Erst mal ein herzliches Hallo an alle.
Nach der Geburt meiner Tochter wollte ich keine künstlichen Hormone mehr zu mir nehmen

und war auf der Suche nach einer gummifreien Verhütung.
Durch die vielen positiven Berichte bin ich auf die Goldlilly gestoßen. Bevor ich sie mir habe einsetzen lassen habe ich mich durch sämtliche 37 Seiten des Threads gewühlt.
Vor einem Monat war es dann soweit. Ich wohne in Wien und habe von Dr. Korbei schon viele positive Berichte gehört. Also habe ich dort angerufen um mir einen Termin auszumachen. Das wollte die Assistentin jedoch nicht - sie bestand darauf mir Informationsmaterial zuzuschicken, das ich mir erst gut durchzulesen hatte und wenn ich mich dafür entschieden hatte, sollte ich am ersten Tag der Mens anrufen. Kostenpunkt fürs Legen 280 Euro. (Wenn man sichs nicht leisten kann, darf man sogar mit dem Arzt verhandeln, damit ers billiger macht, denn seiner Erfahrung nach lassen Frauen keine Kontrolluntersuchungen durchführen, wenn die Spirale im Bezug auf ihr Einkommen zu teuer ist, da sie Angst haben, dass die Spirale wieder gezogen werden könnte - und dadurch könnten unter Umständen wichtige Untersuchungen unter den Tisch fallen. Als ich das gelesen hatte

wusste ich, dass das der richtige Arzt ist. Ein Arzt, der sich wirklich um seine Patienten kümmert, das ist selten! Verhandelt hab ich natürlich nicht, aber ich finde diese Einstellung einfach super!
Der Tag kam, ich hatte ein wirklich mulmiges Gefühl (ob ich auch das richtige mache....), ich hatte Angst vor den Schmerzen beim Einsetzen (von denen ich hier gelesen hatte).....
Dr. Korbei nahm sich über 30 Minuten Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch. Er ging auf jede meiner Bedenken ein. Einer meiner Bedenken war die erhöhte Inzidenz von Eileiterschwangerschaften - er meinte unter der Goldspirale wären diese eigentlich fast ausgeschlossen, da eine ELSS meist mit Entzündungen vergesellschaftet sei, und es ja unter der Goldspirale zu viel weniger Entzündungen kommen würde.
OK, auf den Tisch raufgehüpft und los gings. Dr. Korbei ist noch ein Arzt der alten Schule mit einer Praxis, die mich an die Arztpraxen meiner Kindheit erinnert. Es gibt eigentlich kein High Tech in Sichtweite. Er untersuchte mich manuell - Ultraschall zum Ausmessen machte er keinen

(obwohl ich davon ja gelesen hatte) - daraufhin angesprochen meinte er, dass seiner Erfahrung nach die kleinste Spirale am wenigsten abgestoßen wird, und wenn eine Frau nicht mehr als 2 Kinder hat dann passt die kleinste Variante.
Von anderen Ärzten hatte ich gehört wie "schlimm" das Spiralenlegen bei mir werden würde, einer sprach schon fast von "unmöglich" - da ich eine sehr lange Scheide habe (ich kann zum Beispiel meinen Mumu nicht tasten), außerdem gäbe es vom Kaiserschnitt Verwachsungen - das ginge kaum mir eine Spirale zu legen.....
Dr. Korbei lachte, als ich ihm davon erzählte und meinte so was hätte er zum ersten Mal gehört, ich sollte mir keine Sorgen machen - Verwachsungen wären ihm egal und wenn die anderen Ärzte kein vernünftiges Spekulum nehmen, na dann gehts auch nicht.
OK, auch diese Bedenken zerstreut.
Das Einsetzen selbst war unproblematisch und innerhalb weniger Minuten erledigt. Es war schon ein bisserl unangenehm - aber weit weniger unangenehm als eine einzige Wehe
Er meinte ich dürfte alles sofort wieder.

Ich fragte "alles" - er meinte ja, gar kein Problem, GV, baden, Tampons - sofort. Ein zugegebener Weise eklatanter Widerspruch zum Gehörten. Er meinte am ehesten würde ich die Spirale bei einer starken Mens verlieren - daher immer Tampons und Binden kontrollieren und nachher Fäden tasten.
Ein paar Tage danach hatte ich Schmierblutungen, das wars. Um den Eisprung rum hatte ich eine ganz winzigkleine Schmierblutung (auch wie hier beschrieben). Außerdem ist der Schleim weißlich geworden - riecht aber nicht. Nach dem Eisprung begann es zu zwacken - die typischen Mensankündigungszeiten waren wesentlich stärker als normal.
Dann kam die erste Mens. Schmerzen hab ich im Gegensatz zu früher überhaupt keine aber ich rinne aus!!!!! Früher kam ich mit einem Supertampon 6 Stunden leicht aus, jetzt muss ich es nach 1 1/2 bis 2 Stunden wechseln. Das bin ich überhaupt nicht gewöhnt. Heute, am 3 Tag ist es schon etwas besser geworden und ich muss nur noch alle 3 Stunden wechseln.
Jetzt meine Frage an alle Goldspirale Langzeitträgerinnen. Hattet ihr das auch? Wenn ja, hat es sich gebessert? Für mich ist diese starke Blutung doch eine ziemliche unangenehme Nebenwirkung. Wenn es sich nach ein paar Zyklen einpendelt kann ich ja damit leben.