Alana hat geschrieben:
Sich von einem pauschalen Zuschuss z.b. eine Spirale zu leisten stelle ich mir schwierig vor.
Da müsste man ja lange Sparen, was wahrscheinlich die meisten nicht tun werden wenn sie sowieso nicht viel Geld zur Verfügung haben.
Die Sparzeit würde natürlich von der Höhe des Zuschusses abhängen. Ich weiß ja nicht, wie knapp du den bemessen würdest. Ich überlege gerade auch noch, was ich da vorschlagen würde, wenn ich müsste.
Ich bin jedenfalls für freie Verhütungsmittelwahl.
Zitat:
Einfach mehr Geld zur Verfügung zu stellen ist da auch nicht die beste Lösung. Die Versuchung ist so groß es anders auszugeben.
Das ist vermutlich ein den Politikern nachgeplappertes Vorurteil und zeigt nur mal wieder, wie klischeeverseucht das Thema Hartz 4 ist. Wahrscheinlich kannst du noch nicht einmal was dafür, dass du das meinst, weil du überall nur genau dieses Klischee hörst. Traurige Situation.
Ich behaupte im Gegenzug jetzt einfach, dass die meisten Hartzis wesentlich besser mit Geld umgehen (d. h. es sich einteilen, nicht spontan für Unnötiges ausgeben) können als viele Berufstätige. So wie sich das häufig anhört mit dem Versaufen usw., müssten uns die Hartzis nämlich wegsterben wie die Fliegen, weil sie nicht mal genug Geld für Lebensmittel übrig hätten.
Ganz von der Hand zu weisen ist das mit der Versuchung, das Geld anderweitig auszugeben, allerdings auch nicht, denn ich kann mir vorstellen, dass z. B. ein dringend notwendiges neues Bett einen schon "schwach werden" lassen kann. Das ist dann allerdings kein Problem der Verhütungssatzes, sondern der anderen Zuwendungen oder eher Nicht-Zuwendungen vom Amt. Ich bin ja gespannt, ob jemand noch das BGE in diesem Thread bewirbt.Zitat:
Ich denke man müsste einen Weg finden auch Kondome in diese Regelung mit einzubeziehen. Ich denke z.b. daran sie in den Katalog der nicht verschreibungspflichtigen Produkte aufzunehmen, die die Krankenkasse zahlt.(Für Mädchen bis 21 oder hier Hartz IV Empfänger,genau wie bei Pille etc.) Dann vielleicht mit einer Pauschale und wer etwas teureres will kann die Differenz bezahlen.
Hm ja. Und dann kann man die nur in der Apotheke holen? Und muss dem Arzt erst erklären, welche Sorte man braucht? Versuche mir das gerade praktisch vorzustellen.
Zitat:
Oder auch nachträgliches einreichen von Belegen.
Oder einfach eine Stelle in jeder Gemeinde bei der man Kondome kostenlos bekommt, wenn man nachweisen kann,dass man Hartz IV bekommt?
Dies beides finde ich entwürdigend (gut, da gibt es noch ganz andere Dinge bei denen, aber
das muss ja nun nicht
auch noch sein). Ich finde, außer mir und meinem Sexualpartner geht es niemanden etwas an, wie ich verhüte, ob und wenn ja wie viele und welche Kondome ich verbrauche. Höchstens noch den Arzt - jedenfalls nicht das Amt.
Zitat:
Übrigens weißt inzwischen auch die BZGA darauf hin,dass man bei Kondomen auf die richtige Größe achten soll und sie bei richtiger Anwendung sicher sind.
Ausgerechnet Kondome aus dem Leistungskatalog auszuschließen finde ich sehr unklug, gerade wo auch wieder die klassischen Geschlechtskrankheiten sich wieder ausbreiten und Kondome und andere Barrieremethoden die einzigen Möglichkeiten sind die nicht in das Körpergeschehen eingreifen und außer Allergien keine Nebenwirkungen haben.
Allerdings ist das Bild, dass von Kondomen gezeichnet wird etwas zwiespältig. Zur Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten funktionieren sie ja angeblich so toll,dass man sich darauf verlassen kann aber für Verhütung ist es je nach Quelle angeblich nicht sicher genug.
Ich frage mich immer wo das herkommt. Wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt ist das ein Widerspruch in sich. Immerhin kann man sich den ganzen Zyklus über anstecken und nur an einigen Tagen schwanger werden.
Da stimme ich dir vollkommen zu; das stört mich nämlich auch schon lange! Vielleicht ist - mal wieder - die Pharmalobby schuld.
