14 Jahre Pilleneinnahme mit einem knappen Jahr Unterbrechung (hab mit 16 angefangen, die Pille zu nehmen).
Valette (ca. 5 Jahre eingenommen)
Positiv: Super Haut, konnte waschen/cremen wie ich wollte.
Negativ: Depressive Verstimmungen, Migräne mit Sehstörungen (vorher nie gehabt!), Haare wurden in den ersten 2 Jahren der Einnahme wesentlich feiner (seither nie wieder die vorherige Haarstärke erreicht), Dauerblasenentzündung, Beinvenen wurden schwächer und deutlich in den Kniekehlen sichtbar, etwa innerhalb des ersten Jahres der Einnahme.
Desmin 20 (ca. 4 Jahre eingenommen)
Positiv: Migräne ging zurück, gutes Hautbild (allerdings nicht mehr so übertrieben klar und immer ohne Unreinheiten wie unter der Valette).
Negativ: Haare nach wie vor fein, Beinvenen weiter belastet, Pilzinfektionen, oft Blasenentzündung.
Cerazette (ca. 3 Monate eingenommen)
Positiv: Keine Migräne, ausgeglichene Stimmung.
Negativ: Speckige Haut, Pickel, Haarwuchs am Körper (hat sich scheinbar vermännlichend ausgewirkt, respektive, mein Körper hat nicht genug weibliche Hormone gebildet).
Petibelle (ca. 2 Jahre eingenommen)
Positiv: Migräne zeigte sich kaum noch, Hautbild sehr klar.
Negativ: Haare nach wie vor fein, Beinvenen weiter belastet, depressive Verstimmungen, Pilzinfektionen, starker Ausfluss.
Yasminelle (nehme ich seit 9 Monaten)
Positiv: Keine Migräne, Hautbild wieder so übertrieben klar wie unter Valette.
Negativ: Haare nach wie vor feiner, Beinvenen weiter belastet, Entwicklung Richtung Krampfadern, starker Ausfluss.
Wenn ich diese Zusammenfassung so lese, hätte ich wohl schon bei der ersten Pille sagen müssen "so nicht". Aber mir war lang nicht klar, dass viele Auswirkungen tatsächlich von der Pille kommen und nicht einfach so entstanden sind.
Nachdem meine Schwester neulich noch eine Thrombose hatte und ich einen relativ erschreckenden
Artikel gelesen habe, in dem unter anderem die Petibelle und Yasminelle erwähnt werden, habe ich endgültig die Nase voll und beschlossen, dass der aktuelle Pillenblister erstmal mein letzter ist. Nun studiere ich fleißig "Natürlich und sicher", das Arbeitsbuch dazu und dieses Forum.

Mich gruselt es gerade extrem vor der Entzugssymptomatik, die sich nach dem Absetzen sicher wieder einstellen wird. Ich habe vor etwa fünf Jahren ein Jahr lang die Pille abgesetzt und hatte in dieser Zeit extrem schlechte Haut und etwa 10 Monate lang Dauerblutungen (mittel - stark). Mein damaliger FA riet zu einer Ausschabung, die ich dann umgangen habe, indem ich wieder mit der Pille anfing.

Das Problem war wohl, dass mein Körper nicht mehr gewohnt war, selbst weibliche Hormone im benötigten Ausmaß herzustellen (so erkläre ich mir das laienhaft). Habe ein wenig Schiß, dass ihm das nie mehr gelingen wird.
Hätte ich damals gewusst, wie lang sich die Einnahme der Pille auswirkt – ich hätte nie damit angefangen.
Liebe Grüße von der NFP-Elevin