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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 5. März 2012 13:55 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 20. August 2011 08:21
Beiträge: 570
NFP seit: Frühjahr 2011
Ich schließe mich Arwen und Mondscheinkind an. Ich würde auch nur dann zur Pille greifen, wenn sonst GAR NICHTS hilft.
Ich hätte auch nie gedacht, dass ich nach schon nach ein paar Tagen Pille so in der Ecke liege (hatte vor 2 Jahren 1x die Pille danach genommen, bei meinem vorherigen FA ... völlig unnötig, wie ich heute weiß, aber er hat gar nicht gefragt, was passiert ist ---> dann hätte er gemerkt, dass gar nichts hätte passieren KÖNNEN *kopfWand* ... aber ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Ging natürlich davon aus, dass ich, wenn ich die hochdosierte Hormonbombe so gut vertrage, die ach so sichere und gute Cerazette erst recht vertrage!). Zumal ich keinerlei Risikofaktoren hatte! *steinschmeiss*
Will nicht wissen, wie übel das unter ner Kombipille geendet wäre. Wahrscheinlich hätte ich die Thrombose etc. dann tatsächlich bekommen.
Ich halte gerade die heutigen Pillen für die gefährlichsten. Das wird in absolut fahrlässiger Weise von den meisten Ärzten runtergespielt und verschwiegen, was da alles passieren kann und passiert! Den Mythos Einzelfall gibt es nicht. Das passiert immer wieder auch völlig gesunden, jungen Frauen.
Beispiele:
www.risiko-pille.de

Die meisten erkundigen sich ja auch gar nicht nach Risikofaktoren, sondern drücken einem einfach ne Packung in die Hand! Meine FÄ war die Erste, die sich wirklich die Mühe gemacht hat, mich über Rauchen, Thrombosen in der Familie etc. auszufragen, meine Venen anzuschauen usw.

Ich würde Dir wirklich raten, die Finger von der Pille zu lassen.
Das Wichtigste: Mit Homöopathie, TCM, einem Osteopathen o.Ä. gehst Du den Beschwerden wirklich auf den Grund, bekämpfst ihre Ursachen und sorgst so dafür, dass diese Beschwerden verschwinden und nicht wieder kommen. Der Körper wird wieder in Einklang gebracht, und Du hast dauerhaft Deine Ruhe. Völlig ohne Risiken und Nebenwirkungen. Das dauert zwar länger als mit der Pille. Aber es lohnt sich!
Überhaupt kann die Pille Dir nicht wirklich helfen. Denn die Schulmedizin mit ihren Hormongaben ergründet und bekämpft ja gerade NICHT die Ursachen Deiner Beschwerden! Die Pille kaschiert nur die Symptome! Solange Du sie nimmst, denkst Du, dass alles gut ist. Aber wenn Du sie wieder absetzt (und das wirst Du eines Tages müssen), hast Du ALLE Deine Probleme wieder - und eine ganze Menge weiterer noch gratis dazu. Die hast Du dann der Pille zu verdanken. D.h. Du hast noch mehr Baustellen, es geht Dir noch schlechter, es ein Homöopath o.Ä. bräuchte noch viel länger, bis er Dich wieder halbwegs hergerichtet hätte. V.a. gehen mit der Pille viele Risiken und Nebenwirkungen einher. Manche, wie Pickel, wirst Du nach dem Absetzen schnell wieder los. Aber was, wenn Du eine Thrombose/Embolie bekommst und bis zum Ende Deines Lebens dieses Teufelszeug namens Macumar nehmen musst jeden Tag? Es gibt so viele gravierende Nebenwirkungen, die Dir Dein Leben ruinieren können. Die hat man schneller, als man gucken kann. Auch als gesunde, junge Frau. Google mal, da wird einem schlecht ... *kotz* :-(

Ich würde die Pille nie wieder nehmen. Irgendjemand kann Dir sicher helfen und die Beschwerden in den Griff kriegen. Die Suche lohnt sich in dem Fall wirklich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 5. März 2012 18:35 
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alte Häsin

Registriert: 14. Februar 2012 18:35
Beiträge: 1388
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Omg, Cellissima, ich hab mal den link angeklickt und bin jetzt erst mal geschockt ehrlich... :shock:
Dass es so schlimm enden kann, wusste ich wirklich nicht, gerade als gesunde, junge Frau.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 5. März 2012 18:59 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 20. August 2011 08:21
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WuMi hat geschrieben:
Omg, Cellissima, ich hab mal den link angeklickt und bin jetzt erst mal geschockt ehrlich... :shock:
Dass es so schlimm enden kann, wusste ich wirklich nicht, gerade als gesunde, junge Frau.



Wie auch? Das sagen die meisten Ärzte ja nicht! Viele sagen, dass Thrombosen usw. ja soooo selten seien, und wenn überhaupt erst nach laaanger Zeit kämen, und nur bei Risikopatientinnen ...
Nichts davon stimmt. Keine Einzelfälle, sondern sowas passiert dauernd. Wird oft nicht gemeldet! Die Dunkelziffer liegt nochmal viel höher ...
Es kommt oft aus heiterem Himmel, auch immer wieder bei jungen, gesunden Frauen und Mädchen ohne jeden Risikofaktor. Und keineswegs erst nach langer Zeit. Viele bekommen schon nach wenigen Tagen bzw. Wochen der Einnahme Thrombosen, Embolien etc!
Und es sterben auch immer wieder Frauen daran, oder werden zumindest zum Pflegefall (Bsp. die 16-jährige Celine aus der Schweiz. Kerngesund, 4 Wochen Yasmin, jetzt Pflegefall :-( . Die Pille Yasmin ist zweifelsfrei Schuld an ihrem Schicksal).
Die wenigsten gehen ohne bleibende Schäden aus. Viele müssen bspw. nach Thrombosen ewig spezielle Strümpfe tragen und Macumar nehmen (ein Teufelszeug!). Das sind noch die kleineren Übel ... viele Frauen erwischt es noch viel schlimmer, die haben noch schlimmere bleibende Schäden. Wenn sie überleben.

Die wenigsten klären ordnungsgemäß über Risiken und Nebenwirkungen auf, die wenigstens überprüfen den Gesundheitszustand der Frau/die Familiengeschichte und überlegen, ob man der betreffenden Frau wirklich guten Gewissens die Pille oder generell Hormone geben kann.
Tagtäglich bekommen sogar Frauen mit Migräne, bereits durchgemachten Thrombosen usw. Hormone verschrieben und gesagt, dass das kein Problem sei - dabei dürften sie sie keinesfalls bekommen!!
-Lustig auch, dass man für Risikopatientinnen immer wieder die Cerazette nimmt, weil die ja so sicher und harmlos ist. -Dabei enthält sie ein übles Gestagen der 3. Generation. Es ist so schlimm wie Drospirenon (in Yasmin usw. enthalten)! Drospirenon, Desogestrel, Gestoden usw. haben von allen Pillen/Gestagenen das allerhöchste Thromboserisiko! Nochmal doppelt so hoch wie das bspw. einer Pille mit Levonorgestrel (Gestagen der 2. Generation).
Und das soll für Risikopatientinnen geeignet sein?! *ko*

Aber wie gesagt, auf die Ärzte darf man sich nicht verlassen. Wenn einem was an seiner Gesundheit liegt, muss man auf eigene Faust recherchieren, bevor man ein Medikament nimmt. Und zwar generell, nicht nur bei Hormonen. Schade, aber leider Realität in Deutschland. *kotz*

Deshalb: Pro Homöopathie/TCM usw! ;-) Da kann nichts dergleichen passieren. *sonne*

Es gibt übrigens ein paar FÄ´s in Deutschland die keine Pille mehr verschreiben nach einigen solcher schlimmen Zwischenfälle (Bsp: Gabriele Marx, "Warum ich keine Anti-Baby-Pille mehr verschreibe"). Finde ich vorbildlich.
Man findet massenweise Seiten wie risiko-pille.de , wenn man genauer sucht ... da wird einem wirklich schlecht.

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Zuletzt geändert von Cellissima am 5. März 2012 19:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 5. März 2012 19:03 
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alte Häsin

Registriert: 14. Februar 2012 18:35
Beiträge: 1388
NFP seit: Jänner 2012
Ja, ich habe auch "meine" Pille in der Liste gefunden. Erschreckend.
Wow du kennst dich ja echt super aus! Danke noch mal für den link! Ist wirklich ernüchtend, wenn man die sogenannten Einzelfälle anschaut!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 5. März 2012 19:57 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 14. September 2010 11:13
Beiträge: 130
NFP seit: Seit 02/12 endlich so richtig!
Ich hatte auch nach 6 Zyklen eine Rückfall, zwar nicht zur Pille, aber zum NuvaRing. Habe dann pünktlich zur ersten "Hormon-Mens" krasse Migräne bekommen (hatte ich früher von der pille schon), Wassereinlagerungen usw. Das Problem von NFP war bei mir die regelmäßige Messung, so das ich auf Grund von Urlaub, Feierei und Stress einfach nie richtig auswerten konnte. Hab dann aber auch ganz schnell wieder mit dem Ring aufgehört, die oben genannten Risiken sprechen für sich und ich hab einfach eine sooo krasse Veränderung gemerkt (Stimmunsgmäßig und Körperlich) , Hormonfrei lebt ist sich unsagbar viel besser.
Das Problem mit dem regelmäßigen Messen hab ich mim iButton besiegt und ich liebe meine auswertbaren Zyklen :) *sonne*

@ Quersax, ich hab die Migräne damals (also vor meinen ersten NFP-Erfahrungen)auch mit Homöopathie behandeln lassen und es hat sowas von geholfen! Also probier das auf jeden Fall erstmal! Das kostet jede Menge Geld, die TK übernimmt mittlerweile Ostheopathie und auch Heilpraktiker-Rechungen, falls die Versicherung was für dich wäre! aber schädigt dir auf jeden Fall nicht so wie die Pille!!!

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*Ich bin! Und plötzlich fällts mir ein - es ist was ganz besonderes zu sein* (Mia)
Seit 02/12 mit iButton unterwegs!
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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 10:29 
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Kurven-Entwirrerin

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NFP seit: 2008
Cellissima hat geschrieben:
Gerade das finde ich ja nicht gut - sie wird häufig und langfristig verschrieben, rein zur Verhütung. Aber sogar in der Packungsbeilage steht, dass man nur nehmen soll, um z.B. Akne zu therapieren, und dass man sie gerade nicht lange allein zur Verhütung einnehmen soll! Wie passt das zusammen?
Alle, die ich kenne, hatten unter der Morea Sanol übrigens die gleichen massiven Nebenwirkungen.

Ich hab mich das gleiche gefragt und wurde aufgeklärt:

Diese Pille ist extrem hoch dosiert weil sie Akne therapieren soll. In erster Linie ist sie eine Hautpille, verhüten tut sie auch. Wer allerdings keine Probleme mit Akne hat, soll sie nicht nehmen, da sie nicht ausschließlich nur zur Verhütung geeignet ist. Wer nur verhüten will, sollte/muss ein niedriger dosiertes Produkt nehmen. Nur zur Verhütung ist es einfach zu viel.

Dass trotzdem Ärzte die nur zur Verhütung, ohne Akneproblem verschreiben, ist bedenklich und off-label-use. Aber gerade in Hinblick auf die Pille sind viele Frauenärzte sehr kurzsichtig, verschreiben blind drauf los und achten weder auf Nebenwirkungen und richtige Dosierungen bzw klären auch nicht darüber auf. Wenn sie wirklich nur Kugelschreiber dafür kriegen, ist das noch bedenklicher :lol:

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Sag niemals nie!

Kurvt nicht mehr... es fehlt einfach die Konsequenz zu messen *seufz*


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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 10:58 
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Hochlagenjunkie

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Ich bin ja auch ziemlich contra-Pille eingestellt, möchte aber zwei Sachen so nicht stehen lassen:
Dass das Thromboserisiko im ersten Jahr der Einnahme am Höchsten ist, ist hinreichend bekannt, das steht sogar so in der Packungsbeilage. Und da das Risiko wohl immer wieder zu Beginn eines neuen Blisters, ergo jedes Mal nach der Pillenpause, steigt, wird sogar diskutiert, ob nicht gleich sicherheitshalber zum Langzeitzyklus geraten werden sollte.

Und auch, wenn das Thromboserisiko bei den Gestagenen der Pillen der neueren Generationen deutlich höher ist und Frauenärzte das individuelle Risiko in den seltensten Fällen gegenchecken, so ist das Thromboserisiko auch immer im Zusammenhang mit der Dosierung des Estradiols zu betrachten.

Ich finde auch, dass die Pille viel zu leichtfertig verschrieben wird und dass dabei mehr auf sog. Zusatznutzen wie Hautverbesserung etc. geachtet wird, als auf Sicherheit; dennoch sehe ich es kritisch, die Pille- trotz aller Risiken- derart leidenschaftlich zu verteufeln. Für mich war die Pille eine ganze Zeit lang genau die richtige Verhütung. Jetzt passt es eben nicht mehr, ich bin unendlich froh, die Risiken und NWs los zu sein und würde die Pille auch nicht wieder nehmen. Wenn aber die schlechte und einseitige (pro-Pille) Beratung von FAs kritisiert wird, finde ich es im Gegenzug genauso falsch, hormonfreie Verhütung, sei es NFP, IUP etc., als das nonplusultra darzustellen.

Wobei ich finde, dass wenn schon Pille, dann sollte erstmal auf Levonorgestrel zurückgegriffen werden, eben aufgrund des niedrigen Thromboserisikos. Das ist zwar immer noch gegeben, aber eben deutlich geringer. Und da ist die Auswahl an sehr niedrig dosierten Präparaten auch größer. Wenn das nicht vertragen wird, kann man immer noch weiterschauen.

Alles Liebe! *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 11:45 
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Hochlagenjunkie

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Beiträge: 570
NFP seit: Frühjahr 2011
@brighteyes: Wird weithin behauptet, dass bei den Gestagenen der neueren Generationen auch das Estradiol mitspielt. Da bin ich hin- und hergerissen. Einerseits dachte ich das auch immer. Andererseits: Warum läuft dann bitte auch die Cerazette unter den gefährlichsten Pillen? Sie hat mit das höchste Thromboserisiko. Nachgewiesen. Schon neuere Gestagene allein können das Risiko drastisch steigern. Und sie enthält gerade kein Estradiol, sondern nur Desogestrel! Das steht für mich im Gegensatz zu der Estradiol-Thromboserisiko-These.

Und ich verteufele die Pille nicht leidenschaftlich, wie Du es nennst, sondern ich kläre auf (sieht man ja an Beiträgen von Leuten, die die entsprechenden Seiten nicht kannten). Ich stand kurz vor einer Thrombose. Jung und gesund. Da sieht man das einfach noch deutlicher.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich zumindest die Pille danach im Notfall nehmen würde, wenn es sein müsste! Dauerhaft halt nicht.
Trotzdem kann ich es verstehen, wenn Frauen das halt als bequemste Art ansehen, oder es einfach notwendig ist, weil nur die Pille ihnen Linderung verschaffen kann, und zur Pille greifen. In solchen Fällen ist das ja ok, wenn das Risiko in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht.
Das ist halt Ansichtssache. Ich persönlich glaube, dass es mittlerweile genug sichere Alternativen zur hormonellen Verhütung gibt, und dass jede Frau da was passendes finden kann. Den meisten ist doch schon die Recherche und Information zu viel. Lieber schnell ne Pille einschmeißen ...
Aber wie gesagt, das ist deren Körper, und es ist mir total egal, ob oder warum die das tun. Sollen sie halt, wenn sie mit der Pille glücklich sind.
Ebenso glaube und weiß ich aus eigener Erfahrung, dass keineswegs nur Hormone bei Zyklusbeschwerden etc. helfen können. Das will einem die Schulmedizin weismachen, weil die nichts anderes zur Verfügung hat in solchen Fällen. Es geht aber genausogut und NW-frei mit alternativen Heilmethoden. Auch da gibts genügend Belege und Erfahrungsberichte.
Andererseits gibt es wohl auch Fälle, in denen die alternativen Methoden zu schwach sind und nichts oder nicht viel ausrichten können - da gewinnt dann wieder die Schulmedizin. In solchen Fällen sind Pille und Co dann wirklich sinnvoll und hilfreich und wirksam.

Wie gesagt, für mich PERSÖNLICH ist die hormonfreie Variante das Beste. Das ist aber jedem selbst überlassen. Ich habe das v.a. deshalb geschrieben, weil aus Quersax´ Beitrag doch DEUTLICH hervorgeht, dass sie eigentlich keine Hormone mehr will!! Es ist doch nur ein verzweifelter Ausweg für sie.

Wenn wirklich nichts hilft, dann bin ich die Letzte, die den Griff zur Pille verurteilt. Ich hab es ja bei der Zyste gesehen ... nach der 1. oder 2. Pille hatte ich keine Schmerzen mehr und die Zyste nicht mehr gespürt. Das war super! Gerade, wenn Frauen schnelle Linderung wollen, ist die Pille wohl das Mittel der Wahl.
Aber ich betone nochmal, dass dadurch wirklich nur die Symptome kaschiert werden (ich kann mich LEBHAFT daran erinnern, als meine Eierstöcke und die Zyste wieder angefangen haben zu arbeiten nach dem Absetzen ... auaaaaa! :shock: *angst* ). Sobald man sie absetzt, sind die Probleme wieder da. Oft stärker und vielfältiger als zuvor.
Auch das Krebsrisiko, das durch die Hormone gesteigert wird und erst 10 Jahre nach Absetzen (auch das ist wissenschaftlich belegt!) wieder das normale Maß VOR der Hormoneinnahme erreicht hat, spricht da eine sehr deutliche Sprache. Meiner Meinung nach KANN das nicht das Nonplusultra sein. Für mich persönlich überwiegen die Risiken und NW einfach. Trotz aller Vorteile, die sie haben mag.
Viele NW treten auch erst spät oder gar nach dem Absetzen auf, sodass viele Frauen sie gar nicht mehr mit den Hormonen in Verbindung bringen.

Aber wie gesagt, dass muss wirklich JEDER selbst entscheiden. Und man muss fairerweise auch sehen, dass nicht ALLE Frauen NW erleiden ;-) . Es gibt unter den Millionen Anwenderinnen auch genug Frauen, die sie ewig problemlos nehmen, ohne die kleinste NW. War das jetzt neutral genug? *freunde* ;-)

Ansonsten stimme ich Dir zu: Wenn man sie gut verträgt oder sie wirklich der einzige Weg ist, um Beschwerden schnell zu lindern, und man das Risiko in Kauf nimmt, weil der persönliche Nutzen für einen überwiegt, dann ist das keineswegs verwerflich. Ich würde dann halt auch schauen, dass ich eine niedrig dosierte Pille mit Levonorgestrel bekomme, damit ich das niedrigste Thromboserisiko hab. Aber da schließt sich der Kreis: die FÄ´s :roll: . Der Trend geht auch bei den Kombipillen zu Yasmin und Co :-( . Bei den Minipillen ist es noch schlimmer - da wird eigentlich nur noch Cerazette verschrieben, Microlut und Co. so gut wie gar nicht mehr. Obwohl die Levonorgestrel beinhalten und deutlich verträglicher und risikoärmer sind. Das Zeitfenster ist halt kleiner (3 statt 12 h). Aber bei pünktlicher Einnahme genauso sicher.
Es ist leider so, dass die FÄ´s längst nicht mehr die sichersten Pillen verschreiben, sondern die riskantesten. Das finde ich schade und auch bedenklich. Warum verschreiben die nicht die Pillen, die die Frauen am wenigsten gefährden? *hä*
Andererseits gibts auch unter Levonorgestrel genug Thrombosen usw. ...
Die Pille danach vor 2 Jahren hatte Levonorgestrel drin. Ich hatte keine einzige NW. Alles super.
Cerazette dann mit Desogestrel ... und es war echt heftig. Ich glaube schon, dass das an dem Gestagen lag. Zumindest ich persönlich hab das Levonorgestrel um Längen besser vertragen!

Ich will sie wirklich nicht um jeden Preis verteufeln. Muss jeder selbst entscheiden. Meiner Freundin hat sie bspw. eine OP erspart, da die Zyste mit der Pille verschwand. Klar ist man in solchen Fällen heilfroh für die Pille (mit Homöopathie hatte sie es nicht versucht). Oder Fälle, in denen eine Zyste riesig ist und ganz schnell kleiner werden muss, sonst OP: Da hilft nur die Pille. Und da ist es wieder super, dass es sie gibt.
Ich kann die Frauen verstehen, die keinen Fremdkörper (Gynefix) wollen, denen NFP zu aufwendig oder unsicher ist, die auch Kondome nicht wollen oder denen nicht vertrauen, ebenso dem Dia ... da bleibt ja nur die Pille o.Ä.
Wenn man große Sicherheit und großen Komfort will, nimmt man die halt. Das kann ich schon verstehen. Ich war selbst kurz davor.
Ich glaube, wenn ich keine Thrombose-Vorboten bekommen hätte, hätte ich sie vielleicht weitergenommen. Den Kondomen hab ich ja nicht vertraut, und so dachte ich, dass ich die Zyste wegbekomme, immer das Kondom weglassen kann, super vor einer SS geschützt bin ... die Pille erschien mir da auch einfach genial, ich war begeistert!
-Bis ich dann kurz vor der Thrombose war. Kerngesund und jung, mit einem Schlag dann beinah in der Ecke. Ds hat mir echt die Augen geöffnet. Und seitdem kommt sie für mich persönlich halt nicht mehr in Frage. Pille danach ja, dauerhaft nein.
Und ich hab wie gesagt noch heute Probleme mit dem Unterschenkel, eindeutig auf die Pille zurückzuführen :-( .
Man muss einfach Risiko und Nutzen abwägen und dann für sich entscheiden, ob man sie nehmen will oder nicht. Und wenn, dann, wie Du schon sagtest, darauf bestehen, dass man die risikoärmste Pille bekommt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 11:58 
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Hochlagenjunkie

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Danke für die ausführliche Antwort, jetzt ist mir dein Standpunkt viel klarer *freunde*
Jaa, das ist sowieso der größte Witz, die Pille zur Zyklusregulierung zu verschreiben...so ein Unsinn.
Und nochmal zum Risiko und wie Ärzte das bewerten: Eine Freundin von mir hat vor einem halben Jahr die Yasminelle verschrieben bekommen *ko* . Da war das deutlich erhöhte Risiko ja echt schon lange bekannt...Sowas von fahrlässig...Der Link zu Felicitas Roher hat sie dann neben anderen Gründen dazu gebracht, erstmal abzusetzen. Es gibt hier auch irgendwo einen Thread dazu (ich glaube im Lit.-und Nachrichten-Bereich), hast du den schon entdeckt?
Alles Liebe! *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 17:41 
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alte Häsin

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Cellissima hat geschrieben:
Wenn man sie gut verträgt oder sie wirklich der einzige Weg ist, um Beschwerden schnell zu lindern, und man das Risiko in Kauf nimmt, weil der persönliche Nutzen für einen überwiegt, dann ist das keineswegs verwerflich.


Da muss ich zustimmen, man muss auch die vielen Frauen sehen, die auch mit der Pille sehr gut zurecht kommen. Ich muss mir auch eingestehen, dass ich mit 17 Jahren sicher nicht nfp hätte machen können und für mich da die Pille auch DAS Vehütungsmittel schlechthin war. Wie du sagst, Cellissima, es muss jeder selbst entscheiden und abwiegen was er (bzw. sie) will und was für einen selbst überwiegt. Habe sie dann ja im Grunde wegen Verdacht auf BRCA1 Mutation abgesetzt, sonst hätte ich sie wahrscheinlich weiter genommen.

brighteyes hat geschrieben:
Jaa, das ist sowieso der größte Witz, die Pille zur Zyklusregulierung zu verschreiben...so ein Unsinn.


Das hab ich in einem anderen thread schon mal geschrieben, dass ich das einfach nur schlimm finde. Der Tochter einer Kollegin wurde mit 14 Jahren die Pille verschrieben wegen (und ich zitiere) "dem Hormonhaushalt". Einfach so. Das war die Begründung. Ich finde das echt fahrlässig von manchen Ärtzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 19:39 
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neu hier

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Ich hab die Pille auch mit 14 bekommen, weil meine Zyklen so unregelmäßig waren. Aber ich hatte auch Streß mit dem ganzen "Frau werden", Brust und Tage haben mich ständig beim Sport behindert, dann hab ich noch zwei mal meine Tage direkt vorm Schulschwimmen bekommen und natürlich keine Etschuldigung von den Eltern mit, weil morgens ja noch nix war und wir hatten eh immer alle so schiß vor dem Lehrer, Tage waren super unregelmäßig und immer mit Schmerzen verbunden....kurz: ich fands furchtbar!
Also hat das aus psychischer Sicht für mich damals schon Sinn gemacht, die Pille zu nehmen. Mit dem Wissen und der Einstellung heute sehe ich das Ganze natürlich kritisch, aber ich denke trotzdem, dass ich in der damaligen Situation auch mit dem heutigen Wissen die Pille angenommen hätte. Um so den akuten Streß los zu werden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 19:56 
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Hochlagenjunkie

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WuMi hat geschrieben:
Da muss ich zustimmen, man muss auch die vielen Frauen sehen, die auch mit der Pille sehr gut zurecht kommen. Ich mussDas hab ich in einem anderen thread schon mal geschrieben, dass ich das einfach nur schlimm finde. Der Tochter einer Kollegin wurde mit 14 Jahren die Pille verschrieben wegen (und ich zitiere) "dem Hormonhaushalt". Einfach so. Das war die Begründung. Ich finde das echt fahrlässig von manchen Ärtzen.



Ja, der Irrsinn wird immer schlimmer.
Ich habe vor einigen Monaten (ungelogen!!! leider) gehört, dass ein FA in der Nähe einer Frau über 80 (!!!) allen Ernstes die Pille verschrieben hat!!!! Angeblich weil ihr Hormone gefehlt haben.
Es ist wirklich unglaublich ... ich habe es erst für einen schlechten Witz gehalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 19:58 
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alte Häsin

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*Arwen*,
das was du beschreibst, sind sicher Härtefälle, ich finde aber schon trotzdem, dass man einer 14-Jährigen nicht so ganz ohne wenn und aber die Pille verschreiben sollte. Ich denke in dem Alter kann einen das ganze "Frau-Werden" schon stressen (ich hatte meine erste Periode bereits mit 11!), aber hier sind ja unregelmäßige Zyklen usw nicht die Ausnahme.
Ich finde die Pille sollte wirklich in erster Linie Verhütungsmittel sein und auch so gehandhabt werden.

Cellissma,
Ich bin ganz deiner Meinung!

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 20:04 
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neu hier

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@ WuMi:
Sehe ich grundsätzlich natürlich auch so. Sollte ich irgendwann mal eine Tochter haben werde ich auch alles daran setzen, ihr andere Wege näher zu bringen. Wollte nur darauf hinweisen, dass halt leider nicht immer alles so schön schwarz-weiß ist...

@ Cellissima:
Einer 80-jährigen?!? Ui...das hab ich ja noch nie gehört...Vllt eine doofe Frage, aber wie wirkt sich die Pille denn dann aus? Die Frau wird ja schon Jahr(e/zehnte) aus den Wechseljahren raus sein...setzt dann Mens etc. wieder ein?! So mal aus neugier....

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 Betreff des Beitrags: Re: Zurück zur Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2012 20:07 
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alte Häsin

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*Arwen*,
Stimme ich zu, es gibt eben auch wie gesagt genug *weiblich* , die die Pille gut vertragen und auch aus diversen Gründen nehmen "müssen".

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