Habe vor ca. 4 Wochen die Pille abgesetzt und bin mittlerweile ziemlich irritiert, wie sich die Hormone auf meine Gemütslage und mein Denken auswirken. Früher war ich immer recht ausgeglichen, aber jetzt ...
In der Tieflage war ich ja noch ziemlich normal drauf, habe mich bis auf tägliche leichte Kopfschmerzen sogar ganz ok gefühlt ohne Pille. Um den Eisprung herum war ich total anlehnungsbedürftig, wollte nicht alleine sein, hatte ständig Sehnsucht nach meinem Freund, wenn er nicht da war. Wenn ich an unsere gemeinsame Zukunft dachte (wir sind erst seit einem halben Jahr zusammen), dann konnte ich mir Zusammen ziehen usw. total gut vorstellen.
Jetzt in der Hochlage ist alles wieder anders - mein Fühlen, mein Denken ...

Bin eher "autonom" drauf, der Gedanke an Zusammen ziehen erschreckt mich eher. Ich bin depressiv drauf, nichts freut mich, sehe alles eher negativ. Muss mich zusammenreißen, dass ich das meinen Freund nicht spüren lasse. Weil er ist ja immer noch derselbe wie letzte Woche - nur ich nicht! Hormongesteuertes Frauenzimmer!
Was sagt ihr dazu? Kennt ihr dieses Phänomen auch? Und legt sich das nach ein paar Zyklen wieder? Ich muss dazu sagen, dass ich vor ein paar Jahren schon einmal die Pille abgesetzt habe und die gleichen Zustände hatte. Damals war es noch schlimmer, weil ich Single war. Ich habe dann die Pille wieder genommen, nur um wieder ausgeglichener zu sein und auch wegen der körperlichen Probleme wie Mittelschmerz und Regelschmerzen. Abgesetzt habe ich sie diesmal nur, weil sich nach einem Pilz die Schleimhäute nicht mehr regenerierten und ich ständig Schmerzen nach dem Sex hatte. Das dürfte sich schön langsam bessern.
lg Doris