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 Betreff des Beitrags: Re: Einstieg in die NFP
BeitragVerfasst: 15. März 2015 11:04 
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Registriert: 15. März 2015 10:05
Beiträge: 10
Hallo zusammen *winke*

Auch ich habe - eher kurzfristig und ungeplant - vor Kurzem die Pille abgesetzt. Mitverantwortlich dafür war die Entdeckung, dass es neben Kondomen noch andere hormonfreie und sichere Verhütungsmittel gibt :mrgreen:

Ich hab die Pille auf Grund unaushaltbarer Schmerzen (war ständig im Krankenhaus, weil ich bei den "Anfällen" zu Beginn der Periode kaum sprechen konnte und wenn halt niemand da war, dem meine Probleme bekannt waren, ich immer einfach dorthin verfrachtet wurde *daumenrunter* ) und sehr unregelmäßiger (20-43 Tage) und langer (10-14 Tage) Blutungen mit 14 angefangen zu nehmen und verdanke ihr im Endeffekt ein normales Leben seitdem.
Aber bereits mit 16 hab ich verstärkt auf Natürlichkeit gesetzt, angefangen mit der Haarpflege, sodass ich immer unzufriedener damit war, Hormone zu nehmen. Aus Angst, dass ein Absetzen wieder zu den früheren Beschwerden leiten würde, hab ich sie jedoch die Oberstufe und das Studium hindurch weitergenommen und geplant gehabt, den Versuch erst nach einigen Monaten im Job durchzuführen. Naja, dann war ich letztens für ein Auslandsstudium weit weg von meinem Freund und hab mir gedacht, es einfach mal zu probieren. Das war im Oktober.

Was mir aufgefallen ist:
- Mir ging es mit der Pille gut. Ich hatte kaum Stimmungsschwankungen, habe mich immer wie auf einer "rosa Wolke" gefühlt, und einfach eine gewisse "Grundzufriedenheit" die durch nichts erschüttert werden konnte. Nun habe ich wieder extremere Gefühle. Positiv wie negativ. Damit muss ich erstmal wieder lernen, zurecht zu kommen. Es nervt jedoch eindeutig.
- meine Menstruation ist jetzt schwächer (wobei sie mit jedem Mal länger wird - ich hoffe, dass diese Entwicklung bald ein Ende findet) und an sich völlig schmerzfrei. kein unangenehmes Gefühl im Unterleib, nichts. und 30-35 Tage als Zyklus empfinde ich auch als akzeptabel.
- Ich hatte immer eine Neigung zu unreiner Haut, die Pille hat das auch nicht wirklich verbessert (dachte ich...), aber seitdem ich sie abgesetzt hab ist mein oberer Rücken (Schultern, Schulterblätter, bis fast zur Taille) voller Pickel die wehtun und ständig jucken. Muss täglich, am besten mehrmals, eingecremt werden (reine Sheabutter oder Shea- und Kakaobutter mit Jojobaöl) und Heilerde hilft ein wenig. Im Gesicht und auf dem Dekollette hab ich auch ständig Pickel und Mitesser, das nervt zwar, aber nicht so sehr wie der Rücken.
- Meine Haare fetten etwa in der zweiten Zyklushälfte deutlich mehr als vorher. Starken Haarausfall hab ich gefühlt immer, habe durch das Absetzen jetzt aber keinen Anstieg bemerkt.
- Ich schwitze weniger bzw. "besser"... d.h. natürliche Deos funktionieren jetzt.
- Ich habe ständig Wassereinlagerungen. Mit Pille war das nur nach Flügen (egal ob 2 oder 20 Stunden) ein Problem, jetzt wirklich andauernd.
- Ich hab PMS. Das hatte ich - soweit ich weiß - vor Einnahme der Pille nicht (konnte ja nie vorher wissen, wann meine Periode anstand). Und es wird mit jedem Zyklus schlimmer. Vor allem die Kopfschmerzen und häufig Schwindel sind schon sehr unangenehm und schränke mich im Studium ein. Außerdem halt verstärkt Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, (Ein-)Schlafprobleme und sehr empfindliche Brüste (ähnlich wie als ich für eine kurze Zeit mal eine östrogenhaltige Pille genommen habe). Und das generell 10-14 Tage vor der Menstruation, wobei es 1-3 Tage vorher für einige Stunden oder sogar einen ganzen Tag einen Höhepunkt erreicht. Der ist zwar nicht besonders schmerzhaft (Kopfweh halt), aber mir geht es dann wirklich schlecht, ich komm nicht aus dem Bett, will nichts von niemandem wissen, und kann/will auch nichts tun. Zwar weitaus "angenehmer" als meine früheren Probleme, aber so richtig toll ist das nicht. Kann mir nicht vorstellen, so arbeiten zu gehen (Studium endet diese Woche).
- Bisher würde ich nicht sagen, dass sich meine Libido groß gebessert hätte. Allerdings war das bei mir auch ganz komisch... Vor der Pille und das erste Jahr mit Pille ging sie mir richtig auf den Keks, aber dann, von einem Tag auf den anderen (ok, da hat sich mein Leben auch sehr verändert, aber das war geplant) war sie weg. Und seitdem ist sie nur einmal wieder wirklich da gewesen, nachdem ich mit meinem Ex Schluss gemacht hatte... naja. auf jeden Fall würde ich sagen dass ich jetzt eher etwas "zugänglicher" bin, es also mein Freund leichter hat mich umzustimmen, und ich vielleicht auch unabhängig von ihm etwas öfter von mir aus Lust drauf hab. aber es ist wirklich nur eine leichte Verbesserung.
- mein Schlaf-/Wachzyklus hat sich verändert. Ich war im Ausland in einer anderen Zeitzone und dort wie hier, obwohl ich auf beiden Unis täglich um 8 oder 9 die erste Vorlesung hatte, bin ich einfach kaum vor Mitternacht ins Bett gekommen und das Aufstehen morgens fällt mir sehr schwer. Davor war ich jahrelang eher eine Frühaufsteherin und spätestens um 11 (Wochenende), normal um 10 im Tiefschlaf. war zwar auch praktisch, aber hauptsächlich weil mein Körper dann einfach schlafen wollte. das ist jetzt ganz anders. auf einmal kann ich wieder (wie vor der Pille) problemlos bis (Nach-)Mittags schlafen.
- meine Oberweite hat sich sichtlich vergrößert. außerdem hab ich seit meiner Rückkehr nach Deutschland ziemlich zugenommen, das hat das nochmal verstärkt. aber auch vorher waren sie eher wieder so wie vor der Pille (da hatte ich 75C, dann nur noch B, teilweise war mit A zu groß...). Jetzt passen mir wieder meine ganz alten BHs.

Also wenn die Hormone nicht künstlich und potentiell gefährlich wären, würde ich das Leben mit Pille vorziehen glaube ich... ist zwar alles etwas gedämpft, aber angenehmer und sicherer.

aber naja, vielleicht entwickelt sich das auch wieder so wie beim ersten Mal (erst 9 Monate lange und unregelmäßige, aber beschwerdefreie Perioden, dann für etwa 1 Jahr ab und an die schlimmen Schmerzen, anschließend dann immer). dann müsste ich wirklich mal zu einem Spezialisten, eventuell alternative Methoden (TCM) versuchen, oder halt wieder die Pille nehmen.

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