Das "etwa in der Mitte des MZ erfolgt der Eisprung" wollte ich schon hundertmal ändern. Auf die Änderund wollte sich aber (fast) keiner einlassen. Einer hat behauptet, dass bei längeren Zyklen auch die Lutealphase länger wird (hat aber inzwischen eingesehen dass dem nicht so ist, Dank Mithilfe eines anderen Wikipedianers), die anderen meinten dass meine Version zwar auch richtig sei aber dass sich "etwa in der Mitte" einfach flüssiger liest und soooo falsch ja auch nicht ist. Die haben sich dann wenigstens auf den Kompromiss eingelassen, in der Bildunterschrift zu erwähnen dass das nur für Zyklen gilt, die zwischen 28 und ... Tage lang sind und die Lutealphase eine wesentlich konstantere Länge hat. Ganz glücklich bin ich damit zwar auch nicht, aber das ist ok. Das ist ja kein Artikel über den Menstruationszyklus. Auf den wird aber verlinkt, und dort ist es auch genauer erklärt.
Mit der Gebrauchssicherheit von bis zu 20 hat der Kerl aber recht. Da wird sehr deutlich, dass die Sicherheit stark von der Motivation und Verständnis der Partner sowie von adäquater Beratung abhängt. Die AG NFP ist nun mal nicht die einzige Gruppe die die STM lehrt.
Es wird auch nicht geschrieben dass Hormonmessung die Sicherheit der Methode erhöht, nur dass der Eisprung dadurch noch sicherer nachgewiesen werden kann. Das ist auf jeden Fall richtig, relevant aber wohl nur für Frauen die Kinderwunsch haben, aber sich nicht die ganze "feucht" Zeit mit Sex rumärgern wollen oder so

. Dass Verhütungscomputer die Sicherheit erhöhen stand in früheren Versionen des Artikels, das habe ich wegdiskutiert (das war ein Kampf

. Dass sie die Protokollierung der Ergebnisse unterstützen können trifft aber zu (man muss sich nur mal im Forum umsehen wie viele Frauen mynfp.net Kurven führen).
Und dass der PI von 0,4 nur mit Abstinenz in der fruchtbaren Zeit erreicht wird stimmt ebenfalls. In der Studie der AG NFP wurden nämlich nur die Frauen in diesen Methoden PI mit eingerechnet, die Abstinenz in der fruchtbaren Zeit praktizierten.
Verwendet man Kondome in der fruchtbaren Zeit, so hat man eben den Methoden PI der STM plus den Methoden PI der Kondome, was auf jeden Fall unsicherer ist als der Methoden PI der STM allein.
Zur Libido: Wenn man tatsächlich von Enthaltsamkeit in der fruchtbaren Zeit ausgeht (so wie es in Entwicklungsländern aus Mangel an Alternativen praktiziert werden muss), sind die Ausführungen auch richtig (erklärt sicherlich den hohen PI von 20 in diesen Ländern). Bei Kondomgebrauch hat man das Problem natürlich nicht. In dem Artikel geht es aber nicht um Kondome. In der Studie der AG NFP ergab sich zwar bei den Frauen die Abstinenz praktizierten ein niedrigerer PI von etwa 2, diese Frauen haben sich aber bewusst dazu entschlossen diesen Weg zu gehen. Für die meisten Frauen wäre das wohl keine Option, nicht zuletzt auf Grund der nachgewiesenermaßen größeren Libido in der fruchtbaren Zeit.
Was die Kondomnutzung angeht bin ich selber inzwischen auch skeptischer geworden. Im Artikel der AG NFP steht, dass Barrieremethoden nur in 53% der Zyklen genutzt wurden, was ich ziemlich wenig finde. Wenn das am fehlenden Vertrauen der Anwender in diese Methoden liegt, so wurden die Barrieremethoden wahrscheinlich auch in den Zyklen in denen sie benutzt wurden spärlich gebraucht, was den niedrigen PI der Mix Gruppe etwas relativiert. Trotzdem würde ich niiiieeee auf

in der fruchtbaren Zeit verzichten.