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 Betreff des Beitrags: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 18. Mai 2013 22:22 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. September 2010 00:21
Beiträge: 91
Wohnort: Wuppertal
Hallo zusammen,

habe nach einem Nuvaring Rückfall nun den FA gewechselt und er hat mir vorgeschlagen nach ein paar Untersuchungen mit Metformin der Natur auf die Sprünge zu helfen.
Hat jemand hier Erfahrungen damit?
Ist bei einfach nur zu viel Testosteron nicht auch was harmloseres möglich?
Wie lange muss ich das dann nehmen?
Was sollte ich sonst noch wissen?
Habe schon so ein paar Kleinigkeiten entdeckt, z. B. dass ich in der ersten Zeit mit Übelkeit rechnen muss. Er hat mir auch gesagt, das ich es sollte eine OP anstehen 24Std. vorher absetzten muss. Außerdem weiß ich das ich bei Laktoseunverträglichkeit aufpassen muss, hab ich aber zum Glück nichts mit an der Mütze.
Bin dankbar für jeden Tipp.
Sollte es dieses Thema schon geben, sorry hab echt alles mit der Sufu durchwühlt aber nichts passendes gefunden.

Liebe Grüße
:D

_________________
smilinggirl unterwegs mit Andreas 07/15 in endlos Zyklus Nummer Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 19. Mai 2013 00:03 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 9. Februar 2012 17:23
Beiträge: 1003
NFP seit: 01/2012
Hallo smilinggirl,
habe ich das richtig verstanden, dass du aktuell noch den Ring benutzt?! Wo genau liegt bei dir denn das Problem: "nur" erhöhter Testosteronspiegel, unregelmäßige Zyklen, Amenorrhoe, Kinderwunsch....? Ist bei dir denn ein PCO-Syndrom bekannt oder wie kommt dein FA auf die Idee mit dem Metformin? Welche Untersuchungen sind bei dir den schon gemacht worden? Hormonstatus nehme ich an, aber war das denn unter dem Ring oder kurz nach dem Absetzen? Das wäre ja dann nicht aussagekräftig.

Ohne weitere Infos ist es also schwer zu sagen, ob Metformin bei dir sinnvoll ist. Allerdings musst du dir im Klaren sein, dass das Medikament definitiv nicht einfach mal "kurz so nebenbei der Natur auf die Sprünge" hilft. Wenn die Behandlung tatsächlich indiziert sein sollte (in der Regel ist das bei PCOS mit Insulinresistenz der Fall), ist das eine Langzeittherapie.

Letztendlich würde ich dir bei dem, was ich bisher über dich weiss (Testo-Werte erhöht, fragliche Metformintherapie) dringend raten, dass du dich in die Hände eines Fachmannes, sprich zu einem Endokrinologen bzw. einem endokrinologischen Gynäkologen begibst. Frauenärzte sind damit -auch aus eigener Erfahrung- fast immer überfordert.

_________________
Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht. -Jean Anouilh-
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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 19. Mai 2013 10:06 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. September 2010 00:21
Beiträge: 91
Wohnort: Wuppertal
Hallo Mayama,

danke für deine schnelle Antwort
Zur Zeit wende ich noch den Nuvaring an, Morgen kommt er raus, erste Blutabnahme am 2-5 Zyklustag um aktuelle Werte zu bekommen, danach Insulinbelastungstest und weiteres.
Die Idee des Arztes begründet auf meiner Ringpause 2010/2011 ein Jahr und keine Bewegung im Zyklus, Kurven ohne erkennbare Ereignisse. Dort wurde auch ein Hormonstatus gemacht und nur erhöhtes Testosteron festgestellt, ca. 8 Monate nach dem absetzen. Nun meint der neue FA, wenn alle Untersuchungen durch sind und keine Krankheiten oder andere Begründungen für die unausgeglichenen Hormone vorliegen, wäre das eine Möglichkeit meinen Zyklus zu normalisieren.
Ich versuche hier einfach schon mal vorab mehr dazu raus zu finden. Denn genau das was du schreibst, eine Langzeittherapie, möchte ich eigentlich nicht. Drum hatte ich die Hoffnung, dass es da Leute mit Erfahrung gibt. Die berichten wie lange sowas dauert und was es für den Körper bedeutet usw.
Der neue FA ist in jedem Fall in der Lange Kurven auszuwerten, kennt sich mit Persona und Co. aus und ist für NFP. Mehr kann ich nach einem Termin noch nicht sagen.
Hoffe mit diesen Infos kann mir jemand mehr sagen, vielleicht ja auch du.
Danke

Liebe Grüße
smilinggirl

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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 19. Mai 2013 20:18 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 9. Februar 2012 17:23
Beiträge: 1003
NFP seit: 01/2012
Ah, jetzt kann ich mir ein ungefähres Bild machen. *freunde*

So wie es aussieht ist ein PCO-Syndrom bei dir also noch gar nicht diagnostiziert, sondern dein FA hat die Kombination Zyklusprobleme + erhöhter Testosteronspiegel wohl als das gedeutet. Hat man bei dir auch das typische Ultraschallbild gesehen (polyzystische Ovarien)?

Finde ich übrigens gut von dir, dass du dich vorab schon informieren möchtest, da man dann nicht ganz so unvorbereitet in das Arztgespräch geht, du übriggebliebene Fragen stellen und letztendlich auch durchaus kritisch gegenüber vorgeschlagenen Behandlungen sein kannst.

Also die Metformintherapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie, da erste Effekte ja auch erst nach einigen Monaten zu erwarten sind.
Metformin ist tatsächlich nur bei nachgewiesenem PCO-Syndrom und genau genommen auch eher bei gleichzeitig vorliegender Insulinresistenz indiziert und selbst da muss man sich im Klaren sein, dass das Medikament auch für diese Indikation nicht zugelassen ist. Nichtsdestotrotz hilft es einigen PCO-Patientinnen ihren Zyklus zu regulieren und SS zu werden. Aber wie gesagt, vor jede Therapie gehört eine ordentliche Diagnose und PCOS ist (leider) eine Ausschlussdiagnose.
Nix gegen deinen FA (super, wenn er sich so gut mit NFP auskennt *daumenhoch* ), aber bei dieser Fragestellung würde ich zur definitiv -wie zuvor schon geschrieben- zum entsprechenden Facharzt wechseln!
Meine frühere FÄ wollte das auch alles selbst in die Hand nehmen und mir nach durchgeführtem Hormonstatus erst einmal die Pille und danach Clomiphen verordnen. Als ich dann nach gründlicher eigenständiger Recherche zum Spezialisten zur weiteren Abklärung gegangen bin, hab ich erst gemerkt, dass sie tatsächlich nur ein durchaus gefährliches Halbwissen von der Materie hat. Letztendlich habe ich dann den FA gewechselt (zu einem endokrinologisch spezialisierten Gyn), da sie mir die weitere Abklärung in der Uniklinik und mein Ablehnen der Pille als PCOS-Therapie übel genommen hat. War wohl in ihrer Ehre gekränkt *kopfWand*

In der Regel wird eine ausführliche Diagnostik (kompletter Hormonstatus incl. LH/FSH, Prolaktin, SD-Werte; bei nachgewiesenem PCOS Testung auf Insulinresistenz; ggf. Ausschluss eines late-onset AGS (adrenogenitales Syndrom) = Differentialdiagnose zu PCOS) erst einige Zeit nach Absetzen von künstlichen Hormonen durchgeführt. Zum einen da sich dein Körper/deine Hormone erst einmal wieder einspielen müssen (der körpereigene Hormonregelkreis wurde ja durch die künstliche Hormonzufuhr komplett außer Kraft gesetzt) und zum anderen würden die Blutergebnisse sowieso verfälscht werden und somit also unbrauchbar sein. Mir wurde gesagt, ein Hormonstatus wäre frühestens 3 Monate, aber besser noch 6 Monate nach Hormonentzug sinnvoll.
Falls du es noch nicht getan hast, empfehle ich dir, dich im folgenden Thread ein wenig zu informieren. Da geht es nämlich um das Management bei Zyklusunregelmäßigkeiten:
viewtopic.php?f=27&t=12242&hilit=untersuchungen+Zyklusst%C3%B6rungen

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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 19. Mai 2013 22:39 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 24. September 2010 00:21
Beiträge: 91
Wohnort: Wuppertal
Hallo Mayama,

jetzt hab ich zumindest `ne Idee wie das ganze laufen könnte und kann hoffen, dass es noch alternativen gibt. Da meine alte FÄ zwar sch. war aber auf meine Frage ob es nicht PCO oder so sein könnte nur nein gesagt hat. Vielleicht war ich einfach nur zu ungeduldig. nach genauerem anschauen des letzten Zyklus gerade gegen Ende mit Mönchspfeffer könnte ich mir auch vorstellen, dass sowas vielleicht doch nochmal einen Versuch wert wäre.
Mal abwarten erste Testwerte will er ja während der Abbruchblutung nehmen. Mal sehen, auch wenn die verfälscht sind, kann man die ja zumindest, mit denen von 2011, schon mal nutzen um evtl. PCO und Co. auszuschließen. Der Körper ist halt keine Maschine und meine Ungeduld ist da nicht immer hilfreich.
Tausend Dank nochmal für deine Antworten. *freunde* So weiß ich zumindest schon etwas mehr. :idea:

Noch eine Frage ist offen, er hat nie von PCO oder so gesprochen, gibt es denn diese Therapieform auch einfach nur als Starthilfe? Habe bei wikipedia gelesen das Sportler es teilweise nur nehmen um ihr Gewischt zu reduzieren wegen der geringen Nebenwirkungen. Da könnte sowas ja auch möglich sein, oder? :?:

Freue mich weiterhin auch über einfache Erfahrungsberichte von Anwenderinnen und Denkvorschläge um bei meinem nächsten Termin bessere Fragen stellen zu können.

Liebe Grüße

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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 20. Mai 2013 11:51 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 9. Februar 2012 17:23
Beiträge: 1003
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smilinggirl hat geschrieben:
Noch eine Frage ist offen, er hat nie von PCO oder so gesprochen, gibt es denn diese Therapieform auch einfach nur als Starthilfe? Habe bei wikipedia gelesen das Sportler es teilweise nur nehmen um ihr Gewischt zu reduzieren wegen der geringen Nebenwirkungen. Da könnte sowas ja auch möglich sein, oder? :?:

Wie gesagt, Metformin wird zur Therapie bei PCOS im off-label use eingesetzt; neben der offiziellen Indikation Diabetes gibt es m.W. keine weitere Indikation, schon gar nicht enfach mal zur Starthilfe bei Zyklusunregelmäßigkeiten. Zumal der genaue Wirkmechanismus bei der PCO-Therapie ja noch nicht einmal bekannt ist.
Einige Erfahrungsberichte findest du v.a. im PCOS-Unterforum (da gibts einen speziellen Thread zu Erfahrungen mit Metformin bei PCOS), für das man sich aber freischalten lassen muss.
viewtopic.php?f=25&t=15053

smilinggirl hat geschrieben:
Mal abwarten erste Testwerte will er ja während der Abbruchblutung nehmen. Mal sehen, auch wenn die verfälscht sind, kann man die ja zumindest, mit denen von 2011, schon mal nutzen um evtl. PCO und Co. auszuschließen.

Freue mich weiterhin auch über einfache Erfahrungsberichte von Anwenderinnen und Denkvorschläge um bei meinem nächsten Termin bessere Fragen stellen zu können.

Nix gegen deinen Gyn, aber einen Hormonstatus während der Abbruchblutung zu machen ist völlig sinnentleert! Und anhand der Werte wird man definitiv kein PCOS ausschließen können!
An deiner Stelle würde ich beim nächsten Gyn-Besuch nochmal gezielt nach PCOS-Verdacht fragen und mir auch das Ultraschallbild zeigen/erläutern lassen.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute für die kommende hormonfreie Zeit und vielleicht wird mit ein wenig Gedult sich ja alles von selbst einpendeln, so dass keine weiteren Maßnahen notwendig sein werden. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Metformin, Erfahrungen?
BeitragVerfasst: 21. Mai 2013 11:14 
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Beiträge: 1
NFP seit: 209
@Mayama

Vielen Dank für den Link!

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