Also ich war im Falle meiner Schwester recht dankbar, dass sie sich ohne Wissen meiner Eltern die Pille verschreiben lassen konnte.
Meine Eltern hatten uns zwar korrekt aufgeklärt, waren aber der Meinung, dass man Sex erst "später" (der Zeitpunkt wurde nie genau definiert) haben sollte. Aber wie das so ist... Wer es tun will, der tut es auch.
Meine Eltern waren auch wild entschlossen, die Zustimmung zur Pille zu verweigern. Daraufhin hab ich sie aufgeklärt, dass meine Schwester die auch so kriegt. Schließlich haben sie zähneknirschend nachgegeben.
Mir persönlich wären Kondome allein zu Zeiten, in denen ich absolut kein Kind wollte, auch zu unsicher gewesen. Mir ist zwar in meiner ganzen "Kondomlaufbahn" nur ein einziges geplatzt, aber trotzdem. Was ich schade fand und finde, ist, dass FAs kaum über andere, nicht-hormonelle Verhütungsmethoden aufklären. Es hieß immer nur, dass die Pillen heute ja sowas von niedrig dosiert seien, dass die Pille kein Problem sei.
Tja, aus heutiger Sicht find ich mich selbst ein bißchen naiv, schließlich legt die Pille ja den ganzen Zyklus lahm und Hormone wirken ja schon stark auch in niedriger Dosierung.
Ich finds auch bedenklich, wenn man die Pille nur als Anti-Akne-Mittel verschreibt. Ich habe subjektiv das Gefühl, dass viel weniger Mädels Pickel haben, als zu meiner Teenagerzeit. Da frag ich mich schon öfters, ob das nicht am flächendeckenden Einsatz der Pille liegt und das schon bei ganz jungen Mädels.
