Man kann aber nicht nach Belieben die Regeln verschärfen um einen PI von 0 zu erreichen

Das würde ein Missverhältnis erzeugen zwischen den 2 Frauen, die dadurch evtl. vor einer ungewollten Schwangerschaft bewahrt werden, und den 1000 anderen, die dadurch Einschränkungen hinnehmen müssten, die dann evtl. auch noch die Akzeptanz der Methode verringern würde. Man kann sich als Wissenschaftler nur überlegen, wo man die Grenze zieht. Kurze Zyklen weisen nur bedingt darauf hin, dass jemand auch frühe Eisprünge hat, und viele Frauen haben wie Lottchen schon anmerkte sowieso keine Zyklusaufzeichnungen. Die müssen dann auch mit den 5 Tagen am ZA beginnen und trotzdem hat die Methode ihre hohe Sicherheit. Man muss bei der Entwicklung solcher Regelwerke einfach statistisch vorgehen und kann keine Einzelschicksale berücksichtigen.
Wenn man als Anwenderin das Gefühl hat, dass man in eine der Kategorien von Frauen fallen könnte, für die die Methode evtl. Risiken birgt (zB Frauen mit sehr frühen Eisprüngen, für die 5 Tage schon zuviel der angenommen unfruchtbaren Zeit sind), muss man dann selbst überlegen, wie man vorgehen möchte. Und dabei sollte man sich dann immer noch vor Augen halten, dass der PI der Methode , so wie sie entwickelt wurde, 0,3 beträgt.