Nach der Liste wundere ich mich auf jeden Fall nicht mehr, dass bei Frauenärzten da teilweise sehr seltsame Meinungen vorherrschen. Auf den Seiten danach stehen auch noch Aussagen zur Pille, die gut im Zusammenhang mit den typischen Reaktionen der Ärzte gesehen werden können:
Zitat:
Es ist bekannt, dass Patientinnen die Ennahme der Pille aufgrund von Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Zwischenblutungen) beenden, ohne zuvor ihren Arzt zu konsultieren (Huber et al. 2006). Häufig wechseln sie nach Absetzen der Pille zu einer Verhütungsmethode, die eine deutlich niedrigere Effktivität aufweist, was unerwünschte Schwangerschaften zur Folge haben kann. Aus diesem Grund sollte die Patientin vor der ersten Pilleneinname ausführlich über das Auftreten von Nebenwirkungen informiert werden. Häufig sind diese nur zur Beginn der Einnahme vorhanden (Zwischenblutung, Mastodynie) und lassen sich in vielen Fällen durch Umstellung der Therapie (Änderung der Dosierung, Wechsel des Gestagens) beheben.
Finde nur ich seltsam, dass Verhütung als „Therapie“ bezeichnet wird?
Zitat:
Viele der während der Einnahme von oralen Kontrazeptiva auftretenden Begleiterscheinungen werden auch unter der Anwendung eines Placebos beobachtet. Dementsprechen lassen sich subjektive Beschwerden wie Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Brustspannen, Appetitsteigerun, Gewichtszunahme, Nervosität, Bauch- und Rückenschmerzen, Libidoverlust, etc., die auch in einem ovulatorischen Zyklus registriert werden, nur in plazebokontrollierten Doppelblindstudien untersuchen (Tab. 11.4; Alznar-Ramos et al. 1969). Dabei wurde festgestellt, dass selbst hoch dosierte Präparate keinen signifikanten Effekt auf die meisten dieser Symptome haben. Lediglich im ersten Einnahmezyklus können Präparate mit sehr hoher Östrogendosis Übelkeit und Erbrechen verursachen, die dann im weiteren Verlauf verschwinden. Wichtig ist, vor der Verordnung auf die Möglichkeit solcher Begleiterscheinungen und ihre tatsächliche Bedeutung hinzuwirken.
Gewichtszunahme und Wassereinlagerung sind subjektiv? Die Pille hat, selbst hochdosiert, eigentlich überhaupt keinen Einfluss drauf? … verstehe ich die Fachsprache hier einfach falsch oder sagen die das wirklich?
Mich würde interessieren, ob dieses Buch ein oft gelesenes Fachbuch oder vielleicht sogar ein Lehrbuch ist oder ob es eigentlich total unbekannt ist. Dagegen spricht ja aber, dass es bei Google Books in großen Teilen zur Verfügung steht.