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 Betreff des Beitrags: Re: Hartz IV in Oldenburg - ärztliche Verhütung wird bezahlt
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 18:30 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Juli 2008 23:32
Beiträge: 316
NFP seit: 19.04.1995
Mesdames,

u. a. wegen der von einigen von Euch genannten "Überprüfbarkeit" erstreckt sich der Zuschuss lediglich auf ärztlich verordnete Verhütungsmethoden. Dazu kommt, dass Studien zufolge mit sinkendem Einkommen die Frauen oder Paare auf "preisgünstigere und damit teilweise unsicherere" Verhütung zurückgreifen würden. Die Methoden "natürliche Verhütung" (leider nicht spezifiziert), "Kondom" und "sonstige" steigen bei Geringverdienerinnen bzw. Hartz-IV-Bezieherinnen im Vergleich zum Durchschnitt stark an. Insbesondere wird verstärkt auf Kondome zurückgegriffen.

Diese werden allerdings von Beratungsstellen auch kostenlos abgegeben; und die gesetzlich Versicherten bekommen laut pro familia die Beratungskosten für z. B. eine NFP-Beratung erstattet. Insofern lässt sich nicht sagen, dass GeringverdienerInnen nur auf ärztlich verordnete und/ oder hormonelle Methoden Zugriff haben.
Ähnliche Modelle gibt es in verschiedenen Städten, vermehrt allerdings im Süden der Republik, wobei die genaue Gestaltung etwas differiert. So zahlt z. B. die Stadt Offenbach auch einen Zuschuss für Kondome.

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Gruß Radha
17-jährig mit NER angefangen, das ergibt 25 Jahre erfolgreiche Verhütung und/oder Diagnosehilfe. *O02.1v 08/11. Mit Kind seit 21.07.2012. Neugierig? C'est moi!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hartz IV in Oldenburg - ärztliche Verhütung wird bezahlt
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 18:58 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 30. März 2010 22:51
Beiträge: 376
Radha hat geschrieben:
Diese werden allerdings von Beratungsstellen auch kostenlos abgegeben; und die gesetzlich Versicherten bekommen laut pro familia die Beratungskosten für z. B. eine NFP-Beratung erstattet.
Ah ja, interessant.
Ist denn eine ausreichende Auswahl an verschiedenen Kondomen da?
Werden auch Dias, Kappen und Gele kostenlos abgegeben?
Wird auf die Möglichkeit einer NFP-Beratung und deren Kostenerstattung hinreichend aufmerksam gemacht?
Kann man einen Vorschuss für die Beratung bekommen (damit man sich die ggf. nicht erst vom Munde absparen muss)?

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Heute ist nicht alle Tage ...
Podcast-Idee hat wohl nicht so geklappt.
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 Betreff des Beitrags: Re: Hartz IV in Oldenburg - ärztliche Verhütung wird bezahlt
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2010 23:30 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Juli 2008 23:32
Beiträge: 316
NFP seit: 19.04.1995
@eierknopp: Vielleicht fragst Du das einfach mal selbstständig bei der zuständigen Stelle an. Ich bin nicht von pro familia, weißt Du. Es hatte mich (und andere hier) nur interessiert, ich habe eine These aufgestellt, recherchiert und festgestellt, dass die These (zum Glück) so nicht haltbar ist.
Diaphragmen können im Übrigen auch bezuschusst werden, wenn sie nicht über den Arzt erworben werden.

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Gruß Radha
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 Betreff des Beitrags: Re: Hartz IV in Oldenburg - ärztliche Verhütung wird bezahlt
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2010 07:57 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Dann kann man aber zumindest sagen,dass diese Informationen nicht so bekannt sind. Was auch schon wieder eine Sauerei ist. Man müsste über so etwas doch informiert werden. Vielleicht von den Krankenkassen oder im Sexualkundeunterricht.
Wie soll man den solche Angebote wahrnehmen, wenn man nichts von ihnen weiß?

Aber man sieht mal wieder es gibt eine Lenkung zu bestimmten Verhütungsmitteln.
Ein Problem ist sicher auch die viel zu oft vertretene Meinung,dass Kondome in einer Beziehung nicht "angebracht" sind.


Oder das berühmte Pille= ohne Gummi
Zumindest habe ich das selbst schon so erlebt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hartz IV in Oldenburg - ärztliche Verhütung wird bezahlt
BeitragVerfasst: 12. Oktober 2010 09:49 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Juli 2008 23:32
Beiträge: 316
NFP seit: 19.04.1995
@Alana: pro familia informiert umfassend über alle möglichen Verhütungsmethoden und hat im Zusammenhang der Beratung u. a. das Oldenburger Konzept begleitet. Wenn es kostenlose Kondome gibt, Diaphragmen bezuschusst werden und eine NFP-Beratung Kassenleistung ist, kann man nicht von einer "Lenkung" hin zu hormoneller Verhütung sprechen.

Inwieweit andere Faktoren beim Verhütungsverhalten eine Rolle spielen und ob diese von sozialem Status und/ oder dem Einkommen abhängen, lässt sich in diesem Zusammenhang nicht klären, sondern muss gesondert betrachtet werden. Neben ausreichender Information über die Möglichkeiten der Verhütung (ich verweise auf den Faden von Holly: "Was sollten Schülerinnen wissen?") wäre natürlich auch interessant zu wissen, ob die Ansicht vorherrscht, Kondome gehören nicht in die Beziehungssexualität oder ob partnerschaftliches Verhütungsverhalten negativ mit sozialem Status und/ oder dem Einkommen korreliert, ebenso, ob die Verhütungsicherheit allgemein unter einer Stresssituation leidet, unabhängig von der angewandten Methode (lediglich die Intrauterinlösungen wären hier auszunehmen).

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Gruß Radha
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