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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 29. August 2012 16:41 
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neu hier

Registriert: 19. März 2012 22:54
Beiträge: 8
Dies richtet sich an alle selbst- oder anderweitig ernannten GynäkologInnen, UteronautInnen und OvolutionistInnen :P

Meine Frage ist im Thema schon gestellt: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
Ich entschuldige mich, falls diese Frage schon mal disskutiert wurde, aber ich habe mit der Suchfunktion nichts in diesem Forum finden können. Wenn es keinen Eisprung gibt, dann gibt es doch gar keine so starke Progesteron- und Östrogenproduktion (letztere wird doch vor allem durch die Umwandlung des geplatzen Folikels in den Gelbkörper angeregt?), dass sich die Uterusschleimhaut erstens richtig dick aufplustern und dementsprechend ist es doch auch nicht notwendig, sie durch Menstruation abzubauen, oder?
Beziehungsweise, selbst wenn sie sich schon durch vorherige Progesteronbildung so weit aufbauen konnte, dass es dem Körper notwendig erscheint, sie abzubefördern - wodurch wird dann das Signal dazu gegeben, wenn nicht durch das verkümmernde Ei?

Und wenn wir schon dabei sind:
Bleiben sich herkömmlicherweise vor der Menstruation aufgrund der Veränderung des Hormonhaushalts herausbildende Symptome wie Verschlechterung des Hautbilds, Anschwellen/Verfestigen der Brüste, etc. bis nach dem nächsten Eisprung und die auf ihne folgende 'richtige' Menstruation erhalten? Oder weichen sie einfach ebenso heimlich hinfort und tun so, als sei der gegebene eisprunglose Zyklus einer, wie jeder andere?

Freue mich auf eure Antworten, das interssiert mich schon länger und ich konnte hierzu bisher nichts finden. Mein Frauenärztin wollte mir diese Fragen nicht beantworten, nachdem ich ihr gesagt hab, dass ich mit NFP verhüten möchte... >:(


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 29. August 2012 16:49 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
Schau mal hier viewtopic.php?f=8&t=35556.

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 29. August 2012 17:30 
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Inventar

Registriert: 4. April 2011 22:06
Beiträge: 2067
NFP seit: 05/2011
constructor hat geschrieben:
Dies richtet sich an alle selbst- oder anderweitig ernannten GynäkologInnen, UteronautInnen und OvolutionistInnen :P

hast du die Begriffe erfunden?
die sind ja klasse! *daumenhoch*

und wenn ja: sind die copyrightgeschützt oder darf man die für die Signatur klauen? ;-)

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Mariechen

Mit (2018) im Herzen. Mit MärzKäfer (2020) an der Hand. Guter Hoffnung. Kurven nicht regelkonform.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 30. August 2012 11:02 
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alte Häsin

Registriert: 28. Januar 2012 15:24
Beiträge: 1323
Wohnort: in den Bergen aufem Land
Rötzer hat dazu folgendes geschrieben

Zitat:
Wie neueste Untersuchungsergebnisse zeigen, produziert bereits der sprungreife Follikel in geringem Ausmaß das Gelbkörperhormon Progesteron. Der eigentliche Gelbkörper wird dann in der weiteren Folge aus der Wand des Follikels aufgebaut, meist aus der Wand des gesprungenen Follikels, bisweilen aber auch aus der Wand eines nicht geplatzten Follikels. In diesem Falle ergibt sich die eigenartige Situation, dass keine Ovulation erfolgt ist, es aber dennoch zur Ausbildung eines Gelbkörpers gekommen ist.

21. neubearbeitete Auflage 1994

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Mit Sohnemann (07/01), Töchterchen (01/04) und Engelchen im Herzen
Bild Wieder verkupfert Meine Leben


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 31. August 2012 01:48 
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neu hier

Registriert: 29. März 2011 22:54
Beiträge: 39
Die GM-Schleimhaut wird ja durch das Östrogen aufgebaut, nicht durch das Progesteron! Bevor der Eisprung stattfindet, hat das Östrogen also schon mal ca. 14 Tage ungestört Zeit, die GM-Schleimhaut aufzubauen. Kommt durch einen "ordentlichen" Eisprung dann Progesteron in der 2. ZH dazu, stoppt das eher den weiteren (quantitativen) Aufbau der GM-Schleimhaut. Die Schleimhaut wird durch das Progesteron dann qualitativ umgewandelt. Und das Progesteron verhindert das Abbluten.

Um eine hohe GM-Schleimhaut aufzubauen, braucht es also nur Östrogen. Wenn kein Eisprung stattfindet, kann das Östrogen auch in der 2.ZH ungehindert weiter an der Schleimhautdicke bauen - Progesteron als "Gegenspieler" fehlt ja dann. Und diese dicke Schleimhaut will natürlich irgendwann abbluten, meistens, wenn der Östrogenspiegel wieder etwas abfällt, und wegen des fehlenden Progesterons, wird die Blutung eben gerade nicht verhindert.
Deshalb hat man ja gerade bei Gelbkörperhormonschwäche meistens sehr starke Blutungen.

In den frühen Wechseljahren (in denen ich bin) kommt diese Situation sogar sehr oft vor: Es reicht nicht mehr für einen Eisprung, aber es ist noch genug Östrogen da, um die GM-Schleimhaut aufzubauen. Durch den fehlenden oder "unvollständigen" Eisprung und dem daraus folgenden Progesteronmangel hat man häufigere und stärkere Blutungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 31. August 2012 06:29 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 24. Februar 2010 17:19
Beiträge: 470
Das finde ich soweit sehr einleuchtend und super erklärt *daumenhoch* Sonst würde man ja auch unter der Pille bzw. in der Pillenpause nicht bluten. :idea:

Aber:
freesie hat geschrieben:
Deshalb hat man ja gerade bei Gelbkörperhormonschwäche meistens sehr starke Blutungen.

Warum ist dann unter der (Östrogen-)Pille die Blutung eher schwächer als ohne *kopfkratz* bzw. wieso neigen manche Frauen unter dem Einfluss von Gestagen zu Schmierblutungen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 31. August 2012 07:55 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Es gibt keine Östrogenpille. Die Pille, die Mikropille, besteht aus Gestagen (künstliche Progesteron) und Östrogen. Es kommt in der Pillenpause zu einem Hormonabfall wie nach auch im natürlichen Zyklus. Die Gestagene in der Pille sorgen i. d. R. dafür, dass sich möglichst wenige Schleimhaut aufbaut, damit die Blutung schwach bleibt.
Schmierblutungen entstehen unter der Pille meist, wenn das Östogen zu niedrig dosiert ist oder in den ersten 3 Monaten, dann kann der künstliche Zyklus nicht aufrecht erhalten werden (die Pille verhütet dann aber genauso sicher).


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 31. August 2012 12:30 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 24. Februar 2010 17:19
Beiträge: 470
Ah, so ist das. Danke Estreya für die Erklärung *knutsch*

Meine letzte Pille ist einfach so lange her (naja) und bis dahin hab ich mir zugegebenermaßen ja auch nie Gedanken über die Funktionsweise gemacht :mrgreen: wie schön, dass ich jetzt nicht's mehr nehmen muss, von dem ich nicht mal weiß wie's funktioniert *lach*

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 12:01 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
Mir scheint, es passt ganz gut zum Thema, und ich bin nicht sicher, ob ich dazu schon mal was gelesen habe.
Warum wirkt das Östrogen in Pillen verhütend? Soweit ich weiß, enthielten die ersten Pillen nur Östrogen (und zwar ziemlich viel), und das sorgte für ein strakes Thromboserisiko, weswegen dann Gestagene dazu kamen, um die Menge des Östrogens verringern zu können, bei gleicher Wirksamkeit.
Also, auf welchem Weg kann eine Östrogenbombe eine Schwangerschaft verhüten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 15:42 
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Moderatorin a. D.

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NFP seit: 12/2008
Ich glauuube mich zu erinnern, dass man nicht 100%ig genau weiß, _wie_ bzw warum die Pille genau funktioniert bzw was da passiert. Letztendlich kann man ja auch ohne Östrogen verhüten. Das hat man halt im Laufe der Zeit herausgefunden. Das Östrogen in den Pillen hat auch den Zweck, die Schleimhaut zu halten (Durchbruchsblutungen zu verhindern) und positiv auf die Haut zu wirken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 16:25 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Hast du dafür Quellen, dass die ersten Pillen nur Östrogen enthielten? Ich glaube nämlich nicht, dass es so war. Meines Wissens waren die einfach höher dosiert und oft mehrphasig, ich lasse mich aber gern überzeugen.

Man weiß ja schon, warum die Pille verhütet - man macht sich ja die Ähnlichkeit mit der natürlichen Hochlage zu Nutze (Progesteron --> Gestagen), in der ein Eisprung nicht mehr möglich ist (Schleimverdickung, Eisprungunterdrückung, Nidationshemmung, weniger Schleimhautaufbau)


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 16:28 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
Richtig - die Wirkweise des Gestagens hätte ich jetzt auch nicht in Frage gestellt. Schlimpfropf, Eisprunghemmung... ist ja sehr einleuchtend.
Was die Quellen angeht: leider nein. Ich habe das irgendwo gelesen (ich meine, sogar mehrfach).


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 16:32 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich würde wirklich mal gern wissen, was in den ersten Pillen wirklich drin war. Ich hab nämlich auch schonmal gelesen, dass die gar nicht SO schrecklich hoch dosiert waren, wie man immer hört - nur ein wenig höher. Die ersten Pillen sind irgendwie ein ungeklärter Mythos für mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 16:54 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 2. Mai 2011 15:09
Beiträge: 914
NFP seit: April 2011
Sollte es solche Pillen gegeben haben, wäre die Wirkung wohl über einen Rückkopplungsmechanismus erklärbar: Viel Östrogen führt über negatives Feedback zu sinkenden GnRH-Konzentrationen. Da der LH-Peak, der den Eisprung letztlich auslöst, aber durch GnRH-Ausschüttung verursacht wird, gibt es bei weniger GnRH im Blut eher keinen LH-Peak, und damit auch keine Ovulation.

_________________
Du wirst ein Schnittchenschmierer sein, mein Freund, wenn ich mal nicht mehr da bin. (Element of Crime)


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum enden ovulationslose Zyklen mit Blutungen?
BeitragVerfasst: 11. September 2012 16:56 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
Dingsda, du bist toll *knutsch* Ich muss jetzt nochmal googeln, was GnrH nochmal ist und was es tut. Dieses Ding habe ich glaub ich noch nie verstanden :roll:


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