Ah, jetzt kann ich mir ein ungefähres Bild machen.
So wie es aussieht ist ein PCO-Syndrom bei dir also noch gar nicht diagnostiziert, sondern dein FA hat die Kombination Zyklusprobleme + erhöhter Testosteronspiegel wohl als das gedeutet. Hat man bei dir auch das typische Ultraschallbild gesehen (polyzystische Ovarien)?
Finde ich übrigens gut von dir, dass du dich vorab schon informieren möchtest, da man dann nicht ganz so unvorbereitet in das Arztgespräch geht, du übriggebliebene Fragen stellen und letztendlich auch durchaus kritisch gegenüber vorgeschlagenen Behandlungen sein kannst.
Also die Metformintherapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie, da erste Effekte ja auch erst nach einigen Monaten zu erwarten sind.
Metformin ist tatsächlich nur bei nachgewiesenem PCO-Syndrom und genau genommen auch eher bei gleichzeitig vorliegender Insulinresistenz indiziert und selbst da muss man sich im Klaren sein, dass das Medikament auch für diese Indikation nicht zugelassen ist. Nichtsdestotrotz hilft es einigen PCO-Patientinnen ihren Zyklus zu regulieren und SS zu werden. Aber wie gesagt, vor jede Therapie gehört eine ordentliche Diagnose und PCOS ist (leider) eine Ausschlussdiagnose.
Nix gegen deinen FA (super, wenn er sich so gut mit NFP auskennt

), aber bei dieser Fragestellung würde ich zur definitiv -wie zuvor schon geschrieben- zum entsprechenden Facharzt wechseln!
Meine frühere FÄ wollte das auch alles selbst in die Hand nehmen und mir nach durchgeführtem Hormonstatus erst einmal die Pille und danach Clomiphen verordnen. Als ich dann nach gründlicher eigenständiger Recherche zum Spezialisten zur weiteren Abklärung gegangen bin, hab ich erst gemerkt, dass sie tatsächlich nur ein durchaus gefährliches Halbwissen von der Materie hat. Letztendlich habe ich dann den FA gewechselt (zu einem endokrinologisch spezialisierten Gyn), da sie mir die weitere Abklärung in der Uniklinik und mein Ablehnen der Pille als PCOS-Therapie übel genommen hat. War wohl in ihrer Ehre gekränkt

In der Regel wird eine ausführliche Diagnostik (kompletter Hormonstatus incl. LH/FSH, Prolaktin, SD-Werte; bei nachgewiesenem PCOS Testung auf Insulinresistenz; ggf. Ausschluss eines late-onset AGS (adrenogenitales Syndrom) = Differentialdiagnose zu PCOS) erst einige Zeit nach Absetzen von künstlichen Hormonen durchgeführt. Zum einen da sich dein Körper/deine Hormone erst einmal wieder einspielen müssen (der körpereigene Hormonregelkreis wurde ja durch die künstliche Hormonzufuhr komplett außer Kraft gesetzt) und zum anderen würden die Blutergebnisse sowieso verfälscht werden und somit also unbrauchbar sein. Mir wurde gesagt, ein Hormonstatus wäre frühestens 3 Monate, aber besser noch 6 Monate nach Hormonentzug sinnvoll.
Falls du es noch nicht getan hast, empfehle ich dir, dich im folgenden Thread ein wenig zu informieren. Da geht es nämlich um das Management bei Zyklusunregelmäßigkeiten:
viewtopic.php?f=27&t=12242&hilit=untersuchungen+Zyklusst%C3%B6rungen
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Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.
-Jean Anouilh- Mit ** fest im Herzen (10/13, 2/14) und wundervollem Sohnemann 10/14 und bezaubernder Minimaus 11/18 