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 Betreff des Beitrags: Bestimmung der unfruchtbaren Zeit am Zyklusanfang mit MuMu
BeitragVerfasst: 13. April 2007 16:34 
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NFP-Gräfin

Registriert: 20. März 2006 00:46
Beiträge: 3618
Hi Mädels!

Nach einer Diskussion in einem anderen Thread (irgendwo unten auf Seite 2) habe ich eben mit der AG NFP telefoniert und mal nachgefragt. Es ging darum, ob es möglich ist, die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang nur durch Bewertung des Muttermundes zu bestimmen. Dazu wurde mir gesagt:

Wenn man durch die Minus 8-Regel am Anfang länger frei hat, kann man solange Unfruchtbarkeit annehmen, wie sich der Muttermund nicht verändert. Hier werden nicht nur Öffnung und Festigkeit, sondern auch die Stellung berücksichtigt (im Gegensatz zur Auswertung nach dem Eisprung, wo es ja nur auf Öffnung und Festigkeit ankommt). Sobald sich also auch nur eines der drei Zeichen verändert, muß man Fruchtbarkeit annehmen. Und trotzdem gilt zusätzlich die "doppelte Kontrolle". Sobald man sich feucht fühlt oder Schleim beobachtet, muß auch Fruchtbarkeit angenommen werden! Das heißt also, daß sofort, wenn ein feuchtes Gefühl da ist oder Schleim beobachtet wird oder sich am Muttermund etwas ändert, Fruchtbarkeit angenommen werden muß!

Die Beraterin sagte mir, daß dazu auch was im neuesten "Natürlich und sicher" auf Seite 149 steht - ich hab' es selbst nicht. Wer mag, kann ja mal nachlesen.

Liebe Grüße vom Rotschopf


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 17:24 
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Inventar

Registriert: 23. November 2005 22:45
Beiträge: 2131
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Okay, also doch so, wie du vermutet hast. Danke für die Info, Rotschopf!


EDIT: Das neue N&S habe ich auch nicht, die Info dort würde mich allerdings auch interessieren. Vielleicht hat ja jemand, der die neue Ausgabe besitzt, Lust, den Text mal kurz abzutippen?

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BeitragVerfasst: 13. April 2007 17:43 
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neu hier

Registriert: 5. März 2007 21:44
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ich zitiere:
n&s. S. 149:

für die 5-tage regel und die minus-8 regel gilt:
sollten sie bereits vorher "feucht" empfinden oder zs sehen, beginnt ab sofort die fruchtbare zeit.
dem prinzip der doppelten kontrolle entsrechend heißt es hier:
"was immer zuerst kommt".

n&s. S. 151:

solange der gebärmutterhals nach der menstruation unverändert ist, können sie unfruchtbarkeit annehmen, sofern die 5-tage regel oder die minus-8 regel nicht bereits fruchtbarkeit anzeigen.
regel:
sobald irgendeine veränderung des gebärmutterhalses am zyklusanfang auftritt, beginnt die fruchtbare zeit. die unfruchtbare zeit nach dem eisprung beginnt am abend des dritten tages mit geschlossenem, hartem gebärmutterhals in doppelter kontrolle mit der temperatur


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 17:47 
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Inventar

Registriert: 23. November 2005 22:45
Beiträge: 2131
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Vielen Dank für's Zitieren, huschpuscheli! *knutsch*

Obwohl ich sagen muss, dass mir das Zitierte nicht wirklich neu vorkommt...und dabei hab ich bloß die 1997-Ausgabe...*kopfkratz*

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BeitragVerfasst: 13. April 2007 17:51 
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NFP-Prinzessin

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Das macht aber doch keinen Sinn. Was ist mit den Frauen, die grundsätzlich nur mit dem Mumu auswerten? Müssen die dann am ZA Schleim einbeziehen? Das steht so nicht in N&S. In N&S steht doch ausdrücklich, dass man entweder Schleim oder Mumu bewerten kann und dass es durch die Beobachtung beider nicht sicherer wird.

EDIT: Und wenn man nur Schleim beobachtet und keinen findet, aber die Lage des Mumu sicher verändert, darf man nach denen auch nicht mehr freigeben? Also das ist doch alles andere als das N&S, das ich kenne...


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 17:56 
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Inventar

Registriert: 23. November 2005 22:45
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Estreya hat geschrieben:
Das macht aber doch keinen Sinn. Was ist mit den Frauen, die grundsätzlich nur mit dem Mumu auswerten? Müssen die dann am ZA Schleim einbeziehen? Das steht so nicht in N&S.

Das hätte ich so auch gedacht.

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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:04 
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neu hier

Registriert: 5. März 2007 21:44
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hier steht nochmal, dass die mumu-auswertung als ersatz für zs gelten kann, wenn der zs nicht zur doppelten kontrolle zur verfügung steht.
das ist also nur eine "wenn nix anderes geht"-regel, weil man dadurch im zweifelsfall länger als fruchtbar gilt

also ich persönlich trage alles ein: zs am mumu, lage-konsistenz-öffnung des mumu und gefühl am SE. dann kann man im notfall, wenn man den zs doch nicht gut bestimmen kann, nach dem mumu auswerten. ist doch okay, oder?
hab das gefühl, dass n&s das auch genau so meint...


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:10 
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NFP-Prinzessin

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Beiträge: 5884
"Bei der Bestimmung von Anfang und Ende der fruchtbaren Zeit kann die Gebärmutterhalsuntersuchung das Schleimsymptom ersatzen. Allerdings führt das bei manchen Frauen zu einer Verlängerung der fruchtbaren Phase".
(Vorletze Ausgabe S. 90)

:arrow: Mumu ersetzt also Schleim und ergänzt ihn nicht.

Nirgendwo steht, dass man den Mumu nicht alleine nutzen kann, wenn man auch mit dem Schleim auswerten könnte.

Am besten sollte man nach denen wohl N&S neu schreiben "Alle 3 Zeichen müssen in Kombination beobachtet werden". :roll:


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:24 
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NFP-Gräfin

Registriert: 20. März 2006 00:46
Beiträge: 3618
Vielleicht müßt Ihr unterscheiden, wozu der Muttermund herangezogen wird: Zur Auswertung nach dem Eisprung (dann spielt der Schleim keine Rolle) oder eben zur Bestimmung der unfruchtbaren Zeit am Zyklusanfang.

Die Beraterin hat ausdrücklich gesagt, egal wie man auswertet, sobald feucht gefühlt oder Schleim beobachtet wird, muß man Fruchtbarkeit annehmen. Alles andere wäre ein persönliches Sicherheitsrisiko, das man eingeht, wenn man unschanger bleiben will.

Außerdem hinkt der Muttermund doch immer etwas hinterher - da finde ich es logisch, daß man den Schleim schon vorher einbezieht.

Mal ganz abgesehen davon - gibt es überhaupt jemanden, bei dem sich der Muttermund am Zyklusanfang nicht verändert, also weder nach oben wandert noch weicher wird noch sich öffnet?


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:30 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Zitat:
Die Beraterin hat ausdrücklich gesagt, egal wie man auswertet, sobald feucht gefühlt oder Schleim beobachtet wird, muß man Fruchtbarkeit annehmen. Alles andere wäre ein persönliches Sicherheitsrisiko, das man eingeht, wenn man unschanger bleiben will.


Aber wo steht das in N&S? Doch nirgends! In N&S steht, dass der Mumu den Schleim immer ersetzen kann.
Die Mädels hier im Forum, die eine Ausbildung zur Beraterin machen sagen ja immer, dass sie es streng nach N&S weitergeben wollen und dass auch unter Beraterinnen oft Uneinigkeit herrscht.
Da ist nun die Frage: will man NFP nach N&S betreiben oder selbsterfunde Regeln benutzen? Wie will sie dieses "Sicherheitsrisko" überhaupt belegen?


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:46 
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NFP-Gräfin

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Huschpuscheli hat geschrieben:
ich zitiere:
n&s. S. 149:

für die 5-tage regel und die minus-8 regel gilt:
sollten sie bereits vorher "feucht" empfinden oder zs sehen, beginnt ab sofort die fruchtbare zeit.
dem prinzip der doppelten kontrolle entsrechend heißt es hier:
"was immer zuerst kommt".

Hier steht, daß man ab dann Fruchtbarkeit annehmen muß. Ich hab' die aktuelle Auflage nicht und kann nur vermuten, daß man es eben im Gesamtzusammenhang sehen muß. Daß also diese Regel auch auf die anderen Regeln Auswirkung hat oder Anwendung findet (oder wie man es auch immer nennen will).

Gibt es denn einen Fall, in dem man sich schon feucht fühlt oder schon Schleim beobachtet hat, ohne daß sich der Muttermund auch nur im geringsten verändert hätte? Das ist ja eigentlich der Fall, um den es hier im Endeffekt geht. Denn nur dann stellt sich die Frage, ob man den Schleim mit einbeziehen muß.

Und gegen wen ist denn das mit den "selbsterfundenen Regeln" gerichtet? Gegen mich oder gegen die AG NFP ;-)?


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:51 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
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@ Rotschopf, ich kann das Zitat schlecht zuordnen, weil ich die ältere Ausgabe habe und die Seitenzahl nicht übereinstimmt. Wäre nett, wenn mir Jemand sagen könnte, wo das bei mir steht (ich suche auch selbst noch). Ich denke aber, das steht im Kapitel zur Schleimauswertung und da geht es natürlich nicht um den Mumu.

Nein Rotschopf, auf dich ist das nicht im geringsten bezogen. Ich beschäftige mich nur seit ein paar Tagen mit angeblichen neuen Regeln von NFP-Beratern und da ist einiges dabei, was eigentlich nicht N&S-Konform ist und was z.B. unsere Auszubildenden Mädels dann auch nicht weitergeben würden. D.h. auch, dass nicht alles, was Beraterinnen verzapfen immer gleich auch richtig ist. Ohne schriftlichen Beleg oder zumindest eine Auslegungsmöglichkeit von N&S die mir bisher entgangen ist, glaube ich davon nichts.


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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:53 
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Inventar

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Rotschopf hat geschrieben:
Gibt es denn einen Fall, in dem man sich schon feucht fühlt oder schon Schleim beobachtet hat, ohne daß sich der Muttermund auch nur im geringsten verändert hätte?

Also, ich bin der Meinung, dass das in meinem letzten Zyklus der Fall war.

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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:55 
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Inventar

Registriert: 23. November 2005 22:45
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Estreya hat geschrieben:
@ Rotschopf, ich kann das Zitat schlecht zuordnen, weil ich die ältere Ausgabe habe und die Seitenzahl nicht übereinstimmt. Wäre nett, wenn mir Jemand sagen könnte, wo das bei mir steht (ich suche auch selbst noch).

Evtl. S. 73 und 79? Kapitel zur Minus-8- und zur 5-Tage-Regel.

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BeitragVerfasst: 13. April 2007 18:57 
Estreya hat geschrieben:
@ Rotschopf, ich kann das Zitat schlecht zuordnen, weil ich die ältere Ausgabe habe und die Seitenzahl nicht übereinstimmt. Wäre nett, wenn mir Jemand sagen könnte, wo das bei mir steht (ich suche auch selbst noch). Ich denke aber, das steht im Kapitel zur Schleimauswertung und da geht es natürlich nicht um den Mumu.


Es steht im Kapitel 7 "Auf einen Blick - Zusammenfassung der NFP Methode"
Seite 144 - 145 "Die Schleimbeobachtung und ihre Auswertung"
Seite 146 - 147 "Die Temperaturmessung"
Seite 148 "Bestimmung der unfruchtbaren Zeit nach dem Eisprung"
Seite 148 - 150 "Die Bestimmung der unfruchtbaren Zeit am Zyklusanfang"
Seite 150 - 151 "Selbstuntersuchung des Gebärmutterhalses"
Seite 151 "Kinderwunsch und Erkennen einer Schwangerschaft"


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