Hallo ihr lieben,
vor ein paar Wochen hatte ich ja hier gepostet, dass ich mit meiner Schleimauswertung nicht so klar komme. Und da ich irgendwie unsicher war, habe ich mir einen Termin bei einer NFP-Beraterin geholt und war nun gestern da. Sie ist meine Zyklen mit mir durchgegangen, war begeistert über mein Wissen und meine Aufzeichnungen ("Sie könnten ja glatt selber Beraterin sein"), aber bei ein paar Aussagen war ich doch sehr stutzig und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung dazu schreiben könntet.
Also, wir sind zusammen die Fotos durchgegangen, und sie hätte sie ebenso eingestuft wie ich, also fast alles als S+, und somit keine Auswertung möglich. Sie meinte, dass sich das aber ganz sicher in diesem, spätestens nächstem Zyklus einpendelt (wieso ist sie sich da so sicher?). Über Binnendifferenzierung könnte ich anfangen, etwa nach dem 5. Zyklus nachzudenken, wenn das Muster so bleibt.
Dann sagte sie, dass ich meinen 2. Zyklus doch auch ohne Schleim auswerten könne. Denn, wenn man drei höhere Messungen ohne Störungen in Folge hat, die alle mindestens 2 zehntel über der CL liegen, wäre der Schleim nicht mehr nötig. Das trifft bei meinem 2. Zyklus zu, und ich hätte mir am Abend von ZT23 freigeben können. Wo hat sie das her? Ist das richtig so???
Der nächste Punkt, wo ich mir unsicher war, drehte sich um die freie Zeit (also 5 Tage) am Anfang des nächsten Zyklusses. Ihre Aussage war: Da ich nicht vollständig, also in doppelter Kontrolle, auswerten konnte, könnte ich mir zu Beginn des nächsten Zyklusses auch nicht frei geben. N&S sagt dazu auf S. 80:
Zitat:
"Eine unfruchtbare Phase am Zyklusanfang darf nur dann angenommen werden, wenn im vorausgehenden Zyklus eine Hochlage bestand, d.h. mindestens drei höhere Messungen vorgelegen haben."
Ihre Aussage (als ich erstmal sagte, man dürfe doch freigeben, solange man eine Hochlage gehabt hätte): Als Hochlage bezeichnet man nur das, wo auch ein Schleimhöhepunkt war. Als ich dann das mit den drei höheren Messungen vorgelesen habe, meinte sie: "Das habe ich halt so gelernt...".
Ich bin verwirrt, weil gleichzeitig sagte sie mir, dass meine Kurve ganz eindeutig zeigen würde, dass ich einen Eisprung hatte. Das passt irgendwie nicht so ganz zusammen... Wie ist es nun richtig?
Der nächste Punkt, der mich verwirrt hat, war die Messdauer. Da bin ich mir dann wirklich nicht mehr so sicher gewesen. In N&S steht:
Zitat:
"Messdauer im Mund 5 Minuten"
(S. 146). Dann steht da:
Zitat:
"Manche Frauen bevorzugen ein Digitalthermometer, meist um die Messzeit zu verkürzen. Einige Dinge sollten dabei allerdings beachtet werden: [...] Die Messzeit ist je nach Gerät unterschiedlich lang. In der Regel ertönt ein Signalton, wenn die Messung beendet ist. Um jedoch die für die Basaltemperatur nötige Messgenauigkeit zu erreichen, empfehlen wir, eine MEssdauer von drei Minuten einzuhalten."
(S. 62)
Da wird dann nicht mehr nach Messort differenziert.
Ich habe im 2. Zyklus 5 Min gemessen, im dritten bin ich auf 3 Minuten umgestiegen. Sie meinte, das wäre nicht regelkonform, auch mit Digitalthermometer müsse ich 5 Minuten messen. Wie ist das im N&S gemeint? Ich weiß, dass es hier viele gibt, die nur bis zum Pieps messen, und auch so auswerten. Darum geht es mir nicht. Ich möchte gern wissen, wie's regelkonform ist.
Irgendwie bin ich nicht schlauer als vorher, höchstens verwirrter, und hatte das Gefühl, die Frau hatte nicht so viel Ahnung. Kann auch sein, dass es daran lag, dass sie seit ca. 2 Jahren keine NFP mehr betreibt, weil sie schon über die Wechseljahre hinaus ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, hier im Forum sind kompetentere Leute unterwegs...
Bitte helft mir doch, meine Verwirrung zu lindern... DANKE!