Sarüdiger hat geschrieben:
Ja, eigentlich traurig.. Aber wenn man halt mit 13 oder 14 zum FA geht und der einem sofort zur Pille rät (bzw. heutzutage auch zum NuvaRing) und einem diese/n auch prompt verschreibt - ohne auch nur anzusprechen, dass es Alternativen gibt -, muss man sich mit sowas halt echt nicht auseinandersetzen.
(Sorry für's Abschweifen, aber das ist doch ...

)
Edith denkt an die bedingte Eignung der NFP für jüngere Mädels, ist aber trotzdem in Meckerstimmung, da die Pille teilweise so leichtfertig verschrieben wird.

Naja... ich find das noch nicht mal so sehr schlimm, dass denen zur Pille geraten wird. Ich finde es nur erschreckend, dass diese allgemein Aufklärung, was Verhütungsmittel angeht, so gering ist. Und daran sind nichtmal nur die Frauenärzte schuld. Daran sind auch die Leute selber schuld. Ich weiß nicht, aber als ich in der Alter kam, wo ich merke, okay, jetzt komm ich so langsam aber sicher deutlichst in die Pubertät, da hab ich mich selber informiert. Auch über Verhütungsmittel und deren Sicherheit. Und zwar über so ziemlich alle, die es gibt. Dabei habe ich bis heute noch nichtmal Verhütung gebraucht. Aber alleine, dass ich hier angemeldet bin, zeigt ja (denke ich), dass ich mich mit meiner eigenen Fruchtbarkeit auseinandersetze.
Und ich bin ja weiß Gott keine Heilige, kein neuer Messias oder ein besserer Mensch.
Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum man erst dann, wenn man irgendwie was "braucht" und einem einfällt "oh, wenn ich pimpere, ohne dabei irgendwas zu schlucken, überzuziehen, aufzukleben etc., könnte es ja passieren, dass ich schwanger werde", mal anfängt, sich überhaupt darüber Gedanken zu machen.
Das könnte imho schon lange abgeschlossen sein, inklusive grober Selbstinformation über hormonelle und nicht-hormonelle Methoden der Verhütung und der Entscheidung, was man davon will oder nicht.
Für mich stand schon mit 16 Jahren fest, dass ich nicht hormonell verhüten will, aus dem ganz furchtbar banalen Grund, dass ich bei allen meinen Freundinnen und Schulkameradinnen mitbekommen hatte, wie deren Brüste "von der Pille" gewachsen waren (und bei Absetzen der Pille auch schrumpften) und alleine diese Vorstellung für mich schon so ein Horror ist, dass mir wirklich jede einzelne andere Wirkung, die solche Medikamente haben, positiv wie negativ, vollkommen am A**** vorbeigeht.
Meehrfruchtsaft hat geschrieben:
Ich verstehe das nicht.
Ich weiß nicht woher, aber ich wusste schon lange bevor Verhütung bei mir ein Thema war, was der Pear Index ist und was er bedeutet etc. Das kam doch in der Schule vor (und schon davor wusste ich es)..
Wir hatten das auch in der Schule. Das stand im Biobuch. Das heißt aber noch lange nicht, dass a) jeder bei dem Thema zugehört hätte und b) jeder das auch gelesen hätte, was im Biobuch steht.
Dazu kommt noch, dass mal mindestens die Hälfte meiner Klassenkameraden zu dem Zeitpunkt, als wir das in der Schule hatten, schon längst sexuell aktiv war und sich bereits mit sowas hatte auseinandersetzen müssen.
Wir waren in der 10ten Klasse, als wir mal so einen "lustigen" Vortrag (Mädchen und Jungen getrennt) hatten, wo Kondome, Mirena und Kupferspiralen durchgereicht und alles vorgestellt wurde, auch mit Pearl Index.
Aber zu dem Zeitpunkt war das Thema Verhütung für die meisten einfach schon durch, weil die schon längst regelmäßig Sex hatten. Sowas kommt dann halt auch einfach zu spät.
Davor hatten wir zum Thema Sexualkunde eben nur solche Sachen wie z.B. wie allgemein der Geschlechtsverkehr abläuft und wie sich Männer und Frauen selbst befriedigen (können)
Bei mir weiß außer meiner Mutter niemand, wie ich zum Thema Verhütung stehe und auch niemand sonst, dass ich aus Spaß an der Freude meinen Zyklus so akribisch beurteile und das ist auch gut so, weil ich keine Lust habe, mit irgendjemandem darüber zu diskutieren und weil ich mich dazu auch nicht wirklich im "Recht" fühle, eben weil ich Verhütung an sich noch nie gebraucht habe.