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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlung: Reine Frauensache von M. O. Bruker
BeitragVerfasst: 4. April 2012 13:43 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. November 2008 13:18
Beiträge: 308
Ich stimme Myrte absolut zu, ich weiß auch nicht, warum der Tonfall so aggressiv ist. YueJing hat hier sich ja fast anhören müssen, dass sie rechtsradikale Gedanken unterstützt! Finde ich nicht fair.
Persönlich habe ich "Reine Frauensache" nicht gelesen, "Unsere Nahrung, unser Schicksal" hingegen schon. Sicher polemisiert Bruker gerne mal, allerdings wirklich nur über Zucker/Ernährung, nicht über Politik, die in seinem Buch absolut GAR NICHT vorkommt. "Wess' Geistes Kind" er sei, kann man an seiner Ausdrucksweise auch nicht tatsächlich erkennen. Sein Parteienzeugs ist tatsächlich abstoßend, was aber seine Gedanken zur Ernährung anbelangt, kann ich nur sagen: Ich verstehe den Wiki-Artikel nicht. Keine seiner Thesen in "Unsere Nahrung, unser Schicksal" ist so wahnsinnig abstrus oder überholt. Im Gegenteil: Seine Überlegungen werden heute gestützt, die da waren:
1) Kein Zucker oder Weißmehl, weil beide B1-Räuber sind (kann man zum Beispiel in "Endometriosis - A Key to Healing and Fertility Through Nutrition" von Dr. Michael Vernon und Dian Shepperson Mills nachlesen).
2) Möglichst viel ungekochtes Obst und Gemüse, weil sonst die Vitamine bei Hitze zerstört werden - Überraschung, das ist heute auch allgemein bekannt
3) Möglichst kein Fast Food und Industrieprodukte, weil da nichts Gesundes übrig ist - hat sich auch allgemein rumgesprochen
4) Pflanzlich hochwertige Öle braucht der Körper, um arbeiten zu können, tierische nicht so viel (auch das kann man im Endometriose-Buch nachlesen, liegt an der Molekularstruktur)
5) Ohne tierisches Eiweiß geht es vielen Menschen besser, die unter schlimmen Allergien leiden. Da kann ich nur erneut auf das Endo-Buch verweisen. Was nicht heißt, dass keiner sie essen soll, sondern nur, dass es Asthmatikern und Allergikern helfen kann, den Versuch zu wagen.
Ich möchte hier anfügen: Das genannte Endo-Buch stammt aus den 90ern, eine Kooperation von einer Engländerin, die Ernährungswissenschaftlerin ist, und einem amerikanischen Arzt, spezialisiert auf Infertilität. Es ist absolut nicht ideologisch-politisch, außer dass die Dame häufig darauf hinweist, dass Frauenkrankheiten nicht so ernst genommen werden -> das einzig Politische wäre ihr Feminismus. Bruker wird weder zitiert noch erwähnt, mir scheint nicht, dass sie ihn kennen. In ihrem Versuch, zu erklären, wie Ernährung bei Endometriose helfen kann, gehen sie aber detailliert auf eben solche Fragen ein, wie sie auch Bruker stellt. Im Gegensatz zu ihm beziehen sie sich auf wissenschaftliche Studien, die sie alle im Anhang als Quellen zitieren.
Ich persönlich empfinde Brukers Ton manchmal als anstrengend, und ich hätte mir auch mehr wissenschaftliche Erklärungen gewünscht. Interessant finde ich aber, dass ganz unabhängig von Bruker und seiner Terminologie hier zwei Endometriose-Spezialisten sich der Ernährung im Zusammenhang mit Hormonen und Endometriose gewidmet haben und dabei auf ganz ähnliche Schlussfolgerungen kommen, dabei aber sich auf über 350 Seiten die Mühe machen, detailliert biochemisch zu erklären, was bei der Ernährung geschieht, und dies mit Studien und wissenschaftlichen Artikeln belegen.

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Bild mit einer hochaktiven Maus (09/2014) und einem anhänglichen Wusel (10/2016)


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