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 Betreff des Beitrags: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 18. September 2009 09:27 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
Beiträge: 13085
Wohnort: Wien
NFP seit: Dezember 2005
Oldenburg. Ungleichheiten von Bildungschancen können schon mit dem Eintrag des Vornamens eines Kindes ins Standesamtsregister beginnen. Der Grund: Bestimmte Vornamen führen bei vielen LehrerInnen zu Vorannahmen, was die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Kaiser und ihrer Mitarbeiterin Julia Kube von der „Arbeitsstelle für Kinderforschung“. Per Online-Fragebogen waren knapp 2.000 GrundschullehrerInnen anonymisiert befragt worden. Grundlage für die jetzt vorgestellten Ergebnisse ist die detaillierte Auswertung von 500 Fragebögen.
Von dem überwiegenden Anteil der befragten Lehrpersonen werden SchülerInnen mit bestimmten Namen eher negativ oder eher positiv wahrgenommen. Als eher freundlicher, leistungsstärker und verhaltensunauffällig stellen sich Kinder mit Vornamen wie Charlotte, Sophie, Marie, Hannah, Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob im Bewusstsein von LehrerInnen dar, während Namen wie Chantal, Mandy, Angelina, Kevin, Justin oder Maurice eher mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit assoziiert werden. Besonders „Kevin“ hat sich als stereotyper Vorname für einen „verhaltensauffälligen“ Schüler herausgestellt. In einem Fragebogen fand sich der Kommentar „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!".
Solche einseitigen Erwartungshaltungen könnten dazu führen, dass SchülerInnen in Schubladen gesteckt werden, aus denen sie nur schlecht wieder herauskämen, sagte Kaiser. Der überwiegende Teil der GrundschullehrerInnen assoziiere Persönlichkeitsmerkmale zu Vornamen, ohne darüber zu reflektieren oder davon Abstand zu halten. Nur ein sehr geringer Anteil halte eine kritische Distanz zu Vorannahmen in Verbindung Vornamen.
„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Pädagogen stärker für die Gefahr solcher Vorurteile zu sensibilisieren“, betonte Kaiser. Es müsse darum gehen, die Konsequenzen zu verdeutlichen und eine vorurteilsbewusste Erziehung zu unterstützen.

Quelle

Und hier kann man die Studie runterladen.

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Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
Es ist schwer, gegen einen Feind zu kämpfen, der sich in deinem Kopf eingenistet hat. Sally Kempten


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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 19. September 2009 19:59 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3548
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Tja, hätte es den Film ,,Kevion allein zu Haus" nicht gegeben *undweg* der hat das Vorurteil sicher nicht gerade entkräftigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 19. September 2009 20:30 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Erst nach dem Film wurden die ganzen Kevinismus-Kinder so genannt. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 19. September 2009 21:57 
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NFP-Gräfin

Registriert: 8. August 2008 20:11
Beiträge: 4744
Ich hab zu dem Thema einen Bericht auf RTL gesehen irgendwann diese Woche.

Aber was soll ich dazu sagen? Viele neumodische, veramerikanisierte Vornamen finde ich persönlich schrecklich.
Das Kinder deswegen anscheinend sogar von Lehrern benachteiligt werden, finde ich schon etwas krass.

Eigentlich bin ich nur froh, dass die Namen meiner Kinder auf der "anderen Liste" stehen.
Ob das mit den ungleichen Bildungschancen jetzt stimmt, oder nicht :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 19. September 2009 22:01 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Zitat:
Das Kinder deswegen anscheinend sogar von Lehrern benachteiligt werden, finde ich schon etwas krass.


Magst du mal schreiben, wo das stehen soll?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 19. September 2009 22:44 
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NFP-Gräfin

Registriert: 8. August 2008 20:11
Beiträge: 4744
Das war das was ich im TV gesehen und gehört hab. Ne Quelle kann ich dir dazu nicht nennen.

Edit:
Manu (Wien) hat geschrieben:
....Von dem überwiegenden Anteil der befragten Lehrpersonen werden SchülerInnen mit bestimmten Namen eher negativ oder eher positiv wahrgenommen. ....
Quelle

Und hier kann man die Studie runterladen.


Und meinst du nicht auch, dass eine "negative Wahrnehmung" dazu führt, dass jemand benachteiligt behandelt wird?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 10:53 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 25. August 2005 10:24
Beiträge: 7265
Wohnort: im Düdn-Land
Ich kann nur für mich sprechen. Es gibt für mich durchaus negativ belegte Namen aus der Erfahrung heraus. Bei mir sind es interessanterweise die Nicos, Nicks und so weiter. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder wegen ihres Namens bei mir gleich versch***en haben. Wenn das bei Kollegen so ist, finde ich das sehr unprofessionell.
Klar mag auch ich manche Kinder lieber als andere, aber da muss ich mich im Griff haben und darf keinen Unterschied machen. Ich wage auch zu behaupten, dass ich das ganz gut hinkriege.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 11:23 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 28. Juli 2008 16:29
Beiträge: 909
Tinkerbell, ich glaube, dass das viele Lehrer ganz gut hinkriegen.

Ich kann mir zwar vorstellen, dass die typischen Assoziationen mit bestimmten Vornamen unter Lehrern auch zu unterschiedlichem Verhalten den Kindern gegenüber führt, bin aber überzeugt, dass die vorgestellte Studie diesen Effekt überschätzt. Ich habe mich gerade in die Methodik eingelesen und finde die Studie nicht sonderlich gut, da ihr Aufbau die Vorurteile begünstigt.

Ich meine, wenn man erst gefragt wird, welche Vornamen man nicht mag und warum, dann welche Vornamen man mit Verhaltensauffälligkeiten assoziiert und erst dann die fiktive Klassenliste hinsichtlich erwarteter Leistung und Verhaltensauffälligkeit beurteilen soll, sind die Vorurteile und Abneigungen doch schon total wachgerufen und werden die Beurteilung viel stärker beeinflussen, als wenn man zum Beispiel die Namensliste an den Anfang des Fragebogens gestellt hätte, am besten auch ohne gleich zu sagen, worum genau es geht. Ich würde so eine Studie ganz anders aufbauen...

Außerdem kann es ja auch sein, dass einE LehrerIn sich bei einem Kevin auch denkt, dass man den besonders fördern muss oder so. Das wäre dann ja nicht unbedingt von Nachteil.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 12:07 
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NFP-Kaiserin

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thildaa hat geschrieben:
Tinkerbell, ich glaube, dass das viele Lehrer ganz gut hinkriegen.

Das Problem ist, daß bei der Stusie genau das Gegenteil rauskam. Ich hab den Artikel im Tagesspiegel gelesen und da kam wohl raus, daß sich Kevin, Cindy und Vanessa bei Tests mehr anstrengen müssen, um bspw. eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Und die meisten Lehrer sehen ihre Vorurteile noch nicht einmal als problematisch an. Jedenfalls von denen, die an der Studie teilgenommen haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 12:53 
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Moderatorin

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NFP seit: Oktober 2008
thildaa hat geschrieben:
Ich meine, wenn man erst gefragt wird, welche Vornamen man nicht mag und warum, dann welche Vornamen man mit Verhaltensauffälligkeiten assoziiert


Echt, das haben die so gemacht? Damit wäre ja eine der wichtigsten Regeln beim Studiendesign - nämlich dass man nicht aus der Fragestellung das Erkenntnisziel ableiten können darf (argh, stimmt hier die Grammatik??) - schon gebrochen.

Und auch deinem Einwand, dass die Vorurteile ja schon geweckt waren, stimme ich voll zu! Zumal die Probanden sich eventuell auch gezwungen sahen, Erwartungen zu erfüllen, so im Sinne von "vorhin hab ich gesagt, dass ich von einem Kevin Verhaltensauffälligkeiten erwarte, also muss ich das auf der fiktiven Klassenliste nun auch so angeben".

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 13:47 
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NFP-Königin

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NFP seit: 2005
thildaa, danke für deine Erklärungen zur Studie. Auf so Zeitungsausschnitte kann man sich bei Studien ja wirklich selten verlassen und wenn ich Zeit habe, suche ich mir auch immer mal wieder die Original-Studie. Das ist viel, viel aufschlussreicher. *sonne*
Wir halten also fest: das Studiendesign war wohl *kotz* .


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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 14:04 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Wir halten also fest: Lehrer sind böse. Regenbogen: Hier der Artikel im Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/magazin/wiss ... 04,2902152 Bitte lies nochmals nach und guck, wo stehen soll, dass "Cindy, Mandy und Vanessa" sich mehr anstrengen müssten.

Von deinem Geschriebenen
Zitat:
Das Problem ist, daß bei der Stusie genau das Gegenteil rauskam. Ich hab den Artikel im Tagesspiegel gelesen und da kam wohl raus, daß sich Kevin, Cindy und Vanessa bei Tests mehr anstrengen müssen, um bspw. eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Und die meisten Lehrer sehen ihre Vorurteile noch nicht einmal als problematisch an. Jedenfalls von denen, die an der Studie teilgenommen haben.
stimmt nichts, zumindest steht es nicht in dem Artikel.

In dem Zusammenhang interessant: http://www.lesekompetenz.th.schule.de/pi-leko.htm

Nichts für ungut, aber ich hasse es, wenn Lehrer doch soo böse und blöde sind und das aufgrund eines gelesenen und falsch verstandenen Artikels. *freunde* Kernaussage des Textes: Bei Vorlage einer fiktiven Klassenliste nehmen Lehrer (wie andere Menschen auch) an, dass "Cindy" eher zum bildungsfernen Milieu gehört als "Charlotte". Außerdem steht da, dass sich Kinder, die tatsächlich dieser Schicht angehörten, sich mehr anstrengen müssten, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen. Das sind zwei nicht unbedingt zusammenhängende Kernaussagen des Artikels. *undweg*

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 14:11 
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NFP-Kaiserin

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Smilla, das Lehrer blöd und böse sind, hab ich nicht geschrieben. Wenn das deine Schlussfolgerung ist, ist das nicht mein Problem.

Zitat:
Die Lehrer könnten den Kindern damit womöglich geringere Bildungschancen einräumen, warnt Studienleiterin Astrid Kaiser.

Okay, sie drückt es vorsichtig aus, aber der Vergleich zur Iglu-Studie wird nunmal gemacht.

Zitat:
Die Grundschullehrer ordneten die kleinen Mandys und Kevins ganz bewusst einem bildungsfernen Unterschichtmilieu zu, sagt Kaiser.

Zitat:
Der internationalen Iglu-Studie zufolge sind deutsche Grundschulen von sozialer Ungerechtigkeit gegenüber Kindern aus Arbeiterfamilien geprägt: Sie müssen bei der Lesekompetenz deutlich besser abschneiden als Kinder aus Akademikerfamilien, um eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Lehrer, aber auch Eltern trauten Schülerinnen und Schülern mit eher bildungsfernem Hintergrund nicht zu, aufgrund mittlerer und guter Leistungen den Weg zum Abitur zu bewältigen – sie müssen sehr gute Leistungen bringen. Das trifft Kinder aus Arbeiterfamilien mit zwei deutschen Elternteilen genauso wie Kinder aus sozial schwachen Familien mit Migrationshintergrund.

Wer Kinder mit einem Kevin-Namen schon in sozial schwache Schichten räumt, der nimmt auch den Rest gleich mit und läßt ihnm mehr schuften.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 14:33 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 17:47
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Wohnort: Freiburg
NFP seit: 2006
Ich habe mal den blind Test gemacht bei der Klassenliste meine Schwester.
Sie meinte sie denkt das 4 Leute dieses Schuljahr nicht überstehen und ich habe anhand der Namen überlegt wer es sein könnte.
Zwei habe ich immerhin richtig- aber die anderen beiden waren ein Max und noch ein Name bei dem man nie was rauslesen könnte. *undweg*

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good things are coming


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 Betreff des Beitrags: Re: Ungleiche Bildungschancen schon durch Vornamen?
BeitragVerfasst: 20. September 2009 14:36 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Zitat:
Wer Kinder mit einem Kevin-Namen schon in sozial schwache Schichten räumt, der nimmt auch den Rest gleich mit und läßt ihnm mehr schuften.


In deinem ersten Posting schreibst du noch, dass Lehrer Kinder aufgrund ihres Namens schlechter durchkommen lassen. Jetzt schwenkst du um und schreibst, dass es dann halt anders ist und wenn sie Kinder mit solchen Namen haben und die Namen eher der Unterschicht zuordnen, sie dann auch mehr schuften lassen.

Ach so.

So, was steht wirklich in der IGLU-Studie?
Zitat:
"Während Kinder aus der oberen Dienstklasse bereits mit einer Lesekompetenz, die elf Punkte unterhalb des deutschen Mittel-werts von 548 liegt, gute Chancen auf eine Gymnasialpräferenz ihrer Lehrkräfte haben, benötigen Kinder von un- und angelernten Arbeitern 614 Punkte." Quelle: http://iglu-www.ifs-dortmund.de/v_iglu2006.html


Das ist keine soziale Gerechtigkeit und klar ist das schlimm. Man weiß aber noch nicht, woher dieser Unterschied rührt. Es ist z.B. möglicherweise anzunehmen, dass Kindern aus der "oberen Dienstklasse" mehr Unterstützung aus dem Elternhaus gewiss ist und ihnen demnach eher zugetraut wird, die Gymnasiallaufbahn "zu wuppen" - auch wenn sie paar Punkte weniger in der Lesekompetenz aufweisen. Und um mehr geht es nicht! Nur um die Lesekompetenz. Es steht nirgendwo, dass Schüler aus dem bildungsferneren Milieu bessere Noten haben müsste, um die Gymnasialempfehlung zu erhalten.

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