Ich seh, daß ich was verpaßt habe - und da ich offenrabr die Ursache bin, geb ich mir mal Mühe.
Bei uns hat genau das eineinhalb Jahre lang eine gewollte Schwangerschaft verhütet. Wir hatten wirklich alles probiert, optimiert und meine Frau war davor (einschließlich Fehlgeburten) bereits 4 mal problemlos schwanger geworden. Das erstemal ungewollt, die anderen drei ganz gezielt, weil wir ein Kind wollten. Wir hatten da drei bis vier Zyklen ohne besonderen Aufwand gebraucht.
Ich glaube
nicht (!!!), daß eine sichere Verhütung durch Brustmassage bei jeder Frau möglich ist, aber bei uns sieht es so aus, als wenn wir über (so nenne ich es jetzt mal) Bruststimulation halbwegs zuverlässig verhüten könnten. ABER (wichtig wichtig), zum einen muß man ganz sicher in Rechnung stellen, daß jeder Körper anders reagiert und zum zweiten ist das wohl nur für Leute, für die die Brust erotisch genug ist, um daraus eine Art Fetisch machen zu können. Anders kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß genug Motivation für die regelmäßige tägliche "Übung" da ist.
Bei uns hat es mit täglichen Brustmassagen durch mich an der schmerzenden Brust in der Schwangerschaft angefangen. Im Prinzip eine Brustmassage nach Marmet in großen Kreisen von außen nach innen, wobei ich mit 4 Fingern immer kleine massierende Kreise mache, dann absetze, an der nächsten Stelle weitermache, sodaß sich insgesamt eine Spirale nach innen ergibt. Das Ganze eher großflächig und wenig in die Brust hineingreifend, unter den Achseln kräftiger. Das mit beiden Brüsten und danach kommt noch ein Ausstreichen mit den Fingerkuppen strahlenförmig von außen nach innen zu den Brustwarzen hin. Das Ausstreichen ist bei mir von der Sorte, die Gänsehaut machen kann. Das folgende Bild (nur D und E) veranschaulicht das etwas besser:

Bei uns dauert das ingesamt vielleicht 3-5 Minuten (habs nie gemessen) und wir machen es einmal am Tag vorm Einschlafen. Das eigentlich dazugehörende Ausschütteln der Brüste wie im Bild F (die Übung ist ja für Stillende gedacht) machen wir nie.
Ich habe die Abfolge nie dogmatisch gesehen, sondern eher als Grundidee, die in der Praxis von den momentanen Wünschen überlagert wird. Ich mache alles bei beiden Brüsten im Uhrzeigersinn und wie gesagt insgesamt immer so 3-5 Minuten lang.
Für meine Frau wars einfach zum Schnurren, ich machs als Mann schon hormonbedingt gerne und alles andere kam mit der Zeit. Irgendwann nach der Geburt war es geil (kein anderes Wort paßt hier), es etwas weiter zu treiben, bis tatsächlich die Milch kam und nach dem Abstillen hatten wir eigentlich damit aufgehört, damit die Milch weggeht und sicher auch aus irgendwelchen moralischen Beweggründen. Ein paar Monaten später fanden wir, daß wir eigentlich bescheuert sind und beide weitermachen wollen. In der Folge wurden die drei noch vorhandenen Tröpfchen Milch wieder mehr und (!!!) die Regel wurde wieder weniger heftig, also die Kopfschmerzen, das Bauchreißen und sogar die Streitlust und die hohe Empfindsamkeit meiner Frau kurz vor der Regel fielen fast völlig bis völlig weg. Die Regel selbst war aber nach wie vor da, aber mal länger und mal kürzer, also eventuell abhängig von der Stimulation der Brust.
Mit dem Wiederkommen der Milch habe ich angefangen, sie "einfach" zu trinken. Mir gefällts, ihr gefällts, vorm Aufstehen, vorm Einschlafen und ich nehme keine entrüsteten Kommentare entgegen. Wir reden auch von "trinken", nicht "stillen". Es wird sicher klar sein, wovon wir uns innerlich abgrenzen wollen. Eigentlich hätte ich es am liebsten gar nicht erwähnt, aber es wäre eine "Lüge durch Weglassen", wenn ich es nicht erwähnt hätte und gehört von der Wirkung her unbedingt zur Massage dazu. Fakt ist aber auch, daß die Wirkung auf die Regel auch nur durch die Massage alleine zustandekam. Und wie gesagt, um schwanger zu werden, mußten wir mit allem aufhören. Erst eineinhalb Jahre erfolglos gebastelt - und nach dem Aussetzen war meine Frau 6 Wochen später schwanger.
Keine Ahnung, wie man sich das erleichtern kann, wenn man keinen ausgeprägten "Brustfetisch" hat. Im Netz wird öfter mal darüber diskutiert, ob man ein TENS-Gerät (Pads links und rechts bzw. über und unter den Brustwarzen) zur Induktion der Milchbildung einsetzen kann, weil der taktile Reiz dann ja genauso da ist, wie bei der massierenden Hand oder dem trinkenden Mund. Aber keiner weiß es wirklich.
Ich finde die Beobachtung auf jeden Fall hochinteressant, zumal sie ja historisch auch schon mehrfach berichtet wird. Aber die Taoisten spekulieren, glaube ich, was die ganz genauen Anweisungen anbelangt. Unsere Assage folgt ja nur ganz grob den Anweisungen für die taoistische Hirschübung und den Beckenbodenteil der Übung hat meine Frau nie gemacht. Der Extrakt des ganzen Geheimnisses ist wohl, daß die reine Bruststimulation, regelmäßig genug gemacht, auf den Zyklus wirkt.
Für Frauen, denen jede Verhütung verboten ist, wäre das vielleicht zumindest ein Regulator im Sinne einer Senkung der Empfängniswahrscheinlichkeit. Was kann man schießlich dafür, daß man Sex macht, der von der Art her ganz aus Versehen nebenbei empfängnissenkend wirkt?