Mit Blut ist mir GottseiDank noch nie etwas Peinliches passiert. Je mehr ich aber hier von euren Geschichten lese, desto gründlicher kontrolliere ich ob alles sitzt bevor ich mich unter Menschen begebe.
Dafür hatte ich mal ein Zervixschleimdurchsickerungserlebnis. Hochsommer, 30°C, dünnes Sommerkleidchen, der Eisprung naht. Ich sitze da also nichts ahnend in der Uni und spüre plötzlich wie eine ganze Menge S+-Schleim sich verselbstständigt, in meine Unterhose rutscht und von selbiger absorbiert wird. Auf dem dunkelpinken, einfarbigen Leinenrock war ein ca. 10cm großer nasser Fleck zu sehen. Bevor mich jemand darauf aufmerksam machen konnte, habe ich mir daher meine Lederjacke um die Hüfte gebunden.
Seitdem nehme ich an S+-Tagen lieber eine Stoffslipeinlage.
Bei S+Schleim, der ja einfach nur feucht aussieht, denkt man ja normaler Weise eher an Inkontinenz als an hochfruchtbaren Schleim (zumindest als Nicht-NFPler). Das finde ich persönlich fast noch peinlicher als Blut. Da ist wenigstens eindeutig was es ist.
Eigentlich ist es schon verrückt was einem alles so peinlich ist.

Wenn man es sich recht überlegt, ist es sogar ganz schön fragwürdig, dass um einen Tropfen Blut an der Hose so ein HeckMeck gemacht wird. Es ist schließlich ganz natürlich und um einen herum laufen Tag für Tag blutende Frauen herum. Dass da mal was daneben geht, ist ja eigentlich vorprogrammiert. Ich frage mich woher diese Einstellung unserer Gesellschaft eigentlich kommt. Menstruation wird ganz schön tabuisiert in unserem ach-so-modernen 21. Jahrhundert.
