Hallo!
Im
Sperma-Spiele-Thread kam die Diskussion auf, warum Kondome (u. A. auch von Gyns) als sicherer Schutz vor Geschlechtskrankheiten angepriesen wird, wenn's um die Verhütung geht, sind sie dann plötzlich aber nicht mehr sicher genug.
Viele Frauen und Männer denken anscheinend ähnlich.
Txiki hat dazu auch eine
Umfrage erstellt, hier könnte vielleicht darüber diskutiert werden.
Ich kopiere mal den Diskussionsverlauf aus dem anderen Thread hierher:
SWitch hat geschrieben:
Ich verstehe in diesem Zusammenhang auch nicht, warum Kondomen in Hinsicht auf mögliche Übertragung von Geschlechtskrankheiten vertraut wird, bei der Schwangerschaftsverhütung aber nicht.

Um kein AIDS zu kriegen, verlass ich mich doch auch auf Kondome. Und da wird es auch als sicher propagiert.
Mich würde interessieren, was die Gyns dann zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten anraten, wenn Kondome angeblich nicht vor eine Schwangerschaft schützen, denn dann können sie ja wohl auch kaum verlässlich vor AIDS und anderen Krankheiten schützen.
Ich war auch mal bei einer FA, die mich nicht gegen Röteln impfen wollte, weil ich die Pille nicht nahm und nur KOndome zur Verhütung nutze. Bei ihr war ich praktisch schon schwanger.

Alana hat geschrieben:
Vor HIV schützen ist sogar weit schwieriger als vor Schwangerschaft, weil die Viren um ein vielfaches kleiner sind als Spermien.
Kondome und Dentaldamms sind ja die einige Möglichkeit sich zu schützen, wenn man sich eben nahe kommt.
Mir wurde aber auch immer eingetrichtert Kondome nur als Zusatz zu verwenden zur eigentlichen Verhütung. Das war auch der Tenor in diversen Aufklärungsbüchern.
SWitch hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Mir wurde aber auch immer eingetrichtert Kondome nur als Zusatz zu verwenden zur eigentlichen Verhütung. Das war auch der Tenor in diversen Aufklärungsbüchern.
Ja, aber warum ist das so?
Vor den Viren schützen sie zuverlässig, aber vor den Spermien nicht?
Das leuchtet mir nicht ein.
SWitch hat geschrieben:
Ich verstehe in diesem Zusammenhang auch nicht, warum Kondomen in Hinsicht auf mögliche Übertragung von Geschlechtskrankheiten vertraut wird, bei der Schwangerschaftsverhütung aber nicht.

Um kein AIDS zu kriegen, verlass ich mich doch auch auf Kondome. Und da wird es auch als sicher propagiert.
Txiki hat geschrieben:
ich weiß nicht, wie jung ihr alle seid, aber mir ist sowas niemals untergekommen, weder diese schwangerschaftspanikmache unter freunden/-innen noch die einstellung von ärzten, dass kondome als verhütungsmittel nicht geeignet und unsicher sind. ist das eine generationensache? trauen ärzte vielleicht "älteren" frauen mehr verantwortung oder können zu, was die kondombenutzung angeht?

edit: das wäre fast mal eine umfrage wert (oder gleich zwei, um die themengebiete zu trennen).
Alana hat geschrieben:
SWitch hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Mir wurde aber auch immer eingetrichtert Kondome nur als Zusatz zu verwenden zur eigentlichen Verhütung. Das war auch der Tenor in diversen Aufklärungsbüchern.
Ja, aber warum ist das so?
Vor den Viren schützen sie zuverlässig, aber vor den Spermien nicht?
Das leuchtet mir nicht ein.
1. Ein Kondom funktioniert es nur bei guter Qualität und richtiger Anwendung. Das ist der große Knackpunkt der Sicherheit.
2. Für Verhütung gibt es viele und zum Teil "sicherere" Methoden, zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten
gibt es nur Enthaltsamkeit und/oder Barrieren aus Latex/Polyurethan. Also Kondome, Lecktücher,Frauenkondom. Da hat man also große keine Wahl.
Was ich mir psychologisch schwierig vorstelle ist die Tatsache,dass einem Kodompannen eher bewusst werden als andere Pannen. Beim Kondom denkt man immer "Oh so ein Mist" Wohingegen man es weniger deutlich vor Augen hat wenn man z.b. seine Pille wieder erbricht.
Da weiß man ja mysteriöser Weise nie warum etwas schief gegangen ist. Beim Kondom hat man es entweder falsch, oder zu spät benutzt, oder es ist kaputt gegangen.
( Ja die kleinen unsichtbaren Schäden bei Kontakt mit Fett gibt es auch mal aber ich denke das Prägt diese Vorurteile nicht so sehr)
Dann natürlich noch ein gemeines Problem, wer verdient daran wenn er Kondome empfiehlt? Nur die Hersteller und Läden die sie Verkaufen, vielleicht noch Zwischenhändler. Bei Pille oder Spirale sind es doch deutlich mehr Beteiligte.SWitch hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
1. Ein Kondom funktioniert es nur bei guter Qualität und richtiger Anwendung. Das ist der große Knackpunkt der Sicherheit.
2. Für Verhütung gibt es viele und zum Teil "sicherere" Methoden, zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten gibt es nur Enthaltsamkeit und/oder Barrieren aus Latex/Polyurethan. Also Kondome, Lecktücher,Frauenkondom. Da hat man also große keine Wahl.
Was ich mir psychologisch schwierig vorstelle ist die Tatsache,dass einem Kodompannen eher bewusst werden als andere Pannen. Beim Kondom denkt man immer "Oh so ein Mist" Wohingegen man es weniger deutlich vor Augen hat wenn man z.b. seine Pille wieder erbricht.
Da weiß man ja mysteriöser Weise nie warum etwas schief gegangen ist. Beim Kondom hat man es entweder falsch, oder zu spät benutzt, oder es ist kaputt gegangen.
( Ja die kleinen unsichtbaren Schäden bei Kontakt mit Fett gibt es auch mal aber ich denke das Prägt diese Vorurteile nicht so sehr)
Dann natürlich noch ein gemeines Problem, wer verdient daran wenn er Kondome empfiehlt? Nur die Hersteller und Läden die sie Verkaufen, vielleicht noch Zwischenhändler. Bei Pille oder Spirale sind es doch deutlich mehr Beteiligte.
Irgendwie versteh ich deinen Beitrag nicht so richtig.
zu 1. Stimmt, aber ein defektes oder nicht richtig angewandtes Kondom schützt auch nicht mehr sicher vor Krankheiten. Da besteht für mich also kein Unterschied zwischen Krankheits- und Schwangerschaftsverhütung.
Wenn es aber darum geht, mit Kondomen zu verhüten, dann wird einem gesagt, das sei nicht sicher genug, die können platzen, abrutschen etc. pp. Wenn es aber um den Schutz vor Geschlechtskrankheiten geht, wird einem das nicht gesagt. Da werden Kondome sogar im Fernsehen angepriesen (was ja total richtig so ist!).
zu 2. Aber was hat das damit zu tun, dass die Kondome vor Krankheiten zuverlässig schützen sollen, vor einer Schwangerschaft aber nicht?
Um die Pille ging's ja jetzt gar nicht, die schützt ja so oder so nicht vor Krankheiten. Mir geht's wirklich ausschließlich nur um das angesprochene Paradoxon bezüglich der angepriesenen Sicherheit von Kondomen.
edit: Das ist jetzt hier im Thread schon ganz schön OT, vielleicht könnte man dazu mal einen neuen Thread eröffnen? Vielleicht "Auf Kondome ist Verlass - bei Krankheiten ja, bei Schwangerschaften aber nicht?"
holz456 hat geschrieben:
Alana hat geschrieben:
Was ich mir psychologisch schwierig vorstelle ist die Tatsache,dass einem Kodompannen eher bewusst werden als andere Pannen. Beim Kondom denkt man immer "Oh so ein Mist" Wohingegen man es weniger deutlich vor Augen hat wenn man z.b. seine Pille wieder erbricht.
das finde ich den riesengroßen pluspunkt an kondomen. wenn alles gut war, kann man absolut beruhigt sein. bei anderen sachen
könnte ja immer mal unbemerkt was sein. und das gilt ja sowohl for schwanger werden als auch für krankheiten
um den bogen wieder zu kriegen
ich verstehe switchs einwand und hab dadrüber auch schon öfters mal nachgedacht. es ist paradox und spielt vermutlich so ein wenig mit der auffassung, dass AIDS und co so selten sind, deshalb steckt man sich bei kaputten kondom nicht so schnell an. welch logik... schwanger wird man davon aber vermutlich häufiger. also ist ein kondom bezüglich aids auch in gerissen sicher, in sachen SS nicht

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ich versuche nur, diesen "interessanten" gedankengang nachzuvollziehenHier kann's jetzt also weitergehen. Wie seht ihr das?