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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 22. November 2016 12:16 
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NFP-Gräfin

Registriert: 2. Dezember 2009 22:59
Beiträge: 4347
Wohnort: The Back of Beyond
NFP seit: 12. November 2009
Hallo Tuscany,

vielen Dank für deine Geschichte.

Wenn auch nicht durch so eine schreckliche Gefahr wie Krebs, so überlege ich in den letzten Monaten immer mehr, ob ich mir die Eierstöcke entfernen lassen sollte. Ich leide immer stärker unter meinen Zyklus, wenn das so weiter geht bin ich bald Berufsunfähig. Pille geht aufgrund von Thrombosegefährdung nicht, sämtliches anderes mir bekanntes hab ich erfolglos versucht. Ursachen unbekannt/nicht feststellbar, es ist "alles in bester ordnung" , von Ärzten höre ich nur noch "ist halt so", kann man nix machen.

Ich glaub am meisten Angst hab ich vor einer persönlichkeitsveränderung, für die ich noch nicht bereit bin. Außerdem gehts mir ja auch zu 50% gut. Und dann ists auch wirklich gut.

Ich würde mich freuen, von euch, oder auch anderen, mehr zu lesen. Gern im Detail.

LG

_________________
WichtelCat with BigKitty 01/07 and LittleKitty 12/08 + 2 FurryKitties. *MiniKitty 09/13 10.SSW, *WitchCrumb 12/15 12.SSW, *WonderWitchie 06/18 5.SSW. Zyklus 215
Escape from reality, come with me - I'll fulfill all your fantasies, follow me - Let's run away from the world, shh - Don't you love the sound of silence? It's all we need...
(Bang Chan, Hyunjin: Escape)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 23. November 2016 13:56 
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Registriert: 12. Oktober 2016 13:47
Beiträge: 2
NFP seit: 11.11.2015
Nun sind 8 1/2 Wochen seit der OP vergangen. Ich habe mittlerweile leichte Hitzewallungen, seit zwei Tagen nun auch mit vermehrten Schweißausbrüchen, Fußgelenksschmerzen und seit einer kanappen Woche bin ich leichter Reizbar. Aber alles in allem ist bis jetzt alles noch recht easy. Ich hoffe es bleibt so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 23. November 2016 14:17 
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Inventar

Registriert: 22. Dezember 2013 21:02
Beiträge: 2477
Wohnort: vor den 7 Bergen
@WitchCat: Ist halt eine riskante Sache, hop oder drop. Ich würde auf jeden Fall schauen, ob es nicht unter den Dingen, die dir jetzt noch nicht bekannt sind, etwas gibt, was dir hilft. Was hast du denn schon abseits der Schulmedizin versucht?

_________________
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Übrigens kannst du im Kurvenreich mit der Strg-Taste mehrere Schleimeigenschaften pro Rubrik auswählen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 3. Mai 2018 15:32 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
*staubwegpust*

Mal wieder in update:

Nun bin ich fast genau 9 Jahre ohne Eierstöcke. Habe ich mich dran gewöhnt? Ich würde sagen, teilweise.
Momentan macht mir meine mangelnde Libido doch zu schaffen, da das mit dem Sex nicht so einfach ist.
Haben wir welchen, ist es jedesmal sehr schön, wie auch immer der stattgefunden hat. Aber ich muss mich doch jedesmal erst motivieren, dann sehr lange mit meinem Mann schmusen, bevor etwas passiert. Bin da immer mal wieder ungeduldig und unzufrieden mit meinem Körper. Mein Mann ist da die Ruhe selbst, aber ich mache mir Druck. Habe noch nicht vergessen, wie es früher mal war, wo es ein Selbstläufer war*seufz*. Das fällt mir dann halt ein. Mit der Feuchtigkeit habe ich keine Probleme, aber es "funkt" halt nicht. Entwickelt sich höchstens schneckenlangsam. Und ich fühle so eine Unsicherheit, habe wenig Vertrauen in meinen Körper.

Zwischendurch hatte ich mal Maca eingenommen für einige Monate, es hat aber leider gar nichts gebracht.

Mein Gewicht war stetig gewachsen, bis ich bei 78 kg Anfang dieses Jahren den sehr dringenden Wunsch hatte, wieder etwas leichter zu werden. Esse jetzt sehr bewusst weniger, vor allem keine Süßigkeiten und 5 kg sind schon weg. Mal sehen, wie viel ich noch schaffe.

Meine Haare werden zunehmend weniger, ich habe oben an der Stirn schon leicht schüttere Stellen im Vergleich zu früher. Da ich zunehmend weiße Haare bekomme(die braunen sind aber noch eindeutig in der Überzahl), die kräftiger sind, als die braunen, wird das zum Teil ausgeglichen. Oft trage ich die Haare noch offen, sie gehen etwa bis zur Hälfte der Oberarme. Ich hatte sie mal kürzer, hat mir aber nicht so gefallen. Meist trage ich aber Pferdeschwanz oder Dutt. Mir kommen schon manchmal Gedanken, ob ich in meinem Alter noch offene Haare tragen sollte, ob das passt, dann wiederum ist es mir egal. Meine Töchter meinen, ich soll ruhig offen lassen, da gäbe es viel dünnere Haare.
Die beiden Mädchen haben sehr schöne dicke lange Haare, da bin ich schon manchmal traurig, dass meine nicht so schön sind, waren sie aber auch früher nicht.

Barthärchen wachsen mir vereinzelte, die zupfe ich heraus. Manche Frauen ohne Eierstöcke bekommen ja deutlichen Bartwuchs, wie eine Freundin, da hatte ich bisher Glück mit, weil sehr spärlich.

Was mir noch auffällt, sind einzelne borstige Augenbrauenhaare, die zupfe ich auch(noch), sowie Nasenhaare *zunge* . Puh, die bräuchte ich gar nicht!. Anscheinend sind das auch Alterungserscheinungen, die evtl. etwas früher kommen.

Wallungen habe ich nicht mehr, aber mir ist oft schnell warm. Bin auch im Winter kurzärmelig und sommers mit Tops. Gehe viel barfuß, also auch ohne Socken im Haus. Und auch im Garten.
Wenns nicht zu heiß ist, finde ich das ganz praktisch, war früher eher der fröstelige Typ.

Ja, manchmal vermisse ich die Eierstöcke doch.

_________________
Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 12. März 2019 23:21 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 18. August 2010 14:25
Beiträge: 214
Interessanter Bericht. Hattest du Probleme bzw wurden bei dir Screenings wegen Knochendichte gemacht? Habe gehoert das ist nummer 1 der Gruende wieso medizinisches personal das aus unpathologischen Gruenden nicht so gerne macht.
Theoretisch bis du ja jetzt auch in einem Alter in dem Leute mit Eierstoecken nur noch wenig Oestrogenproduktion haben oder? Etwas Androgene gehen ja noch von der nebennierenrinde aus oder? werden da auch irgendwelche Hormonlevel oder aehnliches gemacht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 15. Mai 2019 14:16 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Ich lese es erst jetzt, sorry.

Knochendichtemesseung mache ich auf eigene Rechnung. Das bezahlt die KK nur, wenn schon ein Wirbelbruch vorliegt. Bisher sah es ganz gut aus, Knochendichte noch Normalwert, nur die Hüfte hatte etwas Dichte verloren. Aber ich müsste mal wieder gehen, die werte sind schon paar Jahre alt.

Überwacht wurde da nichts. Hormonell oder so. Ich war dies Jahr mal beim Endokrinologen wegen eines anderen Problemes, und da wurde festgestellt: Hormonzustand Postmenopause.

Die Nebennieren produzieren Androgene ja, die Werte waren normal. Auch alle anderen Hormonwerte.

Ich habe jetzt mal gelesen, dass bei Libidomangel auch eine Testosterontherapie bei Frauen durchgeführt werden kann. Das hat mir aber noch kein Arzt gesagt und ich sehe da keinen Bedarf bei mir.

Meine Libido ist übrigens ein kleines bisschen wieder da, seitdem ich ein Medikament(Pregabalin) absetzen konnte. Das hatte ich als Migräneprophylaxe und wegen des Fibromyalgiesyndroms 1,5 Jahre genommen. Jetzt habe ich eine a ndere Migräneprophylaxe und brauchte das nicht mehr. Das hat unserem Sexleben echt gut getan, dass das weg ist :verliebt: .

Gewicht habe ich auch weiter losbekommen, bin jetzt bei -13,5kg. *sonne* . 5-8kg will ich noch verlieren, dann denke ich, wird es passen.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 17. Mai 2019 20:32 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 18. August 2010 14:25
Beiträge: 214
Cool danke fuer die Antwort :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben ohne Eierstöcke
BeitragVerfasst: 24. Mai 2021 16:43 
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NFP-Gräfin

Registriert: 31. Dezember 2006 22:35
Beiträge: 4145
Wohnort: Mittelfranken
NFP seit: 1989-2008
Letztes Jahr war ich wieder zur Knochendichtemessung. Es ist praktisch gleich geblieben, die Hüfte etwas weniger dicht, das andere in Ordnung.

Die Libido war dann wieder weg, geht aber auch so ohne. Sexuell interessiert mich nur mein Mann, und bin dran gewöhnt, ohne Libido zu sein. Es ist mehr die Nähe, das Zusammensein, als der Trieb, denn den habe ich ja nicht mehr. Wir haben ja nun herausgefunden, was uns zusammen taugt. Es gibt weiterhin viele Massagen und Berührungen und wir haben unsere Freude miteinander, es ist oft sehr innig. Mein Mann kommt ja nun auch in die Jahre, ist aber körperlich noch fit. Wir sind etwas ruhiger geworden, aber unser Leben gefällt uns. Ich hadere mitunter noch mit den Krankheitserscheinungen, der Erschöpfung, den Schmerzen, aber lerne zunehmend doch besser, damit zu leben. Es ist halt nicht so, wie in jungen Jahren

Jetzt ist es schon 12 Jahre her, dass die Eierstöcke weg sind. Eine lange Zeit. Und Krebs habe ich nicht wieder bekommen.
Inzwischen mit 55 bin ich in dem Alter, indem viele Frauen mit den Wechselnjahren durch sind und in der Menopause angekommen. Meine Töchter sind jetzt beide volljährig und junge Frauen. Es ist insgesamt eine andere Lebensphase, als zum Anfang, als doie Ovarektomie noch frisch war.

Ich empfinde mich aber nicht als andere Person, sondern als gereiftere Person. Denke auch viel über Geschehnisse in meiner Jungend. Mir sind zunehmend meine autistischen Anteile deutlicher geworden. Ich habe über Vieles lange nicht geredet, weil ich so stark verinnerlicht hatte, dass Teile meines Ichs nur schlechte Gewohnheiten seien, die weg gehören oder zumindest verheimlicht. Da kann ich jetzt offener sein. Es sind zum Glück andere Zeiten jetzt, wo Neurodiversität mehr thematisiert wird.

Da ist noch Einiges, was da raus will und wofür ich noch nicht die richtigen Worte habe.

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Tuscany, neurodivers , 60, mit Mann und 4 erwachsenen Kindern, seit 2009 ohne Eierstöcke, Brustkrebs 08 und 25


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