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Moderatorin

Registriert: 26. Juli 2004 12:01
Beiträge: 12828
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Manu hat geschrieben:
Wie ist das in DE geregelt, wie Ärzte zu den Medis kommen, die sie in der Ordi verwenden? Wenn da die Rechtslage vorsieht, dass sie über eine reguläre deutsche Apotheke gekauft werden müssen, dann wird ihnen schon bewusst gewesen sein, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen...

Die Ärzte erhalten diese Medikamente (edit: im Normalfall, wenn sie nicht gezielt illegal einkaufen) nur zu Anschauungszwecken, die PatientInnen müssen sie rechtlich gesehen in einer Apotheke kaufen. *zustimm* Allerdings ist es auch bei anderen Medikamenten weit verbreitet, dass die Ärzte sich nicht daran halten und ihren PatientInnen diese Muster einfach mitgeben. Ob sie sich immer darüber klar sind, dass sie sich damit strafbar machen, wissen nur sie selbst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 12:25 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Es wurde bereits schon erklärt.

Was ich noch einwerfen möchte ist, dass genau der Wirkstoff der in Deutschland auch am häufigsten eingesetzt wird und entspricht in Wirkstoff und Stärke z.B. Depo-clinovir.

Es ist hier zwar ein Abrechnungsbetrug, falls das teurere deutsche Präparat in Rechnung gestellt wurde (egal ob Patientin oder Kasse) aber kein Schaden für die Patienten zu erwarten. Ich habe es selbst nachgelesen, sogar die Hilfsstoffe sind identisch, also sind auch hier keine Risiken zu erwarten.

Die mangelnde Zulassung in Deutschland ist ein rechtliches Problem, aber KEIN medizinisches. Es ging hier zwar durchaus etwas schief, da möchte ich auch niemanden in Schutz nehmen.

Dennoch sehe ich hier nicht, dass

@Papillon

Agyrax kann sehr wohl eingeführt werden, allerdings dauert die Beschaffung länger (gibt es ja nur noch in Frankreich). Und es ist dokumentations und rezeptpflichtig.
Der Wirkstoff ist besser Untersucht als Vomex und damit ist auch die Grundlage gegeben um es einzuführen. (Anderer Wirkstoff)

Bei Depocon und Depo-clinovir ist das nicht gegeben, da ist es sich um Präparate handelt ,die z.B. WÄREN sie beide in Deutschland zugelassen, auch untereinander ausgetauscht werden dürften.

Eine Apotheke darf nur ausländische Präparate einführen, wenn für den Patienten kein entsprechendes deutsches Präparat zur Verfügung steht und im betreffenden land aus dem Importiert wird eine Zulassung besteht.
Die Ärzte hätten das Präparat auch gar nicht ohne den Weg über die Apotheke erhalten dürfen.
Soweit ist das noch nichtmal Betrug, sondern "nur" ein Verstoß gegen die Bestimmungen bei Importarzneimitteln.

Betrug wird es sobald etwas anderes abgerechnet wird, als das tatäschlich gegebene Präparat. Den Patieten nicht über einen Präparatewechsel zu informieren ist natürlich auch ein Unding, auch wenn ich kein gesundheitliches Risiko sehe, dass über die normalen NW der 3 Monatsspritze hinaus geht.
Österreich hat ausreichend hohe Anforderungen bei der Zulassung von Arzneimitteln. Es handelt sich hier also nicht um ein schlechteres Produkt, nur um ein billigeres, das nicht diesem Weg hätte gehen dürfen, bis es im Körper der Patientin landet.

@ Manu

Es gibt noch den sogennanten Sprechstundenbedarf. Der Arzt stellt dann ein Rezept aus z.B. über Impfungen oder Verbandsmaterial und bekommt es damit, für ihn kostenlos, über die Apotheke. ( Das geht dann weiter über die Rechenzentren und Krankenkassen)
Auf diesen Rezepten dürfen aber nur bestimmte Produkte verordnet werden. Bei der 3 Monatsspritze und vielen anderen Präparaten schickt der Arzt den Kunden mit einem Rezept in die Apotheke, falls die Anwendung nur durch den Arzt möglich ist muss der patient also 2x in die Praxis.

Ausnahmen sind Notfallmedikamente wie z.B. Cortison oder Schmerzmittel, die sofort nötig sind.
Dem Arzt ist es allerdings nicht gestattet dem Patienten Medikamente mitzugeben, die der Patient erst außerhalb der Praxis nimmt.

Probepackungen mit Verhütungspillen an die Patientinnen weiterzugeben ist z.B. nie zulässig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 12:58 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 4. Juli 2011 20:25
Beiträge: 110
NFP seit: Juli 2011
Das ist ja interessant, vielen Dank für deine Ausführungen Alana.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 14:57 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. August 2010 21:30
Beiträge: 435
Das was du mir da mit @papillon zu erklären versuchst .... ich versteh nicht das du mich jetzt direkt anschreibst? Alles, bis darauf das die Präperate komplett identisch sind - was ich zwar zum Teil aber nicht bis zum letzten Inhaltsstoff wußte - habe ich doch das Selbe geschrieben.... wie genau kann ich dir jetzt weiterhelfen? Oder mit welchem Teil meiner Aussage bist du nicht einverstanden?

Das einzige wo ich da noch was zu sagen kann ist das hier:

Alana hat geschrieben:
Und es ist dokumentations und rezeptpflichtig.

Es ist nicht rezeptpflichtig man kann es sich beschaffen indem man z.B. eine Belgische oder Französische Apotheke anschreibt. Die Apotheken in Deutschland sind nicht im Stande dieses Medi zu beschaffen. Viele hier im Forum können das leider bestätigen.
(Allerdings hatte ich das nur als Beispiel gebracht es gehört hier eigentlich nicht zum Thema)

Das Fazit meines Beitrages ist das selbe wie in Deinem?! Kein Betrug am Patienten, keine Gefährdung, nur finanzielles Gemauschel und der Beschaffungsweg war nicht so legal wie er eigentlich sein sollte.


Ich hätte hier noch eine Frage an dich:

Alana hat geschrieben:
Der Arzt stellt dann ein Rezept aus z.B. über Impfungen oder Verbandsmaterial und bekommt es damit, für ihn kostenlos, über die Apotheke.

Bist du dir da sicher? Ich hatte mir das anders Vorgestellt ... eher so: Der Arzt geht in Vorkasse beim beschaffen der med notwendigen Präperate und dem Verbandsmaterial und erst wenn er es einem Patienten anlegt, spritzt, oder sonst irgendwie verabreicht kann er es abrechnen. Nämlich über genau diesen Patienten. Und zwar genau das, was er auch verbraucht hat. Diesen Kreislauf fänd ich jetzt wirtschaftlich sinnvoller. Allerdings würde es Bruch nicht finanzieren, was das angeht ist dein Beispiel sinnvoller.
Arbeitest du in dieser Branche?


LG Pappy

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 15:27 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
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NFP seit: 2005
Papillon hat geschrieben:

Alana hat geschrieben:
Der Arzt stellt dann ein Rezept aus z.B. über Impfungen oder Verbandsmaterial und bekommt es damit, für ihn kostenlos, über die Apotheke.

Bist du dir da sicher? Ich hatte mir das anders Vorgestellt ...


Ich bin zwar nicht Alana, aber ja, das ist so. Wir arbeiten beide in Apotheken, daher wissen wir das. *sonne* Das Rezept über Sprechstundenbedarf wird über die jeweilige AOK abgerechnet und diese "holt" sich einen Anteil der Unkosten dann bei den anderen Krankenkassen quasi wieder "zurück". Es muss aber bei Sprechstundenbedarf nicht dokumentiert werden, wer was wann bekommen hat und ja, richtig erkannt, Missbrauch bzw. Betrug ist möglich und habe ich bei einem Arzt auch schon so erlebt.

Generell gilt: Wenn ein AM in Deutschland nicht im Handel ist, aber in einem Land der EU und dort nicht rezeptpflichtig, dann kann es auf individuellen Patientenwunsch eingeführt werden und eine deutsche Apotheke kann es bestellen, natürlich mit entsprechender Dokumentation. Vielen Apotheken ist das aber zum Einen zu viel Aufwand und zweitens ist es ihnen rechtlich gefühlt zu unsicher, weshalb sie es nicht machen.
Theoretisch möglich ist es aber. Wäre es jetzt aber z.B. ein Produkt aus den USA, also nicht EU, dann wäre ein ärztliches Rezept notwendig, doch mit diesem kann es dann ebenso beschafft werden. Ich weiß aber, dass manche Apotheken vor dem Thema Import sehr zurückschrecken, warum auch immer. *hä*

Wie Alana richtig schreibt: das hier erwähnte Präparat darf offiziell nicht eingeführt werden, weil es ein entsprechend gleiches Präparat auf dem deutschen Markt bereits gibt. Kostenersparnis ist rechtlich gesehen kein Importgrund.


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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 19:44 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3548
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Im Artikel steht ja noch nicht drin, ob den Patientinnen das teurere Präparat angerechnet wurde. Oder ob die Patientinnen damit auch gespart haben. Um das nochmal klar zu stellen. Auch ist nur der Umsatz, nicht der mögliche Gewinn genannt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 4. November 2012 20:10 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Papillon hat geschrieben:

Alana hat geschrieben:
Und es ist dokumentations und rezeptpflichtig.

Es ist nicht rezeptpflichtig man kann es sich beschaffen indem man z.B. eine Belgische oder Französische Apotheke anschreibt. Die Apotheken in Deutschland sind nicht im Stande dieses Medi zu beschaffen. Viele hier im Forum können das leider bestätigen.
(Allerdings hatte ich das nur als Beispiel gebracht es gehört hier eigentlich nicht zum Thema)


Gehört hier zwar nicht zum Thema, ich habe allerdings schon selbst Agyrax bestellt und oft an Patienten abgegeben.
Es ist möglich es über deutsche Apotheken zu beziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Über 600 Frauenärzte in Betrugsfall verwickelt
BeitragVerfasst: 5. November 2012 11:57 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
Beiträge: 13085
Wohnort: Wien
NFP seit: Dezember 2005
Ich hab deshalb gefragt, weil es bei uns in Ö die Möglichkeit gibt, eine sog. "Hausapotheke" zu haben. Dh, der Arzt (meistens am Land, in den Städten gibts ja eine entsprechende Apothekendichte, wo man zu jeder Tages- und Nachtzeit das nötige Medikament erhält) darf auch Medikamente verkaufen.

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