@ Fenta
Das kann ich natürlich verstehen, dass man bei starken Schmerzen und hohem Blutverlust unter der Mens leidet. Aber wie Du sagst, du weißt jetzt, "wann der Feind kommt". Und beobachtest Deinen Zyklus ja ohnehin. Weißt also, was in Deinem Körper vor sich geht. Was sagt Dein FA zu diesen extremen Schmerzen und dem starken Blutverlust? Vielleicht steckt eine Endometriose dahinter? Oder Myome?
Was ich vielmehr meinte sind Frauen (und auch Männer), die sich völlig in die Hände eines Arztes abgeben und blind vertrauen, da sie der Autorität des weißen Kittels Unfehlbarkeit und Allwissendheit (nennt man das so?!) attribuieren. Ich hab in meiner Familie schon häufiger erlebt, dass man durch dieses blinde Vertrauen und nicht selbst kümmern, haarscharf an Schlimmerem vorbeigeschlittert ist. Ärzte sind "auch nur" Menschen, und somit sind sie nicht unfehlbar. Zudem sind sie auf einen Fachbereich begrenzt. Es gibt gute und schlechte Ärzte, genauso wie es gute Lehrer und schlechte gibt. Nur wiegen die Fehler schwerer, wenn sie passieren.
Ich denke es hat was mit Verantwortungsbewußtsein zu tun. Wenn man gelernt hat, für sich und damit seinen Körper Verantwortung zu übernehmen, dann hakt man nach und gibt sich nicht so schnell mit allgemeinen Pseudo-Erklärungen zufrieden.
Meine Fruchtbarkeit empfand ich nie als Last. Immerhin ist es ja das, was mich von den Männern unterscheidet und was mit meiner Identifikation als Frau zusammenhängt. Ich habe die 11 Jahre mit Pille wohl zu wenig darüber nachgedacht, was die Folgen dieser Hormonflut sein könnten. Wird ja überall propagiert, dass sich der Zyklus problemlos wieder einstellt und die Pille keine negative Auswirkung auf die Fruchtbarkeit habe.
Nun spür ich die Nachwirkungen mit dem Resultat, dass ich seit fast 60 Tagen messe und kein ES in Sicht ist. Ich fände es beruhigender, schonmal einen gehabt zu haben. Allein schon wegen der Tatsache, auswerten und freigeben zu können. Und ich sitze nun da mit Gewebsläsionen, einem aus der Pille resultierten Hypertonus und 15 Kilo mehr.
Ich wünschte, jemand hätte mich mal viel früher über NFP als Alternative aufgeklärt. Was bin ich dankbar, dass es das Internet gibt
