Nachdem ich hier im Forum grade mal wieder haarsträubende Erfahrungen mit FrauenärztInnen gelesen habe, muss ich mal meine FÄ empfehlen:
Frau Dr. Sklenarz in
BielefeldIch hatte dort bislang noch keine Veranlassung, NFP überhaupt zu erwähnen, und hatte die Praxis schon als typische "Pillen-Praxis" verbucht, nachdem die Arzthelferin mich nach der Untersuchung jedes Mal fragte, ob ich denn noch mein Rezept abholen komme. War immer ganz perplex und habe erst später irgendwann kapiert, dass sie vermutlich ein Pillenrezept meinte (hab nie die Pille genommen und bin daher mit den Gepflogenheiten nicht vertraut). Das hat mich aber nie wirklich gestört, weil ich da nur zur Vorsorge hingehe und keinen Bedarf an Verhütungsberatung hatte.
Die Ärztin selber hat aber nie versucht, mir irgendwelche Hormone anzudrehen. Das erste Mal in der Praxis war ich nach einer Kondompanne an ZT 18 (damals noch ohne NFP), da hat sie mir die Pille danach ohne Probleme verschrieben (Ich: "Meine Zyklen sind üblicherweise 30 bis 33 Tage lang." Sie: "Ja, da ist Tag 18 ja noch im gefährlichen Bereich."

).
Dann war ich neulich wieder mal zur Vorsorge und hatte mein Zyklusbuch dabei.
FÄ: "Guten Tag, was kann ich denn für Sie tun?"
Ich: "Ich bin hier für die jährliche Vorsorgeuntersuchung."
FÄ: "Ahja. Und sonst ist alles in Ordung? Ihre Zyklen sind regelmäßig?"
Ich: "Ja, üblicherweise 29 bis 33 Tage. Ich führe eine Temperaturkurve, möchten Sie mal sehen?"
FÄ: "Ja gerne."
Sie blättert im Buch.
FÄ: "Na, das sieht doch alles gut aus. Und Sie verhüten damit auch?"

Ich: "Ja, nach den Regeln der Arbeitsgruppe NFP - sensiplan heißt das ja neuerdings."
FÄ nickt. (Ob sie sich mit den Regeln auskennt, kann ich nicht beurteilen, aber zumindest die Begriffe scheinen ihr nicht komplett unvertraut.)
FÄ: "Man hört ja öfters mal von einem zweiten Eisprung, aber das ist wahrscheinlich eher ein Mythos."
Ich: (Bin ich nicht weiter drauf eingegangen.) "Ich fühle mich jedenfalls sehr sicher damit. Der Temperaturanstieg ist üblicherweise zwischen Tag 17 und 21, und wenn es davon mal stark abweicht oder sonstwas ungewöhnlich ist, wäre ich auch vorsichtiger mit dem Freigeben."
Es folgt die Untersuchung. Als ich mich wieder anziehe, macht sie die Eintragungen in mein Krankenblatt.
FÄ: "Aber Sie haben mal die Pille genommen, oder?"
Ich: "Nein, ich hab noch nie hormonell verhütet."
FÄ: "Ah, weil hier was von einem Hormonpräparat steht."
Ich: "Ich habe vor längerer Zeit mal die Pille danach von ihnen bekommen nach einer Kondompanne. Wahrscheinlich ist es das."
FÄ: "Ahja." (Man beachte: Sie macht trotzdem noch keinerlei Versuche, mir die Pille schmackhaft zu machen!

)
Ich: "Einmal in 14 Jahren Verhütung mit Kondomen eine Panne und die Pille danach ist für mich völlig in Ordnung. Und jetzt mit NFP kann ich sogar noch besser sehen, ob eine Panne wirklich gefährlich wäre."
FÄ: "Ja, und wenn Sie danach weitermessen, sehen Sie ja auch, ob Sie trotzdem schwanger sind, wenn die Temperatur nicht wieder runtergeht." (Bin mir grade selber nicht sicher, ob das so wirklich stimmt, die Pille danach ist ja eine ziemliche Hormonbombe und kann den Zyklus total zerhauen, aber die Mens kommt wahrscheinlich trotzdem spätestens an Hochlagentag 17 - wenn man denn trotz Pille danach überhaupt einen Eisprung hat.)
FÄ: "Gut, dann sehen wir uns in einem Jahr."
Ich würde ihr als Bewertung

geben.