Moira hat geschrieben:
Hallo LaLiz,
Ich bin in den letzen Tagen häufig über deine Beiträge gestolpert und mir kommt immer mehr der Verdacht, dass du das Gefühl hast, dass du irgendwie Schuld an dem Abort haben könntest. Du beliest dich extrem darüber, was man in einer Schwangerschaft darf und was nicht, versuchst zu ergründen ob Handlungen deinerseits irgendwie falsch waren (Stichwort Desinfektion nachdem man ein Baby/Kleinkind gehalten hat) und scheinst herausfinden zu wollen, ab welchem Zeitpunkt es schief gelaufen ist.
Ich habe jetzt diesen Thread nicht ganz gelesen, wollte dir nur aber meinen Eindruck da lassen und dir sagen, dass einen Fehlgeburt immer sehr traurig ist, aber leider häufiger vorkommt, als man abseits von solchen Foren wie diesen mitbekommt. Und das es nicht deine Schuld ist.
Dass du dich für den Fall einer erneuten Schwangerschaft intensiv vorbereiten willst verstehe ich, aber ich weiß nicht wie gut es dir gerade tut, vorallem wenn man bedenkt, dass dein Abort noch gar nicht richtig angeschlossen ist.
Ich wünsche dir alles Gute

Hallo Moira,
danke für deine bedachten und netten Worte.
Dass es 100.00 Gründe geben kann, wann und wieso es schief lief, weiß ich. Ich habe aber eben festgestellt, dass direkt die Tage nach Absetzen des MöPf die SS Anzeichen merklich nachgelassen haben und wenige Tage später, als alles zusammen kam binnen 48 Stunden (Streit mit Vermieter wegen Wasserschaden, versehentlich was "verbotenes" gegessen und Abszessspaltung/ Medikamenteneinnahme) eben kurz darauf gar keine SS Anzeichen mehr waren, Tempi runter gesackt ist und die Blutung eingesetzt hat innerhalb von 1.5 Tagen. Daher habe ich eben, in dem Wissen dass es auch Zufall sein kann und ganz andere Gründe gehabt haben kann und es auch nichts daran ändert,d ass es nun so ist, wie es ist, so meine Gedanken, ob es unter anderen Umständen gut gegangen wäre. Es ist halt ganz viel Mist genau in dieses kleine Zeitfenster gefallen. Es ändert nichts daran, dass diese SS geendet hat. Und ich werde nie wissen,w oran es tatsächlich lag. Und ja, das fällt mir schwer. Unwissen ist mein Erzfeind

Wie gesagt bin ich mir bewusst, dass es 100.00 Gründe geben kann. Und Schuld suche ich bei mir aktiv nicht, weil ich auch weder was für den Wasserschaden noch den Abszess kann und 1x was falsches Essen nicht gleich das Aus bedeuten muss usw. Das weiß ich alles. Aber es treibt mich eben um und irgendwie geht es mir besser damit anonym im Internet mit Frauen zu reden, die sowas auch schon mal hatten oder sich eben mit SS an sich gut auskennen, als mit Freundinnen oder der Familie. Das kommt vielleicht noch. Aber erst mal geht es mir so besser. Ich suche auch gerade eine Hebamme, die vielleicht nochmal ein guter Ansprechpartner wäre. Bisher hatte aber leider keine Zeit.
Und ja ich möchte verantwortungsbewusst sein. Ich hatte erst mal viele neue Infos in kurzer Zeit und noch bevor ich diese verarbeiten konnte, wars ja schon am abgehen. Ich weiß nicht mehr genau welcher Post es war aber ich hatte an anderer Stelle schon mal geschrieben das ich glaube, wenn ich länger SS gewesen wäre, wäre ich von ganz allein entspannter geworden. Aber keine 10 Tage nach dem positiven Test hat es ja schon angefangen abzugehen. Alles, was an neuem Wissen auf mich eingeprasselt ist, konnte noch nicht zu Ende gedacht, verarbeitet oder verinnerlicht werden. Und deswegen möchte ich die Chance jetzt nutzen, mich jetzt damit intensiv zu beschäftigen um eine erneute SS dann entspannter anzugehen. Weil ich "dann schon weiß, wie der Hase läuft". Und vielleicht sieht man das als Außenstehender nicht so, aber ich nutze das Forum auch, um mir vllt die Angst davor nehmen zu lassen was man "darf" und was nicht etc. Empfehlungen sind ja tendenziell über vorsichtig, daher tun mir die Erfahrungsberichte anderer gut.
Ich wünsche mir eine im nötigen Maß verantwortungsbewusste und dabei aber auch entspannte erneute SS. Ich hoffe, ich kriege das hin.
(Ich glaube, das könnte mein neues Motto werden!)