Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass das jeder Mensch, egal in welchem Alter, selbst entscheiden sollte. Natürlich sollten Kinder umfassend aufgeklärt werden, mit allen Verhütungsmethoden und ihren Vor- und Nachteilen. Aber ab da finde ich, sollte jeder Mensch die freie Wahl haben. Sollten Nebenwirkungen auftreten, kann man dann immer noch gegensteuern, aber wo ein Wille ist, ist auch Busch. Von daher wäre "irgendwie verhüten" immer noch besser als gar nicht verhüten, jedenfalls in meinen Augen.
Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre zukünftigen Töchtern N&S in die Hand zu drücken, einfach weil es Zyklusvorgänge sehr gut erklärt. Dass das dann sofort zur Anwendung von NFP führt glaube ich nicht. Ich hab das Buch selbst mit 15 gelesen und mich mit 18 trotzdem für die Pille entschieden, und würde es trotz der Nebenwirkungen am Ende wieder so machen. Dass ich mit 23 jetzt hier gelandet bin, liegt auch daran, dass mir die Pille über 4 Jahre ohne Menstruation verschafft hat, und die hatte ich bitter nötig. Ich hatte vorher einen richtigen Hass auf meinen Körper deswegen (offensichtlich beruhte der auf Gegenseitigkeit). Durch diese Auszeit gehe ich heute viel entspannter damit um. Sollten mögliche Töchter genauso unter ihrer Periode leiden wie ich damals, würde ich ihnen ehrlich gesagt zur hormonellen Verhütung raten.
Meine Mutter ist übrigens die Wände hochgegangen, als ich mir die Pille verschreiben ließ. Nicht wegen dem Sex, sondern wegen den Hormonen - sie ist strenge Kondomverfechterin. Gleichzeitig würde sie wohl schon mal die Kinderzimmereinrichtung kaufen, würde ich ihr sagen, dass ich mit NFP angefangen habe
Was mir in den selten Momenten, in denen ich über potentielle Kinder mit meinem nicht-vorhandenen Partner nachdenke, in den Sinn kommt ist, ob es - rein vom Inhalt her - so etwas wie N&S nicht auch für Jungs/Männer gibt? Ich glaub, dann bekämen meine Kids das zu Pubertätsbeginn als Kombi in die Hand gedrückt.