Also, ich hab jetzt mal in "Kontrazeption - von den Grundlagen zur Praxis" reingeschaut. Es gibt weltweit 5 Gestagene, die als reine Gestagenpräparate zur Verhütung angewendet werden. Die Grundsubstanzen sind Norethisestron, Ethynodiol Diacetat, Levonorgestrel, Desogestrel und Lynestrenol. Desogestrel ist der Wirkstoff, der in der Cerazette drin ist, das ist ein östrogenfreier Ovulationshemmer. Levonorgestrel ist in der Pille danach drin (Vikela/Unofem), da die auch den Eisprung unterdrückt, muss es sich hierbei also auch um einen Ovulationshemmer handeln. Und in dem zweiten Bayer-Präparat neben der Cerazette ist Norethisestron drin - nachdem man aus der allerdings auch eine Pille danach basteln kann, dürfte da auch bis zu einem gewissen Teil eine Ovulationshemmung gegeben sein.
Als gesundheitlicher Nutzen ist bei den Gestagenpräparaten u.a. angeführt:

Minderung von Regelschmerzen und starken Regelblutungen

Symptomminderung bei Endometriose
Für mich klingt das so: wenn die Blutmenge bei der Mens weniger wird (bzw. wenn Endometriose besser wird), dann dürften sich die Gestagenpräparate auch auf den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut auswirken - und wenn die nicht dick genug aufgebaut ist, dann kann sich eine befruchtete Eizelle auch nicht einnisten. Vielleicht gibts hier eine Pharmakologin oder Ärztin, die da besser Bescheid weiß als ich und die sich dazu kurz äußern möchte.
Ich geh' mal davon aus, dass - wenn es bei den Minipillen wirklich das Risiko gäbe, dass die ersten 5 Tage unsicher sind, dass es dann zumindest in NFP heute angegeben wäre. Nichts desto trotz ist die "Unsicherheit" der NFP halt immer am Zyklusanfang. Wer's ganz sicher haben will, muss fruchtbar von Anfang an bis zur ausgewerteten Temperaturhochlage annehmen.