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 Betreff des Beitrags: Probleme bei der Auswertung Temperatur/Schleim/Muttermund
BeitragVerfasst: 28. November 2011 19:22 
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Registriert: 11. Oktober 2011 10:49
Beiträge: 9
Wohnort: Göttingen
NFP seit: 2008
Hallo,

ich hab zwar schon ca 30 Zyklen Temperatur und Schleim mehr oder weniger konsequent gemessen und beobachtet und habe eigentlich den Eindruck, mittlerweile meinen Eisprung nur anhand des Schleims feststellen zu können. Die Temperaturauswertung (noch bei mynfp, hab dort aber keinen Zugang mehr, da kostennpflichtig) hat auch immer gut dazu gepasst.

Nun kommt das Problem:
Habe seit zwei Monaten einen neuen *mann* und beobachte deswegen möglichst konsequent. Im ersten Zyklus habe ich gelernt, mein Thermometer einzupacken, wenn ich auswärts übernachte... :oops: Daher ist meine erste Kurve leider etwas unvollständig.
Seit *mann* und ich uns kennen, habe ich richtig Probleme mit der Schleimbeobachtung. Wache morgens schon immer ganz "eingeölt" auf. Könnte eigentlich den ganzen Tag *lilabett* . Der Erregungsschleim ist ja nun aber nicht so leicht vom s+ ZS zu unterscheiden. Jedesmal ein Glas Wasser zum testen habe ich auch nicht dabei. Habs einmal getestet, als ich eigentlich relativ sicher war, dass es s+ ist, aber der Schleim hat sich ganz langsam im Wasser aufgelöst (mit umrühren!).

Mit dieser Problematik im Hinterkopf dachte ich, ich versuchs mit der Mumu Auswertung. Das ist aber auch schwierig, da bei Erregung ja der Gebärmutterhals sich nach oben verschiebt, die Höhenlage kann ich also nich wirklich gut bestimmen.

Was kann ich also machen, um das Östrogenzeichen richtig auszuwerten?

Hab außerdem drüber nachgedacht, im nächsten Zyklus vaginal zu messen... Ist die Vaginaltemperatur nicht aber auch anfällig für Erhöhung bei Erregung? Wird ja alles besser durchblutet und so...

Und was mache ich mit ausgeklammerten Werten? Durch unregelmäßigen Lebenswandel ist es ja relativ wahrscheinlich, dass ein SF gerade im Bereich der 6 niedrigen Messwerte liegt. Interpoliert man dann einfach zwischen dem Tag zuvor und danach? Gleiches Problem, wenn mal ein Messwert fehlt...

Achja, vor zwei Jahren hatte ich mal in zwei aufeinander folgenden Zyklen schon am 7. Tag ES. Seitdem aber eigentlich immer frühestens am 16., meist um den 21. Tag. Kann ich jetzt trotzdem die Minus 8 Regel (?) anwenden? Ich meine, wenn ich auch nur die ersten 5 Tage freigebe und ich habe wieder so einen zeitigen ES, sind wir ja bald zu dritt.

So das sind jetzt doch ganz schön viele Fragen geworden. Danke schön schonmal für alle Antworten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme bei der Auswertung Temperatur/Schleim/Muttermun
BeitragVerfasst: 28. November 2011 21:59 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 8. August 2009 20:20
Beiträge: 851
NFP seit: Juli 2009
Hey autofokus, ich versuch mal ein paar deiner Fragen zu beantworten...

autofokus hat geschrieben:
Mit dieser Problematik im Hinterkopf dachte ich, ich versuchs mit der Mumu Auswertung. Das ist aber auch schwierig, da bei Erregung ja der Gebärmutterhals sich nach oben verschiebt, die Höhenlage kann ich also nich wirklich gut bestimmen.

Die Höhe ist nicht unbedingt relevant für die Auswertung, es kommt auf die Festigkeit und die Öffnung an. Drei Tage hart und geschlossen reichen aus zum auswerten, unabhängig von der Höhe.

autofokus hat geschrieben:
Hab außerdem drüber nachgedacht, im nächsten Zyklus vaginal zu messen... Ist die Vaginaltemperatur nicht aber auch anfällig für Erhöhung bei Erregung? Wird ja alles besser durchblutet und so...

Bist du denn direkt nach dem Aufwachen schon so erregt? ;-)

autofokus hat geschrieben:
Und was mache ich mit ausgeklammerten Werten? Durch unregelmäßigen Lebenswandel ist es ja relativ wahrscheinlich, dass ein SF gerade im Bereich der 6 niedrigen Messwerte liegt. Interpoliert man dann einfach zwischen dem Tag zuvor und danach? Gleiches Problem, wenn mal ein Messwert fehlt...

Ich glaube, da solltest du nochmal in N&S reinschauen. Störfaktoren werden ausgeklammert und einfach nicht berücksichtigt. Einfach so zu tun, als wäre da ein Wert, der reinpasst (hab ich jetzt bei dir so verstanden), wäre falsch!Du brauchst also insgesamt mindestens 9 störungsfrei gemessene Werte, um auswerten zu können (6 niedrige, 3 höhere).

autofokus hat geschrieben:
Achja, vor zwei Jahren hatte ich mal in zwei aufeinander folgenden Zyklen schon am 7. Tag ES. Seitdem aber eigentlich immer frühestens am 16., meist um den 21. Tag. Kann ich jetzt trotzdem die Minus 8 Regel (?) anwenden? Ich meine, wenn ich auch nur die ersten 5 Tage freigebe und ich habe wieder so einen zeitigen ES, sind wir ja bald zu dritt.

Wenn du sicher verhüten willst, darfst du nach den Regeln leider nie mehr am Zyklusanfang freigeben. Eine früheste ehM gilt lebenslang. Geht mir genauso, hatte diesen Sommer eine ehM an ZT 8...

Ich wünsch dir viel Spaß beim "Wiedereinstieg" in NFP. :) N&S hast du noch zu Hause rumliegen, nehm ich an?

_________________
zwei Töchter (08/16 und 06/19), * (01/18)


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme bei der Auswertung Temperatur/Schleim/Muttermun
BeitragVerfasst: 28. November 2011 23:40 
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neu hier

Registriert: 11. Oktober 2011 10:49
Beiträge: 9
Wohnort: Göttingen
NFP seit: 2008
autofokus hat geschrieben:
Mit dieser Problematik im Hinterkopf dachte ich, ich versuchs mit der Mumu Auswertung. Das ist aber auch schwierig, da bei Erregung ja der Gebärmutterhals sich nach oben verschiebt, die Höhenlage kann ich also nich wirklich gut bestimmen.
Henryette hat geschrieben:
Die Höhe ist nicht unbedingt relevant für die Auswertung, es kommt auf die Festigkeit und die Öffnung an. Drei Tage hart und geschlossen reichen aus zum auswerten, unabhängig von der Höhe.


ok dann probiere ich das ab nächsten Zyklus mal. Habe hin und wieder schonmal vorgefühlt, um ein Gefühl für die Festigkeit zu bekommen. Ich hoffe dass das klappt *daumendrücken*

autofokus hat geschrieben:
Hab außerdem drüber nachgedacht, im nächsten Zyklus vaginal zu messen... Ist die Vaginaltemperatur nicht aber auch anfällig für Erhöhung bei Erregung? Wird ja alles besser durchblutet und so...
Henryette hat geschrieben:
Bist du denn direkt nach dem Aufwachen schon so erregt? ;-)


Ja ... :oops: ich bin selber überrascht ;-)

autofokus hat geschrieben:
Und was mache ich mit ausgeklammerten Werten? Durch unregelmäßigen Lebenswandel ist es ja relativ wahrscheinlich, dass ein SF gerade im Bereich der 6 niedrigen Messwerte liegt. Interpoliert man dann einfach zwischen dem Tag zuvor und danach? Gleiches Problem, wenn mal ein Messwert fehlt...
Henryette hat geschrieben:
Ich glaube, da solltest du nochmal in N&S reinschauen. Störfaktoren werden ausgeklammert und einfach nicht berücksichtigt. Einfach so zu tun, als wäre da ein Wert, der reinpasst (hab ich jetzt bei dir so verstanden), wäre falsch!Du brauchst also insgesamt mindestens 9 störungsfrei gemessene Werte, um auswerten zu können (6 niedrige, 3 höhere).


D.h., die niedrigen Werte könnten auch früher liegen als 6 Tage vor der 1. hM? Hatte es bisher so verstanden, dass genau die 6 Tage vor der 1. hM niedrig sein müssen. Genau diesen Fall hatte ich aber noch nie, weil länger geschlafen, gefeiert am Vorabend oder vergessen zu messen etc.

autofokus hat geschrieben:
Achja, vor zwei Jahren hatte ich mal in zwei aufeinander folgenden Zyklen schon am 7. Tag ES. Seitdem aber eigentlich immer frühestens am 16., meist um den 21. Tag. Kann ich jetzt trotzdem die Minus 8 Regel (?) anwenden? Ich meine, wenn ich auch nur die ersten 5 Tage freigebe und ich habe wieder so einen zeitigen ES, sind wir ja bald zu dritt.
Henryette hat geschrieben:
Wenn du sicher verhüten willst, darfst du nach den Regeln leider nie mehr am Zyklusanfang freigeben. Eine früheste ehM gilt lebenslang. Geht mir genauso, hatte diesen Sommer eine ehM an ZT 8...

Ich wünsch dir viel Spaß beim "Wiedereinstieg" in NFP. :) N&S hast du noch zu Hause rumliegen, nehm ich an?


NFP Heute hab ich! Ich hab das mal durchgeschaut, aber nicht alles gelesen. Ansonsten hab ich mich an den Regeln aus dem Schnellkurs NFP (Uni Düsseldorf)gehalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme bei der Auswertung Temperatur/Schleim/Muttermun
BeitragVerfasst: 28. November 2011 23:57 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 8. August 2009 20:20
Beiträge: 851
NFP seit: Juli 2009
autofokus hat geschrieben:
D.h., die niedrigen Werte könnten auch früher liegen als 6 Tage vor der 1. hM? Hatte es bisher so verstanden, dass genau die 6 Tage vor der 1. hM niedrig sein müssen. Genau diesen Fall hatte ich aber noch nie, weil länger geschlafen, gefeiert am Vorabend oder vergessen zu messen etc.

Nein, man nimmt die letzten 6 ungestörten Werte vor der ehM. Man darf ja auch Lücken in den Messungen haben und kann trotzdem auswerten.

Ich habe das Gefühl, dass bei dir doch noch einige grundlegende Regeln nicht ganz sitzen. Würde dir daher dringend empfehlen, nochmal in NFP heute die Regeln nachzulesen. *freunde* Oder halt noch N&S kaufen, falls du lieber ein Buch haben willst, wo hauptsächlich der Fokus auf die Regeln gelegt wird. Der Schnellkurs soll wohl nicht so verständlich geschrieben sein, hab ich schon öfter gehört.

Hab auch mal in deine Kurve geschaut, deine Temperaturwerte sind nicht gerundet. Das solltest du noch machen, weil die Regeln nur mit gerundeten Werten funktionieren.

Edit: Deine Freigaben waren ja ziemlich riskant, mit der kaum vorhandenen Schleimbeobachtung und mit frühester ehM am ZT 7... *kopfkratz*

_________________
zwei Töchter (08/16 und 06/19), * (01/18)


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme bei der Auswertung Temperatur/Schleim/Muttermun
BeitragVerfasst: 29. November 2011 02:13 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 7. Mai 2004 11:22
Beiträge: 10515
Wohnort: Nibiru
NFP seit: gefühlt seit dem Phanerozoikum
Übrigens solltest du dringend die Werte nach den Regeln runden, so kann ich zumindest nichts zu den Kurven sagen.

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Unser tapferes Töchterlein, Willkommen auf der Welt! Mami und Papa sind so glücklich, dass es dich gibt.


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