Es gab eine Sendung auf Arte zum Thema Verhütung, und ich bin leicht verärgert.
Meiner Meinung nach wird der Anschein erweckt, als gäbe es außer der Pille keine sichere Verhütung (weil wir alle ja schonmal erlebt haben, dass Kondome platzen - komisch, ich gehöre nicht zu diesen "allen"). Und vor der Pille gab es ja sowieso keine sichere Verhütungsmethode. Diaphragma gab's ja nicht schon lange vor der Pille, ne, ne. Und Männer können an Verhütung ja gar nicht teilhaben, weil's keine Pille für den Mann gibt.
Natürliche Methoden werden gar nicht erwähnt.
Außerdem geht es um Sexualaufklärung in Schulen und Prävention sexualisierter Gewalt in Frankreich und Deutschland, sowie ein Bericht über eine Frau*, die durch die Pille einen Schlaganfall bekam. Also, auf der einen Seite wird die Pille schon kritisch beäugt, auf der anderen Seite wird sie als die einzig sichere Sache dargestellt. Außerdem verbreitet der Moderator* den Irrtum der "lokalen" Wirkung der Hormonspirale, und der Gynäkologe*, der interviewt wird, korrigiert ihn nicht, sondern geht einfach gar nicht drauf ein. Und das in ner Sendung, in der auch kritisiert wird, dass Leute nicht genug über die Risiken der Pille aufgeklärt werden.
Wer es sich anschauen will, kann es in der Mediathek tun:
http://www.arte.tv/guide/de/056817-007/x-eniusDa gibt's im Verhütungsmuseum auch n Kondom aus Schafsdarm zu sehen, das mich schon irgendwie beeindruckt hat.
Das Video dauert 27 Minuten.