Woman on Fire habe ich auch gelesen. Das war mein erstes Buch zu der Thematik. Deinen angesprochenen Podcast habe ich erst danach entdeckt.
Entsprechend ist meine Sicht auf beides genau anders herum.

Mir leuchtet es total ein, dass dem Körper was Wichtiges zum Funktionieren fehlt, wenn plötzlich die überall im Körper vorhandenen Rezeptoren kein Östrogen mehr bekommen. Und das für viel mehr Jahre als früher üblich, weil wir älter werden, so dass es sich dann leider auch mit den Jahren gesundheitlich bemerkbar macht.
Meine beste Freundin hat mit Mitte / Ende 30 schon eine Osteopenie, weil bei ihr die vorzeitigen Wechseljahre nicht rechtzeitig erkannt wurden. In ihrem Alter wird unbedingt zu Hormonen geraten und sie hat -weil unbemerkt- zu spät mit Hormonen angefangen. Aber für etwas ältere Frauen soll es OK sein, wenn sie aufgrund von Hormonmangel krank werden? Da akzeptiert man das einfach, schaut zu und tut nichts?
Ich empfinde es eher als verharmlosend und ungut, wenn jemand dann nur die Symptome wie Hitzewallungen überdecken möchte, statt was am ursächlichen Problem zu machen. Symptome aushalten kann ich. Aber ich möchte dabei nicht krank werden oder meinen Körper leiden lassen.
Wenn du skeptisch gegenüber Hormonen eingestellt bist, kannst du aber doch trotzdem eine lokale Hormonsalbe nehmen. Die bekommen doch auch Frauen, die Brustkrebs hatten, weil es so gut hilft und wirklich harmlos ist. Und dann geht es zumindest Vagina und Harnblase gut.