Durch eine sachliche Aufklärung können die meisten Befürchtungen vor gesundheitlichen
Folgen hormoneller Verhütungsmittel dem real sehr geringen Risiko gegenübergestellt
werden. Auch sollte über die zusätzlichen Vorteile von hormoneller Verhütung informiert
werden, wie der Schutz vor Eierstock- und Gebärmutterkrebs, ein regelmäßiger Zyklus
und weniger Regelschmerzen, sowie – falls gewünscht – seltenere Regelblutungen
(
www.periodenfrei.info). Diese Informationstätigkeit benötigt Zeit, die in der ärztlichen
Praxis kaum bzw. nicht vergütet wird. Gleichzeitig fehlen finanzielle Ressourcen für
breite Informationskampagnen.
Seit einigen Jahren ist auch in Österreich eine „Anti-Hormon“ Berichterstattung zu
beobachten, welche das tatsächliche Risiko von hormonellen Verhütungsmitteln
emotionalisiert und verzerrt darstellt. Dieses Phänomen ist als „pill scare“ aus anderen
Ländern bekannt, wo auch eine Zunahme an Schwangerschaftsabbrüchen dokumentiert
ist.
Der Anfang kling so, als ob es regelrecht unnatürlich wäre, wenn Frauen ihre Tage bekommen.