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Ich bin jetzt 2 Monate ohne Pille und auch ich habe Veränderungen an mir bemerkt. Ich sehe alles gelassener und rege mich interessanterweise wegen Missgeschicken, die meinen Männeken passieren (vergisst etwas, ist unordentlich, unaufmerksa, solche Sachen), längst nicht mehr so auf wie früher. Ich kann seine Macken viel besser akzeptieren, ich hab ja selber genug davon. Das hat ihn natürlich unheimlich gestresst, dass ich ständig so viel an ihm rumgenörgelt hab, und bei uns herrschte z. T. eine gereizte Grundstimmung. Ich hab viel Frust an ihm abgeladen.
Das hat sich in der kurzen Zeit ohne Hormone stark gebessert. Wir führen eine entspanntere Beziehung als vorher. Ich habe ihn kennen gelernt, als ich 18 war, die Pille habe ich angefangen zu nehmen, nachdem wir ein halbes Jahr zusammen waren. Also ich kann ich auch jetzt noch gut "riechen".
Die letzten 2-3 Wochen waren allerdings sehr anstrengend. Mein Vater ist ins KH eingeliefert worden. Meine Wochen bestanden aus Arbeiten Mo-Fr, Sa+So ins KH. Keine Erholung, keine Zeit für mich oder uns. Am vergangenen Montag hat sich das kräftezehrende Rumgerenne deutlich bemerkbar gemacht: ich konnte nicht mehr. Meine Arme waren schwer wie blei, ich hätte am liebsten meine Sachen gepackt und wär zum Doc für ´ne Krankschreibung. In dieser Zeit hat natürlich auch unsere Beziehung massiv gelitten, und auch ich hatte Zweifel, weil ich mich zu ihm nicht mehr so hingezogen fühlte. Mittlerweile weiß ich, dass das der Stress war. Ich brauchte einfach Ruhe. Habe jetzt 2 Gänge zurückgeschaltet und siehe da, es klappt. Keine Zweifel mehr oder so. Hat mir gut getan, mal ein WE nur für mich einzuplanen.
Damit will ich sagen, dass es auch äußere Faktoren sein können, die eine Beziehun belasten können und Zweifel an ihr aufkommen lassen können. Wer unter Stress steht, hat nun mal keinen Kopf für traute Zweisamkeit, Sex oder sonstwas. Wir haben uns intensiv Zeit füreinander genommen, haben uns ausgesprochen und jetzt ist alles wieder gut. Renie, du darfst nicht hinschmeißen. Kämpfe um deinen Mann, nimm dir Zeit für ihn und höre in dich hinein, was dich belastet und was dir Sorgen bereitet. Verbringt Zeit miteinander, unternehmt etwas schönes, setzt euch ihn und sprecht miteinander über alles, was euch bewegt. Wir haben sehr lange nicht mehr miteinander gesprochen, nur noch nebeneinander her gelebt. Das ist gefährlich.
Ich drück euch die Daumen und wünsche euch alles Gute!
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