Ich stell mich mal auf FFMs seite.
oni. hat geschrieben:
Ich smchmeiss noch mal ein Zitat hinterher um Alana und mich zu bstätigen:
Zitat:
Keine einzige Schwangerschaft trat auf, nachdem die postovulatorisch unfruchtbare Zeitin doppelter Kontrolle bestimmt war.
(NFP heute, S. 160)
Das zitat sagt meiner meinung nach genau das, was auch FFM uns sagen möchte. in dem Studienkollektiv trat keine Schwangerschaft auf. Das bedeutet aber nicht, dass in einem unendlich großen kollektiv nicht doch mal solch eine SS auftreten kann.
In einem anderen Thread habe ich ja mal das konfidenzintervall von NFP single/mix gepostet. Das zeigt ja, dass auch der tatsächliche PI von NFP gar nicht so festgelegt ist, wie wir alle glauben. Das Verhältnis der Schwangerschaften zur gesammtzahl der zyklen pro jahr ist zwar 0,4 bzw. 0,6. Das heißt aber nicht, dass das auch der tatsächliche PI ist. Man kann aber sagen, dass mit 95%iger wahrscheinlichkeit der PI zwischen 0.05 und 1.55 bzw. zwischen 0.07 und 2.13 ist.
So ist auch für die ermittelte postovulatorische zeit das verhältnis der schwangerschaften zur gesammtzahl der zyklen pro jahr zwar 0, was aber nicht bedeutet, dass der tatsächliche PI wirklich 0 ist. Wenn jemand ahnung von Statistik hat, kann er ja mal das konfidenzintervall dafür berechnen, ich kann es leider nicht. ich tippe aber mal darauf, dass es irgendwo im bereich nahe bei 0 ist, aber auf keinen fall auf 0 beschrenkt.
Um mal ein anderes beispiel fern von NFP zu bringen: bei der 3-jährigen Studie von Wildemeersch zur Gynefix330 (*
klick*) trat in den 10455 gynefix-zyklen keine einzige Schwangerschaft mit der Gynefix auf. Dennoch ist der PI der Gynefix (wie wir aus anderen Studien wissen) nicht 0.
Marie36 hat geschrieben:
Noch genauer: bei 10397 beobachteten Zyklen. D.h. der PI für die Hochlage liegt - für die ausgewählten Frauen -
mit 95% Sicherheit zwischen 0 und 0.5 
Alana hat es ja schon so oft so schön erklärt
Wie kommst du auf die angabe?
Alana hat geschrieben:
Die unfruchtbare Zeit nach dem Eisprung ist aber etwas völlig anderes. Sobald genug Progesteron da ist fährt im Gehirn die Produktion von LH und FSH zurück und es reifen keine Eibläschen mehr heran.
Ich denke nicht, dass das von FFM bestritten wurde. Sie sagt lediglich, dass nicht mit
100%iger sicherheit gesagt werden kann, dass die nach sensiplan als postovulatorisch bestimmte zeit immer auch der tatsächlichen postovulatorischen zeit entspricht.
Alana hat geschrieben:
Es ist beim Menschen noch nie beobachtet worden, dass dieser Mechanismus in einem natürlichen Zyklus nicht funktioniert.
Nicht beobachtet heißt nicht, dass es unmöglich ist.
Aber das ist wiederum ein anderes Thema. wir müssen unterscheiden zwischen der realen postovulatorischen zeit und der theoretischen (also nach sensiplan ermittelt). Ja die theoretische entspricht bestimmt in fast 100% der fälle der realen zeit, aber eben nur fast.
oni. hat geschrieben:
Zitat:
Sensiplan/NFP nimmt einfach beide und macht die doppelte Absicherung. Die SS-Wahrscheinlichkeit von Sensiplan/NFP beträgt dann X * Y (X und Y sind Brüche, irgendwas zwischen 0 und 1. Multipliziert man die miteinander, kommt immer was kleineres bei raus.).
Wie kommst denn drauf das man das einfach multipliziert?
Soweit ich weiß wurde die Sicherheit in eigenen Studien ermittelt.
Ich denke, was FFM damit meint (oder was ich zumindest dabei denke) ist folgendes:
Es gab bei der strengen TM nach döring (welche nur die Postovulatorische zeit frei gibt) auch schwangerschaften trotz korrekter anwendung. Das heißt 3 höhere messungen allein garantieren nicht zu 100% eine unfruchtbarkeit. Die symptotermale methode sichert die TM ab durch das östrogenzeichen. Wie wir aber wissen, kann das auch mal in wellen verlaufen (also z.b. mehrere schleimhöhepunkte pro zyklus). Es ist mit einer gewissen wahrscheinlichkeit möglich, dass aus unerfindlichen temperatur und schleim/mumu gleichzeitig auswertbar sind, obwohl noch kein Eisprung war. Die wahrscheinlichkeit grenzt mit sicherheit an null, ist aber nicht null.
Ich weiß, jetzt kommen bestimmt einige, die sagen werden, dass in solch einem fall mit sicherheit irgendwelche störfaktoren übersehen worden wären oder so. aber das kann man nicht sagen. wir können nicht mit 100%iger sicherheit sagen, dass so ein fall nicht eintreten kann, obwohl die anwenderin alles absolut korrekt macht.
Das war mein senf zum thema NFP und die postovulatorische zeit. jetzt dürft ihr gerne mit steinen werfen.
lg, amily
_________________
Meine SeiteGlücklich mit den zwei kleinen Prinzen G. (12.2.16) und A. (14.03.21)